Mond geht unter, MoFi läuft weiter
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Der Mond ist untergegangen, doch die partielle Mondfinsternis läuft weiter
Von: Tanja Banner
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Am frühen Freitagmorgen erlebt Deutschland eine Mondfinsternis. Wer den Wecker früh stellt, hat eine Chance, das Himmelsspektakel zu sehen. Der Live-Ticker.
Update vom 28. August, 7.35 Uhr: Die nächste Mondfinsternis, die man von Deutschland aus gut sehen kann, findet am 31. Dezember 2028 statt. Das ist dann sogar eine totale Mondfinsternis mit Blutmond – zuvor finden nur noch Halbschattenfinsternisse statt oder Finsternisse mit sehr geringer Bedeckung.
Update vom 28. August, 7.23 Uhr: Mit der heutigen Mondfinsternis endet die aktuelle Finsternis-Saison, zu der auch die Sonnenfinsternis vor zwei Wochen gehört. Die nächste Finsternis, die zu sehen sein wird, ist eine ringförmige Sonnenfinsternis im Februar 2027 – von Deutschland aus ist sie allerdings nicht zu sehen.
Update vom 28. August, 6.50 Uhr: Es ist vollkommen egal, wo in Deutschland Sie sich gerade befinden: Der Mond ist dort jetzt untergegangen und die Sonne geht auf. Hinter dem Horizont tut sich jedoch noch einiges – unsichtbar für alle, die sich nicht deutlich weiter westlich befinden. Der Kernschatten der Erde zieht sich langsam wieder von der Mondscheibe zurück – aber noch ist die Mondfinsternis in vollem Gang.
Update vom 28. August, 6.30 Uhr: In Frankfurt am Main und Umgebung geht in den kommenden Minuten die Sonne auf, bald danach geht der Mond unter. Doch die Mondfinsternis ist damit noch nicht beendet – es dauert bis 7.51 Uhr, bis der Kernschatten der Erde sich vom Mond komplett zurückgezogen hat. Die weiteren Phasen der Mondfinsternis können Sie im Livestream verfolgen.
Verfinsterter Mond leuchtet jetzt leicht rötlich
Update vom 28. August, 6.17 Uhr: Im Livestream kann man jetzt gut erkennen, dass der Mond leicht rötlich leuchtet. Wäre er komplett verfinstert, würde man einen deutlich roten „Blutmond“ am Himmel sehen.
Update vom 28. August, 6.16 Uhr: Das war das Maximum – jetzt wird der Kernschatten der Erde sich langsam wieder vom Mond zurückziehen. Gleichzeitig wird sich der Mond jetzt mehr oder weniger schnell vom Himmel zurückziehen – das genaue Timing hängt von Ihrem Beobachtungsort ab. Während der Mond im Osten Deutschlands gerade untergegangen ist, kann es ganz im Westen noch eine halbe Stunde oder etwas länger dauern.
Update vom 28. August, 6.10 Uhr: Jeden Moment ist es so weit, dann hat die partielle Mondfinsternis ihr Maximum erreicht. Der Monddurchmesser ist dann zu 93 Prozent verfinstert und nur ein schmaler Streifen des Mondes ist noch zu sehen.
Update vom 28. August, 6.04 Uhr: Falls Sie eine der wenigen Wolkenlücken in Deutschland gefunden haben, um die Mondfinsternis zu verfolgen: Herzlichen Glückwunsch! Es soll einige im Süden des Landes und in Mitteldeutschland geben, der größte Teil Deutschlands befindet sich jedoch leider unter einer dicken Wolkendecke – genau, wie es der Deutsche Wetterdienst vorhergesagt hatte.
Wo Sie den verfinsterten Mond gerade am Himmel finden
Update vom 28. August, 5.49 Uhr: Falls Sie gerade den Mond am Himmel suchen, um die Mondfinsternis zu verfolgen: Sie finden ihn sehr tief am Horizont im Westsüdwesten, da er schon sehr bald untergehen wird.
Update vom 28. August, 5.35 Uhr: Wenn Sie gerade draußen stehen, um die Mondfinsternis zu verfolgen, werden Sie merken, dass der Himmel langsam heller wird – in etwa einer Stunde geht die Sonne auf. Deshalb wird man in Deutschland auch nicht beobachten können, dass der Mond sich während der maximalen Verfinsterung rötlich einfärbt. Diesen Effekt sollte man jedoch im Livestream sehen können, wenn dort der Mond am dunklen Nachthimmel steht.
Update vom 28. August, 5.30 Uhr: Mittlerweile hat der Kernschatten der Erde schon den halben Mond „verschluckt“.
Update vom 28. August, 5.03 Uhr: Sollten Sie das Glück haben, einen klaren Himmel über Ihrem Kopf zu sehen, schauen Sie sich die Mondfinsternis live am Himmel an – es lohnt sich! Dazu brauchen Sie allerdings einen Beobachtungsplatz mit freiem Blick nach Westsüdwest, denn der Mond steht bereits sehr tief und wird bald nach der maximalen Verfinsterung um 6.12 Uhr untergehen. Der genaue Zeitpunkt dafür ist je nach Standort unterschiedlich – im Osten früher, im Westen später. In Frankfurt geht der Mond gegen 6.41 Uhr unter – kurz nach Sonnenaufgang.
Der „Zeitplan“ der partiellen Mondfinsternis heute
Update vom 28. August, 4.40 Uhr: Wann kann man heute eigentlich welche Phase der Mondfinsternis sehen? Ein Blick auf den Zeitplan der MoFi:
Update vom 28. August, 4.30 Uhr: Zugegeben, hier wo ich sitze, kann man den Mond vor lauter Wolken nicht sehen. Das heißt aber nicht, dass man die Mondfinsternis nicht trotzdem verfolgen kann – in einem von mehreren Mondfinsternis-Livestreams geht das. Darin sieht man auch, dass der Kernschatten der Erde langsam an der Mondscheibe ankommt.
Update vom 28. August, 4.12 Uhr: Wenn Sie einen freien Blick zum Himmel haben und ganz genau hinschauen, dann können Sie es vielleicht erahnen: Der Halbschatten der Erde legt sich bereits seit etwa einer Dreiviertelstunde über den Mond. Das ist allerdings schwer zu sehen – es sieht aus wie ein leichter grauer Schatten. Aber haben Sie Geduld – in etwa 20 Minuten geht es „richtig“ los.
Vollmond wird in Erdschatten eintauchen
Erstmeldung vom 27. August, 22.51 Uhr: Am frühen Morgen des 28. August 2026 ist es so weit: Dann wird der Vollmond in den Schatten der Erde eintauchen – eine partielle Mondfinsternis ist am Himmel zu beobachten. Dafür benötigt man – ganz im Gegensatz zur Sonnenfinsternis vor gut zwei Wochen – keinen speziellen Augenschutz. Eine andere Parallele gibt es dagegen: Um die Mondfinsternis gut sehen zu können, sollte man sich bereits im Vorfeld einen Beobachtungsplatz mit freiem Blick nach Westsüdwest suchen.
Dann heißt es: Wettervorhersage für Freitagmorgen überprüfen und den Wecker früh stellen. Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde empfiehlt gegenüber der Frankfurter Rundschau, die Mondfinsternis ab 4.30 Uhr zu beobachten. Denn um 4.33 Uhr geht es los, dann „knabbert“ der Erdschatten den Mond an. Den gesamten Mondfinsternis-Zeitplan finden Sie hier. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass in Deutschland nicht die gesamte Mondfinsternis zu sehen ist: Bereits kurz nach der maximalen Verfinsterung von etwa 93 Prozent geht der Mond im Westsüdwesten unter.
Partielle Mondfinsternis im Liveticker: Je weiter westlich, desto besser sieht man den Mond
Je weiter westlich, desto länger sieht man den Mond
Wer weit im Westen Deutschlands wohnt, hat dabei Glück: Hier geht der Mond erst bis zu 40 Minuten nach der maximalen Verfinsterung unter. Ganz im Osten Deutschlands geht der Vollmond dagegen genau zum Zeitpunkt der maximalen Verfinsterung um 6.12 Uhr unter. Noch weiter im Westen – beispielsweise auf dem amerikanischen Kontinent – kann man die gesamte Mondfinsternis verfolgen, da der Mond dort mitten in der Nacht am Himmel steht. Mondfinsternis-Livestreams zeigen das Spektakel komplett.
Sie sind auch eine gute Anlaufstelle, wenn es hierzulande zu wolkig ist, um die Mondfinsternis selbst am Himmel zu beobachten. Einen positiven Nebeneffekt haben sie auch noch: Man kann das Himmelsspektakel am frühen Morgen gemütlich aus dem Bett oder vom Frühstückstisch aus bewundern – und muss nicht morgens um halb fünf im freien Feld stehen und Richtung Horizont schauen. Dabei kann man bei der Mondfinsternis am 28. August tolle Aufnahmen machen, wenn man irdische Elemente ins Motiv integriert, empfiehlt Pilz.
Nächste Mondfinsternis in Deutschland lässt auf sich warten
Wer die Mondfinsternis am 28. August verpasst, hat so bald keine neue Chance: Die Mondfinsternisse im Jahr 2027 sind unspektakulär – erst am Silvesterabend 2028 gibt es in Deutschland wieder eine Mondfinsternis mit einer nennenswerten Verfinsterung. Genauer: Dann wird wieder ein roter Blutmond am Himmel über Deutschland stehen, denn es handelt sich im Dezember 2028 um eine totale Mondfinsternis. (Quellen: Eigene Recherche, timeanddate.de) (tab)