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WM 2026: Spaniens König ruft bei der Mannschaft an - Macron als Frankreichs Tröster

Sport

Spaniens König Felipe VI. hat mit seiner Familie den Finaleinzug der spanischen Nationalmannschaft bejubelt. „Ihr habt erneut gezeigt, warum ihr eine der großen Nationalmannschaften der Welt seid. Nun, mit einem ganzen Land an eurer Seite, kommt der Moment, um den Titel zu kämpfen“, hieß es auf dem offiziellen Account des Königshauses bei X. „Danke, dass Ihr uns diesen Weg habt genießen lassen. Los geht’s.“ Nach der Partie verriet Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente, dass Felipe zu nächtlicher Stunde in Europa noch gratuliert habe. „Es macht uns so stolz, dass unser König uns angerufen hat und wir den Leuten in den Straßen so eine Freude bereiten konnten“, sagte de la Fuente im texanischen Arlington. Frankreichs Staatsoberhaupt Emmanuel Macron war hingegen nach der Niederlage am Nationalfeiertag als Tröster gefordert. Macron gratulierte zunächst Spanien, fand dann auf der Plattform X mitfühlende Worte an die Équipe Tricolore: „Danke an die Bleus, dass sie unsere Farben mit Engagement getragen haben. Die Niederlage heute Abend ist schwer zu verkraften, aber dieses Team ist jung und voller Zukunft.“ Für die Chance auf das erste englische Finale seit 1966 greift Trainer Thomas Tuchel womöglich in die taktische Mottenkiste. „Ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, für ihn auf die gute alte Manndeckung zu setzen“, sagte der 52-Jährige über Argentiniens Lionel Messi. Der Superstar bringt Tuchel besonders ins Grübeln. „Jeder kennt die Räume, die er mag. Aber er sieht Dinge früher als anderer. Dann hat er die zwei Meter, die er für seinen unglaublichen linken Fuß braucht“, sagte Englands Nationaltrainer. Er habe aber einige Muster im Spiel der Argentinier ausgemacht. Messi hat bei dieser WM bereits acht Tore geschossen. „Es ist unglaublich, wie er das Team trägt“, befand Tuchel. „Er ist der Anführer und Schlüsselspieler dieser Mannschaft. Man kann sehen, dass das Team schon lange zusammen ist und viel Turniererfahrung hat.“ Mit einer ungewöhnlichen Ankündigung stimmt der Fahrdienstvermittler Uber in Argentinien seine Kunden auf das Halbfinale gegen England ein: „Wir möchten darauf hinweisen, dass es an diesem Tag erlaubt sein wird, im Uber zu springen, denn wer nicht springt ... ihr wisst schon.“ Hintergrund ist der bei argentinischen Fußballfans beliebte Gesang „Él que no salta es un inglés“ – auf Deutsch: „Wer nicht springt, ist ein Engländer“. Der Schlachtruf stammt bereits aus der Zeit des Falklandkrieges zwischen den beiden Ländern im Jahr 1982, als zahlreiche Menschen auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires gegen das Vereinigte Königreich demonstrierten. Bei der Zieleingabe müssen die Kunden nach dem Willen des Unternehmens allerdings aufpassen: „Am Mittwoch wird es nicht möglich sein, innerhalb Argentiniens zu Zielen zu reisen, deren Namen Wörter wie ‚englisch‘, ‚britisch‘ oder ähnliche Begriffe beinhalten, die auf dieses bestimmte Land hinweisen.“ Spaniens Pedro Porro hat sein Tor gegen Frankreich seinem kleinen Sohn gewidmet. Er habe direkt an ihn gedacht, sagte der 26-Jährige nach Treffer zum 2:0-Endstand. „Er konnte leider nicht hier sein, weil es ihm nicht gut geht und er Fieber hat.“ Pedro Porro setzte sich nach seinem Tor mit erhobener rechter Faust auf den Rasen. Genauso hatte der Außenverteidiger von Tottenham Hotspur auch schon sein Tor beim 3:0 der Spanier im Sechzehntelfinale gegen Österreich bejubelt. Damals hatte er in den sozialen Medien auch noch ein Foto veröffentlicht, das den Sohn ebenfalls mit erhobenem Arm und einem Fußball vor sich zeigt. „Das war ein Moment voller gemischter Gefühle, weil er nicht dabei sein konnte“, sagte der Defensivmann, als er nach dem Tor gegen Frankreich über seinen rund zehn Monate alten Sohn sprach. „Ich wollte es ihm widmen und hoffe, dass es ihm inzwischen schon etwas besser geht.“ Spaniens Kontroll-Profis haben Frankreichs Offensiv-Künstler gnadenlos ausgebremst und erstmals seit 16 Jahren wieder das Finale einer Fußball-WM erreicht. Der Europameister setzte sich im Halbfinale verdient mit 2:0 (1:0) durch und steht als erstes Team im Endspiel von East Rutherford. Mikel Oyarzabal in der 22. Minute per Foulelfmeter und Pedro Porro (58.) erzielten vor 70.176 Zuschauern im überraschend nicht ausverkauften Stadion in Arlington die Tore. Die britische Menschenrechtsorganisation FairSquare hat nach eigenen Angaben gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino eine Beschwerde beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingelegt. Sie wirft dem mächtigsten Funktionär des Fußball-Weltverbands vor, wiederholt gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität verstoßen zu haben. Der Hauptvorwurf: Infantino soll US-Präsident Donald Trump seine politische Unterstützung angeboten haben. Insgesamt gebe es fünf eindeutige Verstöße, für die es auch „überzeugende Beweise“ gebe, teilte FairSquare mit. Hintergrund ist unter anderem die aufgehobene Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun, der trotz seiner Roten Karte im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina nicht für das Achtelfinale gegen Belgien aussetzen musste. Das hatte für Empörung in der Fußballwelt gesorgt. Auf dem Weg zu einem Engagement von Jürgen Klopp als Bundestrainer haben DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff über eine Lösung gesprochen. Konkrete Ergebnisse über das Treffen an einem nicht bekannten Ort sind von den Verhandlungspartnern zunächst nicht veröffentlicht worden. Als Ziel des Meetings galt vorab eine Einigung über eine Vertragsauflösung Klopps als Head of Global Soccer. In dieser Funktion ist der 59-Jährige noch bis 2029 an den österreichischen Red-Bull-Konzern gebunden. Auch zwischen Klopp und Mintzlaff soll es hier bereits Vorgespräche gegeben haben. Mintzlaff soll am Wochenende zum WM-Finale nach New York fliegen und sich dort mit Klopp treffen. Dieser arbeitet während des WM-Turniers als Experte für MagentaTV. Etliche Weltstars werden bei der Schlussfeier auftreten. Im Met-Life-Stadium in East Rutherford werden am Sonntag (19.30 Uhr/MagentaTV und ZDF) unter anderem die Sängerinnen Laura Pausini und Nicole Scherzinger, Pop-Star Robbie Williams und Youtuber IShowSpeed dabei sein. Schauspieler Tom Cruise wird einen Gastauftritt haben. Emmy-, Grammy und Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson wird die US-Nationalhymne singen. Im Anschluss an die Schlussfeier wird das Finale angepfiffen (21.00 Uhr). In der Halbzeitshow wird der kanadische Popstar Justin Bieber erwartet. Ferner tritt der nigerianische Musiker Burna Boy gemeinsam mit dem venezolanischen Dirigenten Gustavo Dudamel, der Band Coldplay und einem New Yorker Grundschulchor auf. Bereits vor ein paar Wochen war angekündigt worden, dass die Pop-Ikonen Shakira und Madonna sowie die südkoreanische Band BTS in der elfminütigen Halbzeitshow dabei sein werden. Gut eine Woche nach der aufgehobenen WM-Sperre hat sich US-Stürmer Folarin Balogun nochmal ausführlich zu dem Fall geäußert. „Ich war komplett schockiert. Aber ich musste die Entscheidung akzeptieren“, sagte der Angreifer von AS Monaco in der Sendung CBS Mornings über seine Rote Karte gegen Bosnien-Herzegowina. Balogun verteidigte sein Einsteigen: „Wenn etwas nicht absichtlich ist, sollte es niemals Rot geben. Es war einfach eine unglückliche Situation.“ Nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino hob der Weltverband die Sperre überraschend wieder auf. „Meine erste Reaktion war, dass ich glücklich war, zurück zum Team zu kommen. Ich wusste, es würde für Kontroversen sorgen“, sagte Balogun. Die vielen Diskussionen seien „schwierig“ gewesen, „aber das ist kaum zu verhindern“. Kaum zu glauben: Lionel Messi trifft im WM-Halbfinale erstmals in seiner Karriere mit der argentinischen Nationalmannschaft auf England. Trotz mehr als 20 Jahren auf höchstem Niveau gab es dieses Duell bislang noch nie. Mit englischen Klubs kennt sich der Weltmeister dagegen bestens aus. In 36 Spielen gegen Teams von der Insel erzielte Messi 27 Tore und bereitete sechs weitere vor. Besonders gerne traf der Superstar gegen den FC Arsenal. Neun Tore gelangen ihm in sechs Partien, darunter ein legendärer Viererpack im Jahr 2010. Auch gegen Manchester United glänzte Messi mit Toren in den Champions-League-Finals 2009 und 2011. Gegen Manchester City stehen zudem sieben Tore und zwei Vorlagen in acht Spielen zu Buche. Vor dem WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien (21 Uhr) wird der Opfer des Terroranschlags von Nizza vom 14. Juli 2016 mit einer Schweigeminute gedacht. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bedankte sich bei der FIFA für die Entscheidung. „Ich danke dem Präsidenten der Fifa, dass er der Bitte Frankreichs und aller Französinnen und Franzosen, die sich für dieses Anliegen eingesetzt haben, nachgekommen ist. Wir werden niemals vergessen“, schrieb er bei X. Für Felix Zwayer ist die Weltmeisterschaft vorzeitig vorbei. Der deutsche Schiedsrichter wird am Finalwochenende nicht mehr zum Einsatz kommen und hat das FIFA-Quartier in den USA bereits verlassen, wie der DFB bestätigte. Der Berliner leitete bei der WM die Gruppenspiele USA gegen Australien (2:0) sowie Demokratische Republik Kongo gegen Usbekistan (3:1). Bei seinem ersten Einsatz hatte Zwayer nach einem Krampf in der Nachspielzeit kurz behandelt werden müssen. Hoffnungen auf einen Finaleinsatz bestehen dagegen noch für Bastian Dankert. Der Deutsche ist weiterhin als Videoschiedsrichter im FIFA-Quartier und könnte am Sonntag zum Einsatz kommen. Mit Jürgen Klopp bekommt der DFB nicht nur einen neuen Bundestrainer, sondern auch eine der bekanntesten Werbefiguren des deutschen Sports. Genau das könnte bei einigen Sponsoren für Konflikte sorgen. Mehrere Unternehmen, für die Klopp aktuell wirbt, stehen in Konkurrenz zu offiziellen Partnern des DFB. Hinter den Kulissen laufen deshalb bereits Gespräche, wie mit möglichen Überschneidungen umgegangen werden soll. Ein Problem erledigt sich allerdings von selbst: Klopps Vertrag mit Adidas läuft nach dieser WM aus. Ab 2027 wird Nike neuer Ausrüster des DFB. Sportrechtler Paul Lambertz sieht dennoch keinen Grund zur Sorge. „Im Zweifel werden sich aber Lösungen finden lassen“, sagte er dem Spiegel. Klopps langjähriger Berater Marc Kosicke betonte zudem, es sei nie das Ziel gewesen, „Jürgen Klopp als Marke aufzubauen“. Sportlicher Erfolg und Persönlichkeit seien die Grundlage seiner Vermarktung. Arne Slot könnte schon bald neuer Nationaltrainer der Niederlande werden. Wie De Telegraaf berichtet, will der FC Liverpool dem 47-Jährigen den Wechsel erleichtern. Demnach soll Liverpool Slots Gehalt im ersten Jahr als Bondscoach aufstocken, damit der frühere Reds-Coach trotz seines bis 2027 laufenden Vertrags keine finanziellen Einbußen hinnehmen muss.

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