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WM-Leader Marc Marquez vor Spielberg: "Ich muss anfangen, es zu genießen"

Sport

(Motorsport-Total.com) - Nach 14 von 22 Rennwochenenden beginnt der Kampf um den MotoGP-Weltmeistertitel 2026 quasi von vorn. Marc Marquez (Ducati) und Jorge Martin (Aprilia) haben jeweils 274 WM-Punkte auf dem Konto. Marquez führt die Wertung an, weil er schon fünf Grands Prix gewonnen hat und Martin nur einen.

Mit seiner Aufholjagd hat Marquez einmal mehr Geschichte geschrieben. Nach Mugello betrug sein Defizit 102 WM-Punkte. Noch nie hat ein Fahrer einen so großen Rückstand aufgeholt und die WM-Führung übernommen.

"Natürlich befinden wir uns in einer neuen, aber ähnlichen Situation", sagt Marquez vor dem Rennwochenende in Österreich. "Für mich ist es sehr ähnlich, ob ich die Meisterschaft anführe oder nur um wenige Punkte zurückliege."

"Der Ansatz bleibt derselbe. Natürlich versuchen wir, Rennen für Rennen unser Bestes zu geben. Und ja, im Moment sieht es so aus, als hätten wir mit Ducati und mit dem Team einen Schritt nach vorne gemacht."

"Wir verändern ein paar Dinge. Schritt für Schritt fühle ich mich immer besser. Mal sehen, ob wir dieses Wochenende die gleiche Performance beibehalten können." Zuletzt gewann Marquez in Aragon und in Misano die Sprints und die Grands Prix.

Auf die Frage, ob der Red-Bull-Ring in Spielberg eine Strecke sei, auf der er verteidigen müsse oder angreifen könne, antwortet Marquez knapp: "Genießen. Wir befinden uns in einem guten Moment."

"Es stimmt, dass jedes Rennen anders ist, aber gerade jetzt muss ich anfangen, es zu genießen. Das ist für mich das Wichtigste. Ich weiß, dass ich bei manchen Rennen leiden werde."

"Aber wie gesagt, Schritt für Schritt scheint es, dass ich mit der Zeit, mit den Rennen, einen Weg finde, meinen Fahrstil an das anzupassen, was das Motorrad braucht. Ich fühle mich schon ein bisschen besser."

Seit die MotoGP 2016 nach Spielberg zurückgekehrt ist, haben nur Ducati und KTM Rennen gewonnen. Mit zehn Siegen ist Ducati die erfolgreichste Marke auf dieser Strecke. Marquez hat allerdings nur einmal gewonnen: 2025 Sprint und Grand Prix.

"Natürlich ist das eine Strecke, auf der die Ducati normalerweise sehr, sehr gut funktioniert. Im vergangenen Jahr habe ich mich auf dieser Strecke sehr wohlgefühlt, aber letztes Jahr habe ich mich auf vielen Strecken wohlgefühlt."

"Also, mal sehen, ob wir dieses Wochenende schon ab dem ersten Freien Training gut starten. Wir versuchen, unser Tempo aufzubauen, und dann im Sprint und im Hauptrennen gut abzuschneiden."

Martin: "Hoffe, an Marc dranzubleiben"

Martin hat in Spielberg im Jahr 2021 als Rookie seinen ersten MotoGP-Sieg errungen. Damals fuhr der Spanier für Pramac-Ducati. Der Red-Bull-Ring zählt für den "Martinator" zu seinen besten Strecken.

Dreimal startete er von der Poleposition und eroberte neben seinem Sieg noch zwei weitere Podestplätze. Dazu kommen zwei weitere Podestplätze in Sprints. Aprilia hat in Spielberg allerdings noch nie gewonnen.

"Ja, sicherlich werde ich versuchen, mein Bestes zu geben", blickt Martin auf das anstehende Rennwochenende. "Es ist schön. Ich bin froh, dass wir in dieser Phase punktgleich sind."

"Für mich wirkt das verrückt, aber ehrlich gesagt, waren beim letzten Rennen allein diese elf Runden, in denen ich mit Marc zusammen war und ihn überholen konnte, so viel Spaß. Ich habe es wirklich genossen."

"Auch wenn ich am Ende Fünfter wurde, konnte ich dem Wochenende einige positive Dinge entnehmen. Ich hoffe also, dieses Gefühl wiederzufinden. Ich hoffe, diesen Speed wiederzufinden."

"Ich hoffe, dass meine Form gut genug ist, um, wie ich schon sagte, bis zum Ende an ihm dranzubleiben." Die große Frage ist, ob bei Martin in Spielberg erneut Armpump auftritt. Falls ja, könnte er nach dem Rennen eine Operation in Betracht ziehen.

Bezzecchi: WM-Rückstand "nicht verrückt groß"

Nach seinem Sturz beim Heimrennen in Misano am vergangenen Wochenende wuchs der WM-Rückstand von Marco Bezzecchi auf Marquez auf 33 Punkte an. Im Vorjahr holte er das beste Spielberg-Ergebnis für Aprilia.

Bezzecchi startete von der Poleposition und wurde Dritter. Nach dem Ausfall in Misano steht er unter Zugzwang, den Rückstand auf Marquez und Martin wieder zu verkürzen, wenn er im Titelrennen bleiben will.

"Also, es ist ein großer Abstand, aber auch nicht verrückt groß", findet Bezzecchi. "Mit dem Format, das wir jetzt haben, ist die Möglichkeit, Punkte zu gewinnen oder zu verlieren, etwas größer."

"Natürlich ist Marc ein zäher Rivale. Jorge auch. Am Ende ist es also nicht einfach, aber im Moment ist mein Ziel ehrlich gesagt, zu meiner Konstanz zurückzufinden. Vor der Verletzung hatte ich angefangen, etwas auf und ab zu schwanken."

"Davor war ich super konstant, und dann habe ich angefangen, ein paar Fehler zu viel zu machen. Dann kam die Verletzung, das Comeback lief gut, aber vergangenen Sonntag habe ich einen Fehler gemacht."

"Mein Ziel ist also, zu meiner Konstanz zurückzufinden. Sobald ich dieses Ziel erreicht habe, werde ich mein Bestes versuchen, um wettbewerbsfähig zu sein und bis zum Ende im Kampf mitzumischen."

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