DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,59 % 68.713,80 Pkt 08:45:03 Gold +1,57 % 4.432,00 USD 23:00:00 Silber -0,07 % 64,83 USD 22:59:58 Brent +1,75 % 88,59 USD 22:59:58 WTI +1,42 % 82,40 USD 22:59:59 Bitcoin -0,90 % 62.834,07 USD 23:26:47 EUR/USD +0,37 % 1,15730 USD 23:27:21 EUR/GBP +0,11 % 0,85480 GBP 23:27:21 EUR/CHF +0,34 % 0,94060 CHF 23:27:21 EUR/JPY +0,38 % 184,365 JPY 23:27:21

WM: Kanadas historischer Triumph hat einige Schönheitsfehler

Sport

Eustaquio heißt der erste Held in der K.-o.-Phase der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Durch seinen Treffer zum 1:0 für Kanada gegen Südafrika in der zweiten Minute der Nachspielzeit bescherte er Kanada den Einzug ins Achtelfinale. Nachdem das Land zum ersten Mal die Gruppenphase bei einer WM überstanden hatte, feierte es nun auch die Premiere, ein Ausscheidungsspiel gewonnen zu haben. Dennoch offenbarte dieses Spiel einige wesentliche Konstruktionsfehler dieses Turniers. Die Freude der Spieler und der Fans des Teams auf den Rängen in Los Angeles war entsprechend groß. Aber es wäre vermutlich eine ungleich größere Sause geworden, wenn Kanada als Mitausrichter dieses Turniers dieses Spiel im eigenen Land hätte spielen können. Ein Spielplan ist keine Raketenwissenschaft Zum ersten Mal überhaupt genoss ein WM-Gastgeber kein Heimrecht bei einem WM-Spiel. Über 2000 Kilometer ist Los Angeles von Vancouver entfernt. Das wäre in etwa so, als würde das DFB-Team als Gastgeber in Athen statt in Berlin antreten oder in Lissabon statt in München. Ja, die Kanadier hatten es selbst in der Hand. Als Gruppensieger hätten sie Heimrecht in Vancouver gehabt. Aber die Fifa hat ein kaum nachzuvollziehendes System entwickelt, um zu ermitteln, welches Team im Sechzehntelfinale auf wen trifft. Da hätte es keine Raketenwissenschaft gebraucht, um auch Team Kanada die Chance auf weitere Heimspiele zu ermöglichen – denn auch im weiteren Spielverlauf muss das Team von Jesse Marsch in den USA antreten. Im Achtelfinale geht es in Houston, Texas, weiter. Im Sechzehntelfinal-Kick gegen Südafrika offenbarte sich einmal mehr, dass der Spannungsbogen bei dieser WM überreizt ist. 72 Vorrundenspiele waren zuvor bereits gekickt worden. Dass sich Kanada und Südafrika in einer K.-o.-Runde gegenüberstehen, sei ihnen gegönnt. Aber fußballerisch war dieser Zwischengang absolute Magerkost. Dass eines der beiden Teams – und in diesem Fall traf es die Südafrikaner – nach diesem Spiel aus dem Turnier ausscheiden musste, war der einzige Spannungsmoment. Aber ein solches Turnier lebt natürlich davon, dass es sich auf dem Platz zuspitzt. 91 Ballberührungen von Ronwen Williams, der das südafrikanische Tor hütet, zeugen von der Ausrichtung dieses Spiels. Normalerweise kommt ein Schlussmann auf einen Wert zwischen 30 und 50. Es wird bei dieser WM noch das eine oder andere Spiel im Sechzehntelfinale geben, das dem neutralen Beobachter eher schwer zu vermitteln ist. Das siegreiche Team dürfte dann genauso ausgelassen feiern wie die Kanadier in Los Angeles am Montagabend. Mit dem Unterschied, dass sie sich nicht als Gastgeber ein wenig fremd fühlen werden.

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