DAX -0,94 % 26.091,33 Pkt 18:00:00 MDAX -1,65 % 31.822,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,37 % 6.444,46 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,15 % 53.539,33 Pkt 18:23:13 S&P 500 -0,13 % 7.735,21 Pkt 18:23:03 Nasdaq -0,77 % 26.439,77 Pkt 18:23:12 Nikkei -3,16 % 65.326,42 Pkt 08:45:03 Gold +4,37 % 4.556,60 USD 18:13:12 Silber +3,27 % 66,04 USD 18:13:10 Brent +1,52 % 92,40 USD 18:12:56 WTI +0,59 % 85,44 USD 18:13:10 Bitcoin +6,17 % 68.672,99 USD 18:23:11 EUR/USD +0,76 % 1,16710 USD 18:22:54 EUR/GBP +0,30 % 0,85740 GBP 18:23:13 EUR/CHF -0,69 % 0,93240 CHF 18:23:13 EUR/JPY +0,17 % 184,841 JPY 18:23:13

WM-Zeitspringen - Liveticker - erste Wertung Weltmeisterschaften

Sport

17:05 Uhr Das Zeitspringen ist vorbei, damit ist die erste Wertungsprüfung zur Weltmeisterschaft der Springreiter 2026 entschieden. Der Franzose Julien Epaillard hat einmal mehr den Erfolg seines Trainingskonzepts unter Beweis gestellt. Er geht als Führender in die nächste Wertungsprüfung, den Nationenpreis, der morgen um 9 Uhr beginnt. Der Abstand von 1,36 Sekunden ist beinahe eine Welt, eine Meisterleistung. Nach der Umrechnung liegt der Niederländer Harrie Smolders mit 0,68 Punkten mit Mr, Tac auf Rang zwei. 0,8 Strafpunkte Abstand sind es für den Briten Scott Brash, der mit Hello Mango längere Zeit geführt hatte. Sophie Hinners ist die beste der deutschen Equipe. 0,84 Strafpunkte trennen sie und Singclair von der Spitze. 0,86 sind es für Daniel Deußer und Otello de Guldenboom, die gemeinsam mit Steve Guerdat und Dynamix de Belheme Fünfte sind. Marcus Ehning und Coolio finden sich auf Platz 20. Ihr Abstand auf Julien Epaillard beträgt gerade einmal 1,78 Strafpunkte. Einen Zwischenfall gab es: Egano van’t Wingerdhof Z, ein 13-jähriger Rapphengst v, Elvis ter Putte, galoppierte auf einmal zwischen den Sprüngen 1o und 11 auf drei Beinen. In der Bahn wurde das Pferd abgesattelt und mit Planen vor Blicken abgeschirmt. Der Hengst wurde auf einen Anhänger verladen und in eine Klinik zur weiteren Untersuchung gebracht. Zum Zustand des Pferdes gibt es aktuell keine weiteren Erkenntnisse. 16:56 Uhr Gerade erst bemerkt: Eines der beständigsten Paare der belgischen Equipe, Nicola Philippaerts und Katanga vh Dingeshof, hat sich schon vor einiger Zeit in die Top Ten geritten: 72,61 Sekunden. 16:45 Uhr Daniel Deußer zieht nun, da das Springen sich dem Ende zuneigt, ein positives Fazit. Und gibt einen Ausblick auf das, was er in den nächsten Tagen erwartet: „Zügige Nullrunde, absolut das Ergebnis, das man sich erhofft hat. Natürlich ist heute nur 1,55 Meter ausgeschrieben und nicht 1,60 Meter oder die nächsten Tage ist sogar 1,65 Meter ausgeschrieben. Es ist eine andere Wertung, wir haben heute ein Zeitspringen. Von daher ist es auf jeden Fall noch ein Loch tiefer, als es morgen oder übermorgen wird auch. Die Linienführung und technisch wird es wohl anspruchsvoller morgen. Aber ich hoffe, dass uns das zugute kommt.“ 16:42 Uhr Rodrigo Pessoa (BRA) und Major Tom – schön anzusehende Runde im Regen.74,37 Sekunden – derzeit ein Platz hinter Marcus Ehning. 16:31 Uhr Titelverteidiger Henrik von Eckermann (SWE) reitet mit Minute Man flüssig, aber nicht „auf Teufel komm raus“. 75,52 Sekunden für einen gut anzusehenden Nullfehlerritt. 16:17 Uhr Der Saudi Abdullah Alsharbartly und Diriyah, ehemals bekannt als Dubai du Cedre und mit Julien Epaillard Vierte der Olympischen Spiele, waren sehr schnell unterwegs. Aber an 9a machte der D-Zug einen außerplanmäßige Halt. Stop an 9a. 16:08 Uhr Das Springen läuft noch, aber Bundestrainer Otto Becker hat schon mal ein fazit gezogen. „Alle vier haben sich vom Feinsten präsentiert. Aber es hat sich natürlich wieder einmal bestätigt, was man auch die letzten Jahre und wir im Vorfeld gesagt haben, dass alles sehr, sehr eng zusammen ist, sowohl im Einzel als auch bei den Teams.“ Von dem Fehler von United Touch S war auch der Bundestrainer überrascht. 15:58 Uhr Harrie Smolders Freude über seinen Ritt dürfte noch anhalten. Aber in Führung liegt er nicht mehr. Dafür hat der Franzose Julien Epaillard gesorgt. Mit Fringan de Vesquerie v. Mylord Carthago ließ er den Parcours irgendwie einfach erscheinen. Epaillard steuerte den Fuchswallach einfach von Hindernis zu Hindernis. Und das nicht nur fehlerfrei, sondern in unfassbaren 70,6 Sekunden! Neue Führung und ein Abstand von unglaublichen 1,36 Sekunden. Nur zur Einordnung – guckt man, wer 1,36 Sekunden hinter dem an zweiter Stelle liegenden Harrie Smolders zu finden ist, landet bei Platz 15! 15:55 Uhr Der Boden war von den ersten Startern noch gelobt worden, jetzt ist kommt das Wasser von oben. Mal sehen, wie der heilige Rasen das wegsteckt. 15:49 Uhr Noch so ein Name, der zu denen gehört, von denen es heißt, „ein Springen ist erst entschieden, wenn XY im Ziel ist“: Harrie Smolders. Der Niederländer und der kompakte Braune Mr. Tac v. Nonstop galoppieren ohne viel Aufhebens über den Kurs. Und: sie führen! 71,96 Sekunden! 15:45 Uhr Ein Blick zum Wetterfrosch: Der hat seinen Schirm rausgeholt. Es regnet, kalt ist es schon den ganzen Tag. 15:37 Uhr Richard Vogel und United Touch S (hier eine aktuelle Biografie) galoppieren mit großen Sätzen über den Parcours. Trotz der mächtigen Übersetzung des Hengstes stellt die erste Zweifache Kombination kein Problem dar. United Touch S kommt am Aussprung gut zurück. Die Wendung danach ganz eng. Dabei schafft es Vogel aber immer noch, die gewellte Planke an deren tiefsten Stelle zu überwinden. Es sieht super aus. Aber auf der Distanz zwischen den Sprüngen 10 und 11 muss Richie einmal deutlich mit der Hand einwirken. Allein, es reicht nicht, United Touch S kommt zu dicht an den rot-weißen Steilsprung. Abwurf! Insgesamt braucht er 73,36 Sekunden, das wäre ein Rang irgendwo um die Position 20. Aber vier Sekunden für den Abwurf lassen die beiden abrutschen: 77,46 Sekunden. Wer die Rechenformel einsetzt, stellt aber schnell fest. Trotz des Abwurfs sind die beiden, die die Nummer zwei der aktuellen Weltrangliste sind, weniger als einen Abwurf vom zu diesem Zeitpunkt führenden Scott Brash entfernt. Aber viele andere sind noch näher dran. 15:08 Uhr Zwischenfazit nach drei Teamreitern Wie schon geschrieben, meistens hat das Zeitspringen nicht zu viel Einfluss auf das Schlussergebnis. Dennoch, auch weil es sich so schön liest, ein kurzer Blick auf das Zwischenergebnis: Addiert sind es 219,36 Sekunden für Deutschland und 221,28 für Großbritannien. Das ist ein Fakt. Und das klingt doch irgendwie gut, wenn man als führendes Team in den Nationenpreis einreiten würde, oder? 14:56 Uhr Der Schwede Peder Fredricson und Alcapone des Carmille hechten sich mit Gewaltsätzen durch den Kurs. Dabei verliert der Braune ein Eisen. Am Ende kann der Diamant de Semilly-Sohn einfach nicht genug Weite in der letzten Zweifachen Kombination entwickeln, Stangen fliegen am Aussprung. Peder reitet zu der Stelle, an der das Eisen abgerissen wurde, steigt ab und verlässt das Stadion zu Fuß. Das Pferd in der einen, das Hufeisen in der anderen Hand. 14:15 Uhr Der Schweizer Jason Smith gilt als einer der Geheimfavoriten. Sein Schimmelhengst Picobello van’t Roosakker ist ein Pferd, das jeder haben möchte. Wer diesen Elfjährigen am Sprung erlebt, weiß, warum das so ist. Doch auch eine hochgewettete Kombination muss mal über eine Zweifache Kombination: Bei 3a krabbelte der Hengst zu dicht unte den Oxer. Picobello versuchte zu retten, was zu noch zu retten ist. Viel war das an diesem Oxer nicht. Er schraubte sich in die Luft, landete dann mit dem Hinterbein auf der hinteren Oxerstange. Die anderen Hindernisse waren dann wieder, nomen est omen, picobello, mit blitzschnellem Vorderbein, eine Augenweide, aber: 83,92 Sekunden für den Schweizer, der ursprünglich aus Schottland stammt. 13:44 Uhr Wären wir unfair, dann würden wir sagen, die englische Übersetzung von „Spielverderber“ ist Scott Brash. Weil wir aber fair sind, sagen wir: Hut ab, Team GB! Dass Scott die Schimmelstute Hello Mango, eine Tochter von Untouchable, als WM-Pferd ausgesucht hat, haben selbst in Großbritannien nicht alle verstanden. Von der Papierform her ist die hübsche Stute eher sein Drittpferd. Aber im Vereinigten Königreich weiß man, Brash weiß, was er macht. Den Beweis lieferte er mit einem superschnellen Ritt: 72,19 Sekunden und damit neun Hundertstelsekunden schneller als Sophie Hinners, die jetzt auf Platz zwei ist. 13:35 Uhr Daniel Deußer und Otello de Guldenboom – was für eine Hammerrunde! Frischer Galopp von Anfang an. Und an Sprung vier, den gewellten Planken nach der Kehrtwendung, war wohl allen klar, was Bundestrainer Otto Becker gemeint hat, als er von „Daniel kann, wenn’s nötig sein sollte, auch vielleicht noch mal ein bisschen schneller,“, sprach. Das war eher eine halbe Galopppirouette als eine profane Wendung. Das war Stechen am ersten Tag. Und souverän drückte Otello ab. Ist ja quasi Familientradition, an die es anzuknüpfen gilt. Otellos Vater Tobago Z war ja in Aachen auch schon mal nach super schnellem Stechen Zweiter im Großen Preis von Aachen. Am schwarz-weißen Oxer, 10, war der Hengst minimal an der Stange. Die Wendung nach 11 auf die letzte der drei Zweifachen Kombinationen im Kurs war dann präzise, eng und schnell. Die Uhr blieb bei 72,32 Sekunden stehen. Vier Hundertstelsekunden langsamer als Sophie Hinners und genauso fix wie Dynamix de Belheme und Steve Guerdat. 13.15 Uhr Kurze Mittagspause – Hinners führt weiterhin Ertstmal eine kleine Entschuldigung, das Internet macht hier gerade das, was die Konkurrenz macht, wenn beispielsweise Michi Jung um die Ecke kommt: Es geht in die Knie. Uploads dauern etwas. Das nur zur Erläuterung. Ein paar schnelle Top-Paare sind mittlerweile noch unterwegs gewesen. Aber alle waren langsamer als Sophie Hinners. Wäre man im Boulevardjournalismus unterwegs wäre wohl die alliterierende Headline angesagt: Alle hinter Hinners fällig. Aber wir bleiben mal bei den nüchternen Fakten: Drei schnelle Ritte gilt es noch nachzutragen: Der für Israel reitende Mark Bluman hielt sich nicht großartig mit Hilfengebung auf. Er ließ den Zangersheider Wallach Landon de Nyze mit langem Hals über die Hindernisse jumpen. Wer wenig stört, ist schneller. Das Konzept ging auf: Bluman ist in der Zwischenwertung nach 73 Ritten Dritter (72,5 Sekunden). Auch der Belgier Peter Devos steuerte seinen Casual DV Z unaufgeregt, aber schnell über den Kurs (72,76). Er nimmt in der „Halbzeit“ Rang sechs ein. 12:40 Uhr Das war richtig knapp: Steve Guerdat, Schweizer Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele hat mit seiner Europameisterin Dynamix de Belheme einen typischen Stevc-Ritt hingelegt. Vorwärts, wenig störende Hilfengebung. Es war ein Wimpernschlag, der ihn hinter Sophie Hinners landen ließ, 0,04 Sekunden – 72,32 Sekunden. Auch wenn erfahrungsgemäß die Ergebnisse des Zeitspringens in der Endabrechnung keine Riesenrolle spielen, war Guerdats Ritt dennoch wichtig für die Schweizer Equipe. Denn Auftaktreiter Martin Fuchs musste mit Connor Jei einen Fehler in der ersten zweifachen Kombination in Kauf nehmen. Da zog der Holsteiner überhaupt nicht. Auf der nächsten Linie musste Martin Fuchs die „Beine einmal richtig zu machen“, sprich er holte sich den Braunen wieder vor die treibenden Hilfe, um die Weite in den folgenden Distanzen zu bekommen. Es blieb bei diesem einen Abwurf (80,64). 12:15 Uhr Sophie Hinners und Iron Dames Singclair galoppierten als 37. Starterpaar in die Arena. Und sie hinterließen 36 betretene Gesichter. Denn dieses Runde war nicht schnell, sie war superschnell. Kraftvoll überm Sprung, in der Landung dann schon wieder geradeaus. 72,28 Sekunden – neue Bestzeit, Führung! 11:00 Uhr Marcus Ehning war als erster von 144 Starterinnen und Startern in die Soers eingeritten. Der Holsteiner Coolio sprang eine souveräne Runde. Der Routinier sagte, er sei so ziemlich alles wie geplant gelaufen. „Auf der letzten Linie kam ich ein bisschen nach außen. Da habe ich gedacht, die letzten werden zu lang. Im Nachhinein hätte ich locker noch einen (Galoppsprung) weniger machen können und wäre eine Sekunde schneller gewesen. Als Erster reiten zu müssen, war nicht gerade meine Wunschvorstellung. Es macht es sicherlich einfacher, wenn man mal zwanzig geguckt hat. Aber in erster Linie war ich erst mal mit ihm unglaublich gut zufrieden.“ Ungeliebte Startposition eins für Marcus Ehning Die Entscheidung, dass Ehning als erster ins Stadion sollte, hatte Bundestrainer Otto Becker gefällt. „Wir haben auch lange diskutiert, weil eigentlich Daniel erst anfangen sollte. Aber am Ende kann man hin und her diskutieren. Einer muss anfangen und in diesem Fall ist es auf mich gefallen“, sagt Ehning. Dass es so mühelos aussah, sei Coolio zu verdanken, sagt Ehning, der seine siebte Weltmeisterschaft reitet. „Er hat mir einfach ein unglaublich gutes Gefühl auch gestern schon gegeben. Er ist unglaublich bei mir. Ich glaube, dass wir zu einer Einheit geworden sind. Und das freut mich natürlich extrem. Wie gesagt, die letzte Linie hätte ich noch einen Galoppsprung auslassen können, aber der Rest war einfach“ „Sofort auf Temperatur“ Zu schwierig sei der Parcours nicht. „Gut, es ist ein 1,55-Parcours, was glaube ich auch richtig ist, weil hier sind 144 Starter. Man wird jetzt sehen im Laufe des Tages, wie sich der Boden verändert. Bis jetzt fühlt er sich mega gut an“. Ehning persönliches Fazit: „Es war eine gute, solide Runde, aber es war jetzt nicht das letzte Endgeschwindigkeit. Es war ein perfekter Start, hoffe ich.“ So entspannt Coolio beim Einreiten wirkte, im entscheidenden Moment, war er voll da. „Ich weiß ganz genau, wenn er in den Parcours kommt und ich die Zügel kurz nehme – man hat auch gesehen, dann bin ich zur Mauer hin. Dann hat er einmal ein bisschen geguckt, einmal so einen kleinen Bocksprung gemacht: Dann weiß ich, er ist sofort auf Temperatur. Dafür kennen wir uns mittlerweile gut genug.“ Bundestrainer Otto Becker: „Marcus hat einen Plan“ Bundestrainer Otto Becker war erstmal froh, dass nicht er es war, der die ungeliebte Startposition eins gezogen hatte, „es wurde gelost.“ Mit dem Auftakt war er mehr als zufrieden: „Marcus hat das wirklich einzigartig gelöst, war ’ne blitzsaubere Runde. Man hat all seine Erfahrungen gemerkt heute Morgen. Also ich glaub er hätte auch in der Stilspringprüfung ne 9,0 gekriegt. Dass Ehning als erster reiten musste, begründet er so: „Ich glaub Daniel ist ’n bisschen noch flexibler. Markus hat macht seinen Plan und und reitet den auch und Daniel kann, wenn’s nötig sein sollte, auch vielleicht noch mal ein bisschen schneller: Das hat am Ende den Aufschlag gegeben, dass wir mit Marcus angefangen haben: Also das scheint ja die richtige Entscheidung, zumindest Stand jetzt, gewesen zu sein.“ Ben Maher vorerst an der Spitze In der Führung lag nach den ersten 37 Ritten der Brite Ben Maher mit Point Break. Die Runde sah mühelos aus. Der Olympiasieger von 2021 immer im Vorwärts. Kaum, dass Maher den Sohn des unlängst verstorbenen Action Breaker einmal aufnehmen musste – 72,61 Sekunden markierten die Bestmarke. Auch richtig schnell unterwegs: Die US-Amerikanerin Laura Kraut und der erfahrene Baloutinue (72,72 Sekunden). Der Ägypter Ayelo Nassar ritt mit ESI Ali nahezu immer die Ideallinie, enge Wendungen, immer im Fluss, das Pferd im Gleichgewicht – so geht effizientes Reiten (73,41). Hinter Marcus Ehning (74,16) rangierte sich zunächst die Französin Nina Mallevaey, die derzeit beste Frau in der Weltrangliste, ein (74,46). Der Parcours im Zeitspringen Im Zeitspringen, der ersten Wertung für die Weltmeisterschaft im Springreiten, stehen 13 Hindernisse mit 16 Sprüngen. Parcourschef Frank Rothenberger hat auf eine Dreifache Kombination verzichtet. Dafür stehen gleich drei Zweifache Kombinationen auf dem Platz. Ein Steilsprung (1) von der linken Hand, diagonal gegenüber dem Einritt stehend, macht den Auftakt. Dann geht es lins herum über einen luftigen gelben Oxer (2) und nach einer Rechtswendung, ca. acht Galoppsprünge, folgt dann die erste Zweifache: Ein Oxer (3a) mit insgesamt drei (!) Stangen in den NRW-Farben und weißen Blumenkästen und ein Steilsprung mit zwei Stangen (3b). Dahinter gibt es die erste Chance, Zeit zu sparen: Es geht rechtsherum in eine Spitzkehre. Dort steht ein Steilsprung mit drei gewellten schmalen Planken (4). Hinterher kommt dann eine gerade Linie über den gesamten Platz, in etwa parallel zum Dressurviereck, das immer noch in der Mitte steht, aber mit vielen Blumen und den Emblemen der sechs Disziplinen geschmückt ist. Auf einen Oxer mit hellen Stangen und den FEI-Piktogrammen als Ständer (5) folgt nach fünf Galoppsprüngen ein schokoladenbrauner Oxer (6) mit goldenen Streifen. Neun Galoppsprünge später wartet eine Mauer. Klassizistische Säulen, mintfabenes (Kupfer-)Dach – sieht ein bisschen aus wie das Brandenburger Tor. Nur die Mitte ist als Sprung ausgeflaggt (7). Hier war der Boden schon zu Beginn etwas rutschig. Darf es noch eine Zweifache mehr sein? Nach einer Rechtswendung steht ein mächtiger Oxer (8) nach ca. Galoppsprüngen. Weitere sieben Galoppsprüngen später wartet die zweite Zweifache Kombination: Zwei Liverpools. Am Einsprung, 9a, liegt der Graben vor dem Steilsprung, beim Aussprung (9b) hinter den weißen Birkenstangen. Weiter geht es mit einem Rechtsbogen über einen schwarz-weißen Oxer (10), links landen, fünf Galoppsprünge steht ein rot-weißer Steilsprung (11). Hinter dem kann noch einmal Zeit gut gemacht werden, je nachdem, wie eng die Wendung auf die nächste Zweifache Kombination, ganz in blau gehalten, genommen wird. Es sind zwei Oxer (12a/12b). Dann gilt es flüssig weiterzureiten, denn der letzte Sprung, ein mächtiger Oxer in rot-schwarz, kommt nach schwungvollen acht Galoppsprüngen. In diesem Zeitspringen werden Springfehler mit vier Strafsekunden bestraft. Am Ende wird die zeitliche Sekunden-Differenz zum Siegerritt durch zwei geteilt und in eine Dezimalzahl umgerechnet. Der Sieger im Zeitspringen geht dann in die nächste Prüfung mit der Idealwertung 0,0. Wäre der Zweitschnellste beispielsweise 0,2 Sekunden langsamer als der Sieger des Springens, würde er mit 0,1 Strafpunkten in die erste Runde des Nationenpreises am morgigen Donnerstag einreiten.

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