WM 2026: Souveränes Kolumbien komplettiert Achtelfinale
"Es ist ein Traum", sagte Mittelfeldspieler Gustavo Puerta nach dem Sieg: "Spiel für Spiel haben wir es unter Beweis gestellt, wir spielen mit Herz und Seele, und bei jedem Ball geben wir alles, als wäre es der letzte, und die Familie, die wir gebildet haben, ist es, die uns bis hierher gebracht hat." Auch wenn die erste Situation der Partie in Kansas City den "Black Stars" gehörte, als Thomas Partey einen satten Distanzschuss nach 50 Sekunden knapp neben das Tor setzte, war es Kolumbien, das die Partie komplett diktierte. Nachdem beide Teams früh aufgrund von Verletzungen wechseln mussten (Jhon Cordoba raus bei Kolumbien, Alidu Seidu bei Ghana), erhöhten die favorisierten Südamerikaner Minute für Minute den Druck. Arias trifft früh für Kolumbien Belohnt wurden sie für diesen offensiven Ansatz rasch: Der eingewechselte Luis Suarez setzte sich auf der rechten Seite schön durch, flankte in die Mitte, wo Arias mit einer platzierten Direktabnahme zum 1:0 traf (14.). Kolumbien ließ auch im Anschluss nicht locker, Bayern-Star Luis Diaz probierte es kurz darauf per Fernschuss (20.). Ghana, das in der Gruppenphase beim torlosen Remis gegen England eine defensive Glanzleistung geboten hatte, war nun eigentlich in der Offensive gefordert. Die Frage, wie ein Tor gelingen sollte, wurde schon in der ersten Hälfte nicht beantwortet. Ein, zwei Fernschüsse - viel mehr gab es nicht zu sehen. Ghana weitgehend harmlos Das Spiel der Westafrikaner in wenigen Worten zusammengefasst: ideenlos, harmlos, torlos. Eine einfache Aufgabe für Kolumbien, das in Person von Diaz (38.), Suarez (42.) und vor allem Johan Mojica (45.+1) mit guten bis sehr guten Möglichkeiten den zweiten Treffer verpasste. Stellte sich nur die Frage, ob es im zweiten Abschnitt ausgeglichener werden würde. Die schnelle Antwort: nein. Kolumbien war auch nach dem Wiederanpfiff die klar bessere Mannschaft und musste sich nach einer Stunde selbst fragen, warum es immer noch nur 1:0 stand. Puerta und Diaz vergaben riesige Chancen (55./58.), Diaz stand bei einem Treffer zudem knapp im Abseits (56.). Das Spiel war fußballerisch zwar weiter eine Einbahnstraße, blieb durch die fahrlässige Chancenverwertung der Südamerikaner aber offen. Kolumbien bekommt es mit der Schweiz zu tun Das verlieh der Schlussphase dann zumindest eine Prise Spannung. Fast müßig zu erwähnen, dass Kolumbien weiter im Minutentakt Top-Chancen hatte (Diaz 80./Davinson Sanchez 82./Juan Fernando Quintero 84./Diaz 87.), Ghana hätte aber eben nur diesen einen Moment gebraucht. Der kam allerdings nicht mehr, die "Black Stars" blieben einfach zu harmlos. Kolumbien gewann schlussendlich knapp, aber völlig verdient.