WM-Knaller Brasilien gegen Norwegen: Der Sport-Tag auf ntv.de am Sonntag, dem 5. Juli 2026
Der Sport-Tag
Waldbrand bedroht Etappe der Tour de France
Ein sich rasch ausbreitender Waldbrand bedroht die dritte Etappe der Tour de France. Betroffen ist das Departement Pyrénées-Orientales in Südfrankreich, wo es am Montag in Les Angles zur ersten Bergankunft der Rundfahrt kommt. Ob das Teilstück des wichtigsten Radrennens der Welt abgesagt, verkürzt oder anderweitig angepasst wird, soll bis heute Abend entschieden werden, teilte Pierre Regnault de la Mothe, der Präfekt der Region, mit. Der Waldbrand hat mittlerweile eine Fläche von etwa 1500 Hektar erfasst, die Flammen lodern knapp 70 Kilometer vom Zielort entfernt und breiten sich immer weiter aus. 700 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Departementstraße 66, die planmäßig vom Peloton befahren werden soll, ist gesperrt.
"Das Feuer hat wieder an Intensität zugenommen, alle Mittel werden mobilisiert, um es einzudämmen", sagte Regnault de la Mothe. In Südfrankreich wird in der kommenden Woche eine neue Hitzewelle mit Temperaturen von über 40 Grad erwartet, in der Gegend herrscht zudem seit Wochen Trockenheit.
Tausende Marokko-Fans lassen WM-Euphorie freien Lauf
Nach dem 3:0-Sieg gegen Kanada im Achtelfinale der WM feiern Fans der marokkanischen Fußball-Nationalmannschaft in Düsseldorf ihre Mannschaft. In der Euphorie glauben sie sogar an einen Sieg gegen Frankreich im Viertelfinale - und den WM-Titel.
Tausende Marokko-Fans lassen WM-Euphorie freien Lauf
WM-Titel für deutschen Nachwuchs
Die deutschen Handball-Juniorinnen sind zum zweiten Mal nach 2008 Weltmeister. 18 Jahre nach dem Premieren-Titel besiegte das Team von Bundestrainer Christopher Nordmeyer im Finale der U20-WM im chinesischen Jinzhong Dänemark mit 33:26 (15:14). Damit ist die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) erstmals doppelter Titelträger, nachdem sie im Vorjahr bereits die Europameisterschaft gewonnen hatte. Das war zuvor lediglich den im Frauen-Handball dominierenden Nationen Norwegen (2009, 2010) und Dänemark (2015, 2016) gelungen.
Angeführt von der achtmaligen Torschützin Chiara Rohr (HSG Bensheim/Auerbach Flames) boten sich beide Teams eine Halbzeit lang ein Duell auf Augenhöhe. Doch wie beim 36:31 (15:15)-Halbfinalerfolg gegen Frankreich drehte die DHB-Auswahl im zweiten Durchgang auf. Beim 21:18 (43.) lag der Europameister erstmals mit drei Toren vorn und erhöhte anschließend auf 26:22 (50.). Als die Däninnen ihre starke Torhüterin Freja Fonseca zugunsten einer zusätzlichen Feldspielerin vom Platz nahmen, setzte sich das DHB-Team vorentscheidend auf 30:25 (55.) ab und siegte letztlich souverän.
Formel 1 hält sich Option fürs Saisonfinale offen
Trotz der Beruhigung im Iran-Krieg hält sich die Formel 1 eine Alternative für eine Absage des Saisonfinales im Nahen Osten offen. Dem Fachportal the-race.com zufolge gilt Portimão in Portugal als Kandidat, sollten die letzten beiden Grand Prix des Jahres am 29. November in Katar und am 6. Dezember in Abu Dhabi nicht stattfinden können. Das Event an der Algarve war zuletzt 2020 und 2021 während der Corona-Pandemie Ersatzausrichter, für 2027 und 2028 kehrt die Veranstaltung fest zurück. Mitte März hatte die Motorsport-Königsklasse die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien für April wegen der Sicherheitslage ersatzlos aus dem Kalender genommen, sie aber nicht komplett gestrichen. Damit schrumpfte die Welttournee vorerst von 24 auf 22 Grand Prix.
Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali würde gerne zumindest eines der beiden Rennen doch noch in diesem Jahr austragen - wenn es die geopolitische Lage zulässt. "Wenn alle Voraussetzungen stimmen, werden wir unseren Plan umsetzen. Wenn sich eine Chance bietet, warum nicht?", sagte Domenicali Sky Sports F1 beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone. Mehrere Wochen führten die USA und Israel Krieg gegen den Iran, bis sich Vertreter aus Washington und Teheran Anfang April auf eine Waffenruhe einigten.
Transfer-Guru: Klopp sagt DFB als Bundestrainer zu
Jürgen Klopp soll dem Deutschen Fußball-Bund für das Amt als Bundestrainer zugesagt haben. Das berichtet zumindest Transfer-Experte Fabrizio Romano. Man müsse Details zum Vertrag und auch zu einem Ausstieg als Chefstratege bei Red Bull aber erst noch besprechen, hieß es in einem X-Beitrag Romanos. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht. Und es empfiehlt sich, den Post von Romano genau zu lesen. Neue und belastbare Fakten beinhaltet er nicht.
Diese Klopp-Sprüche machen Fans heiß auf DFB-Engagement
Der 59-jährige Klopp ist Wunschkandidat des DFB und großer Favorit auf die Nachfolge von Julian Nagelsmann, der nach dem viel zu frühen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay in der ersten K.-o.-Runde das Amt aufgegeben hatte. Klopp hat danach seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert. Allerdings müsste erst noch sein Vertrag als sogenannter Head of Global Soccer bei Red Bull aufgelöst werden.
WM-"Schande" von Philadelphia: Vernichtendes Urteil über Paraguay
Nach der "Schande von Philadelphia" fiel das Urteil vernichtend aus: So nicht, Paraguay! Mit Fairplay, da waren sich die Beobachter einig, hatte der Auftritt der Südamerikaner im WM-Achtelfinale gegen Frankreich (0:1) nichts zu tun. Besonders laut war der Aufschrei im Mutterland des Fußballs. Für diese "schmutzigen Tricks", so die einhellige Meinung, haben die Engländer das schöne Spiel nicht erfunden.
Auch Thomas Hitzlsperger, einst deutscher Nationalspieler und unter dem klangvollen Spitznamen "Hitz The Hammer" auf der Insel verehrt, rang nach der denkwürdigen Darbietung nach Worten. "Das ist nicht nur beschämend, das ist schlimmer", sagte er bei BBC One. Entsetzt waren auch Hitzlspergers Kollegen. "Ich würde niemals so Fußball spielen", meinte Ex-Keeper Joe Hart, und Micah Richards wendete sich mit Grauen ab: "Das war peinlich anzusehen."
Im Radio brachte es Schottlands früherer Nationalspieler Pat Nevin auf den Punkt: Paraguay habe die Franzosen mit ihren "dunklen Künsten" provoziert. Tatsächlich hatte "Vortreter" Matías Galarza mit seinem Gefolge versucht, den Favoriten bis aufs Blut zu reizen. Bei Fox rieb sich Zlatan Ibrahimovic die Augen. "Hätte ich dieses Spiel bestritten, hätte ich wohl vier oder fünf Rote Karten kassiert und jemanden ins Krankenhaus befördert."
Serena Williams meldet sich mit "gebrochenem Herzen"
Nach ihrem Wimbledon-Einzel-Aus musste Serena Williams auch das Doppel mit ihrer Schwester Venus absagen. Auf Instagram zeigt sie sich zutiefst enttäuscht und gibt Einblicke, wie es um ihre Knieverletzung steht. Ein weiteres Mal mit Schwester Venus im Doppel zu spielen, hätte ihr "die Welt bedeutet".
Serena Williams meldet sich mit "gebrochenem Herzen"
Erste Details: Das fordert Klopp als Bundestrainer
Nach dem Aus von Julian Nagelsmann hat der DFB angekündigt, Gespräche mit Jürgen Klopp aufzunehmen. Der frühere BVB-Coach hat seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, das Amt des Bundestrainers zu übernehmen. In den anstehenden Verhandlungen soll der neue deutsche Hoffnungsträger angeblich zur Bedingung machen wollen, dass er einige langjährige Weggefährten mitbringen darf.
Wie "Sky" berichtet, würde Klopp beim DFB "viel Macht erhalten, um grundlegende Dinge zu verändern und zu strukturieren". Dafür wolle der 59-Jährige seinen eigenen Staff mitbringen, allen voran Peter Krawietz, der als Assistent fungieren soll. Auch Zsolt Löw und Pepijn Lijnders seien Kandidaten. Ebenso plane Klopp, jahrgangsübergreifend im Nachwuchs ein 4-4-2-System installieren zu lassen, um Talente gezielt für die Anforderungen im Herrenbereich zu fördern.
Die sportlichen Schlagzeilen am Vormittag
Erster Fahrer gibt bei der Tour de France schon auf
Bereits nach der Auftakt-Etappe vermeldet die Tour de France eine erste Aufgabe. Der Franzose Clément Berthet vom Team Groupama-FDJ United kann nicht mehr zum zweiten Abschnitt antreten. Wie seine Mannschaft mitteilte, leidet Berthet unter den Nachwirkungen eines Sturzes beim Zeitfahren am Samstag. Der 28-Jährige, 2023 Gesamt-25. der Tour, war einer der zentralen Helfer von Kapitän Romain Gregoire.
Dagegen bleibt das Astana-Team trotz eines heftigen Crashs im Kampf gegen die Uhr vorerst komplett. Die kasachische Equipe teilte mit, dass bei den gestürzten Harold Tejada, Nicolas Winokurow und Simone Velasco keine Frakturen festgestellt werden konnten.
Experte nimmt "schlechteste" Schiri-Leistung auseinander
Harte Zweikämpfe und unfaires Verhalten: Paraguay verabschiedet sich unschön von der großen WM-Bühne. Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich legt den Fokus auf die "schlechteste" Schiedsrichterleistung bei der WM.
Experte nimmt "schlechteste" Schiri-Leistung auseinander
Brasilien erarbeitet keinen Notfallplan für Haaland
Mit fünf Toren gehört Norwegens Erling Haaland zu den gefährlichsten Angreifern der Fußball-WM - doch Brasiliens Abwehrspieler sind vor dem Achtelfinale am Sonntag (22 Uhr bei MagentaTV und im Liveticker bei ntv.de) auf die Wucht des Ausnahmestürmers vorbereitet. "Jeder weiß, wie er spielt", sagte Trainer Carlo Ancelotti, "ich muss meinen Verteidigern nicht erklären, wie sie gegen ihn vorgehen sollen."
Gerade für die beiden Innenverteidiger der Brasilianer ist Haaland kein Unbekannter. Gabriel, der beim FC Arsenal unter Vertrag steht, bekommt es mit dem Angreifer von Manchester City regelmäßig in der englischen Premier League zu tun. Kapitän Marquinhos von Paris St. Germain traf bereits in der Champions League auf Haaland.
"Ich glaube nicht, dass es so etwas wie einen Anti-Haaland-Plan gibt", sagte Ancelotti deshalb in vollem Vertrauen auf seine Defensive. Mittelfeldspieler Bruno Guimaraes indes warnte vor dem einstigen Dortmunder: "Wir müssen verhindern, dass der Ball zu ihm gelangt", sagte er. "Wir müssen zwar angreifen, aber wir müssen sicherstellen, dass jemand an ihm dranbleibt, denn mit einem einzigen Ball kann er das Spiel entscheiden."
Mbappé verweigert Handschlag - Paraguay-Keeper verliert die Nerven
Das WM-Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay wurde von vielen Fouls und Emotionen überschattet. Nach dem 1:0-Sieg der Franzosen feierte Superstar Kylian Mbappé ausgiebig neben Paraguays Keeper Orlando Gill. Der DFB-Schreck streckte dem Franzosen kurz die Hand entgegen, darauf ging dieser aber nicht ein.
Das brachte Gill kurz auf die Palme, er warf Mbappé (leicht) den Ball in den Rücken. "Das ist Fußball. Ich habe ihm die Hand gegeben, um ihm zu gratulieren, aber er hat mich ignoriert. Natürlich habe ich in diesem Moment die Beherrschung verloren, aber das war alles", sagte er nach der Partie. "Danach habe ich mich wieder beruhigt. Ich wollte ihnen nur gratulieren.“
Deschamps: "Sie haben endlos gefoult"
Beim knappen 1:0 gegen Paraguay hat Frankreich Schwierigkeiten mit der physischen Spielweise der Südamerikaner. Vor allem Kylian Mbappé ist im Fokus des Abwehr-Bollwerks. Bei seinem Trainer ruft das Erinnerungen an ein anderes Spiel wach.
Deschamps: "Sie haben endlos gefoult"
Kylian Mbappe in Rage: "Hände in die Scheiße"
Kylian Mbappé kostete den hart erkämpften Einzug ins WM-Viertelfinale zunächst mit einer provokanten Geste gegen die Deutschland-Besieger aus Paraguay aus und lachte schadenfroh. Anschließend sprach Frankreichs Superstürmer Klartext und richtete eine unmissverständliche Kampfansage an die Konkurrenz.
"Wenn wir unsere Hände in die Scheiße stecken müssen, werden wir unsere Hände in die Scheiße stecken. Sie dachten, dass wir kommen würden, um im Smoking zu spielen, dass wir nur kommen würden, um schöne Aktionen und Eins-Zwei zu machen", stellte der Angreifer von Real Madrid nach dem mühevollen 1:0 in klaren Worten. "Wir wissen auch, wie man schmutzigen Fußball spielt."
Dass der 27-Jährige auch lange nach Abpfiff mit einer Mischung aus Wut und Genugtuung über den Spielverlauf sprach, kam nicht überraschend. Mbappé hatte in den zahlreichen hitzigen Zweikämpfen selbst ordentlich ausgeteilt, war aber auch mehrfach zur Zielscheibe geworden. "Das ist Fußball. Wenn sie das nicht gewöhnt sind, was soll ich machen", rechtfertigte Paraguays Torhüter Orlando Gill die harte Gangart seines Teams.
Zidane-Sohn tritt in die Fußstapfen seines Vaters
Der 20 Jahre alte Elyaz Zidane tritt in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Zinedine Zidane und wagt in Frankreich den Schritt in den Profi-Fußball. Nachdem der Innenverteidiger in den vergangenen beiden Jahren für die zweite Mannschaft von Betis Sevilla in Spaniens vierter Liga auflief, folgt nun der Wechsel in sein Geburtsland zum Red Star FC. Der Zweitligist aus Paris belegte in der vergangenen Saison Rang vier und gilt als Aufstiegskandidat.
Der Linksfuß hatte bis zur U19 die Nachwuchsabteilung von Real Madrid durchlaufen, ehe er für das letzte Halbjahr im Juniorenbereich nach Sevilla wechselte. In der vergangenen Saison kam Zidane auf 17 Einsätze für Betis' zweite Mannschaft. Bei der U20-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatte er als Stammspieler mit Frankreich Rang vier erreicht. Mit 194 Zentimetern überragt Elyaz seinen berühmten Vater Zinedine um knapp zehn Zentimeter.
Schiri-Experte kritisiert Paraguay-Rüpel
Als Matías Galarza die WM-Bühne verließ, flossen sogar Tränen. Dabei hatte der Paraguayer im Achtelfinale gegen Frankreich (0:1) zuvor keineswegs einen sanften Eindruck hinterlassen - als auffälligster Provokateur sorgte er mit mehreren Unsportlichkeiten für Aufsehen. "Jeder hat das Spiel gespielt, das er spielen wollte", sagte der 24-Jährige lapidar über die ruppige Spielweise der Südamerikaner.
Galarza, der in Argentinien bei River Plate unter Vertrag steht, war vom überforderten Schiedsrichter Ilgis Tantaschew (Usbekistan) sowie den Video-Assistenten mehrmals verschont worden. Erst schlug er im Lauf gegen den Arm von Kylian Mbappé, auch gegen Jules Koundé holte Galarza kurz vor dem Ende zum Schlag aus, traf ihn aber nicht richtig. Dazu fiel er in einer Konfrontation mit Michael Olise theatralisch zu Boden und versuchte, vor Mbappés Elfmeter den Punkt zu ramponieren.
"Immer der Sportkamerad Galarza, der hätte für mich gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen", kritisierte der ehemalige Bundesliga-Referee Patrick Ittrich bei MagentaTV. Die Aktion gegen Mbappé sei ein "astreiner Schlag" gewesen: "Er hat nichts anderes vor, als den Spieler zu schlagen." Dem Schiedsrichter warf Ittrich Kontrollverlust vor.
Experte nimmt "schlechteste" Schiri-Leistung auseinander
Dortmund-Star könnte für WM-Knaller zurückkehren
Norwegen kann im Achtelfinale der Fußball-WM gegen Brasilien wohl wieder auf Außenverteidiger Julian Ryerson von Borussia Dortmund zurückgreifen. "Er hat die letzten zwei Tage wie die anderen trainiert", sagte Coach Stale Solbakken vor der Partie am Sonntag (22 Uhr/MagentaTV und bei ntv.de im Liveticker) in East Rutherford. Der 28-Jährige sei schmerzfrei. Er habe aber nicht so viel Kraft wie die Teamkollegen, schränkte Solbakken ein.
Die rechte Defensivseite der Norweger dürfte gegen den Rekordweltmeister besonders gefordert sein. Immerhin greift Brasiliens Superstar Vinícius Júnior bevorzugt über diesen Flügel an. Der Stürmer von Real Madrid mache bislang einen starken Eindruck bei diesem Turnier, sagte Solbakken.
Tunesiens Trainer haut nach 18 Tagen in den Sack
Nur 18 Tage im Amt: Nach Tunesiens Vorrunden-Aus bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist Trainer Hervé Renard von seinem Posten als Nationaltrainer zurückgetreten. "Meine Reise ist zu einem Ende gekommen", schrieb der 54-Jährige auf Instagram - nur zweieinhalb Wochen, nachdem der Franzose zum zweiten WM-Gruppenspiel den Posten bei den Nordafrikanern übernommen hatte. Renard war nach der klaren Auftaktniederlage Tunesiens auf den entlassenen Sabri Lamouchi gefolgt, konnte den Negativtrend allerdings nicht abwenden. Er verantwortete im Anschluss die Gruppenniederlagen zwei und drei.
Renard hatte angesichts der schwierigen Aufgabe mit Tunesien zu Beginn erklärt, "kein Zauberer zu sein" und damit letztlich recht behalten. Tunesien war mit null Punkten, nur zwei Toren und zwölf Gegentoren chancenlos in Gruppe F ausgeschieden. In seiner Abschiedsbotschaft wertete Renard die WM-Teilnahme als großen Erfolg und zeigte sich überzeugt, dass die Nationalmannschaft "glanzvolle Kapitel in ihrer Geschichte schreiben wird". Im April war Renard zuvor als Nationaltrainer Saudi-Arabiens entlassen worden.
Zwayer bei Achtelfinal-Kracher im Einsatz
Im WM-Achtelfinale kommt Bundesliga-Schiedsrichter Felix Zwayer wieder zum Einsatz. Für das Nachbarduell des Europameisters Spanien gegen Portugal mit Altstar Cristiano Ronaldo am Montag (21 Uhr/ZDF und MagentaTV sowie im ntv.de-Liveticker) in Dallas hat die FIFA den 45-Jährige als Vierten Offiziellen eingeteilt.
Zweimal stand Zwayer bisher als Chef auf dem Platz: beim 2:0 des Co-Gastgebers USA gegen Australien, als er in der Nachspielzeit an der Wade behandelt werden musste, und beim 3:1 der DR Kongo gegen Usbekistan jeweils in der Vorrunde. Geleitet wird das Achtelfinalspiel vom Engländer Anthony Taylor und dessen Landsleuten Gary Beswick und Adam Nunn als Assistenten.
Überraschung um Toptalent des FC Bayern
Mangels Aussicht auf regelmäßige Einsätze verließ Arijon Ibrahimovic den FC Bayern im vergangenen Sommer auf Leihbasis Richtung Heidenheim, wo der flexible Offensivspieler sein enormes Talent immer wieder andeutete. Nach der Rückkehr des 20-Jährigen an die Säbener Straße wurde allgemein erwartet, dass der deutsche Rekordmeister den gestiegenen Marktwert des Eigengewächses nutzen und einen Verkauf anstreben würde.
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Nach Informationen des Fachportals "Transfermarkt" steht Arijon Ibrahimovic aber unmittelbar vor der Verlängerung seines derzeit nur noch bis 2027 gültigen Arbeitspapiers um ein Jahr. Der deutsche U21-Nationalspieler habe sich trotz zahlreicher Anfragen entschieden, einen neuen Anlauf beim FC Bayern zu wagen, nachdem er "gute und vertrauensvolle Gespräche" mit Erfolgstrainer Vincent Kompany geführt hatte. Aus der Bundesliga sollen der VfB Stuttgart, Werder Bremen, der Hamburger SV, der SC Freiburg, die TSG Hoffenheim und der FC Augsburg bei Ibrahimovic angeklopft haben, dazu Premier-League-Teams wie Brighton & Hove Albion, Crystal Palace und der FC Fulham.
DFB-Neuaufbau - 96er Europameister bringt Oliver Kahn ins Spiel
Fußball-Europameister Thomas Strunz rät dem DFB nach dem desaströsen WM-Aus, Ex-Profis in prominente Rollen zu bringen. "Wir brauchen ehemalige Spieler, die erfahren haben und wissen, was Erfolg auf dem Platz bedeutet, die schon in Vereinen gearbeitet haben, Strukturen kennen und aufbauen können", schrieb Strunz im "Kicker". Der 58-Jährige nannte auch konkrete Namen. "Fredi Bobic wäre ein Mann mit Hintergrund, er hat aus der grauen Maus Eintracht Frankfurt einen erfolgreichen Club gemacht", schrieb Strunz. "Bobic ist für mich ein potenzieller DFB-Geschäftsführer. Vielleicht wäre auch Oliver Kahn interessiert."
Diese Klopp-Sprüche machen Fans heiß auf DFB-Engagement
Kahn war Kapitän in Nationalteam und beim FC Bayern. Als Vorstandschef scheiterte er beim deutschen Rekordmeister. Strunz sieht es als wichtig an, dass nicht nur der Bundestrainer ausgetauscht wird. "Ist es allein damit getan, dass er durch Jürgen Klopp oder einen anderen ersetzt wird? Nein. Die Strukturen und Menschen im Verband bleiben die gleichen. Da ändert sich nichts", schrieb er. "Eine Person allein kann den schwerfälligen Tanker DFB nicht in Bewegung setzen", so der frühere Bayern-Profi weiter. "Durch den deutschen Fußball und seinen Dachverband muss die große Welle spülen."
"Ich bewege mich viel in der Szene und unterhalte mich mit ehemaligen Mitspielern. Alle sagen, was der DFB macht, sei katastrophal, auch der Umgang mit früheren Nationalspielern. Es gebe keine Einbindung, nichts. Es ist ein Bürokratenstadel", führte Strunz aus. Der ehemalige Mittelfeldspieler nannte auch weitere Namen für Aufgaben, etwa den von Philipp Lahm.