DAX +0,98 % 26.396,95 Pkt 14:02:41 MDAX -0,02 % 32.423,28 Pkt 14:02:41 Euro Stoxx 50 +0,51 % 6.556,91 Pkt 14:02:30 Dow Jones -0,57 % 54.036,93 Pkt 22:50:36 S&P 500 +0,44 % 7.757,64 Pkt 22:50:24 Nasdaq +1,24 % 26.690,62 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold -0,13 % 4.394,10 USD 14:07:36 Silber +1,24 % 64,29 USD 14:07:39 Brent +1,68 % 84,95 USD 14:07:22 WTI +1,65 % 79,47 USD 14:07:38 Bitcoin +0,31 % 65.042,81 USD 14:17:35 EUR/USD +0,25 % 1,15540 USD 14:17:24 EUR/GBP -0,09 % 0,85570 GBP 14:17:40 EUR/CHF -0,23 % 0,93400 CHF 14:17:41 EUR/JPY +0,42 % 183,308 JPY 14:17:41

Woche nicht mehr leisten“ – Stihl fordert längere Arbeitszeit ohne mehr Lohn

Wirtschaft

Der Unternehmer Nikolas Stihl mahnt rasche Gespräche der Tarifparteien über die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich in der Metall- und Elektroindustrie in Deutschland an. Der Aufsichtsratschef des Forst- und Gartengeräteherstellers Stihl sagte in Waiblingen der Nachrichtenagentur dpa: „In den guten Zeiten konnte sich Deutschland die 35-Stunden-Woche leisten. Aktuell können wir das nicht mehr. Und die Sozialpartner sollten sich hier ihrer Verantwortung bewusst werden und über das Thema sprechen.“ Er schaue dabei insbesondere auf die IG Metall, weil sie die Zugeständnisse letztendlich machen müsse. „Aber wenn man nun schon in Richtung 500.000 verlorener Industriearbeitsplätze unterwegs ist, dann sollte man nun wirklich alles tun, um die Blutung zu stoppen.“ Stihl sagte weiter, eine Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich würde die Arbeitskosten relativ schnell senken. Mitten in der Wirtschaftskrise hatte die Mercedes-Führung eine alte Grundsatzdebatte neu entfacht. Chefaufseher Martin Brudermüller regte in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche an – für dasselbe Gehalt. In der deutschen Autoindustrie ist bei den tarifgebundenen Unternehmen die 35-Stunden-Woche Standard – auch bei Mercedes-Benz. Gesetzlich verpflichtend ist sie nicht. Die IG Metall hatte gegen den Vorstoß des Vorstands bei Mercedes-Benz bundesweit zu Protesten bei dem Autobauer aufgerufen. Die Tarifgespräche in der Metall- und Elektroindustrie starten im Herbst. Im Hinblick auf die anstehenden Auseinandersetzungen sagte Stihl: „Die 35-Stunden-Woche wurde mit heftigen Geburtsschmerzen einmal vereinbart. Und wenn man das Ganze zurückdrehen will, wird der Verlustschmerz sehr groß.“ Das sei klar. „Deswegen glaube ich auch nicht, dass man hier eine einfache Tarifrunde sehen wird.“ Stihl sieht mögliche Ansprechpartner bei der IG Metall: „Je näher die Vertreter der IG Metall tatsächlich an der arbeitenden Bevölkerung sind, desto eher verstehen sie die Dinge.“ Er habe Bedenken gegenüber der Zentrale in Frankfurt. „Dort scheinen die Positionen sehr eingefahren und stark von ideologischen Überzeugungen geprägt zu sein.“

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