Wohnmobil-Markt bricht ein: Preise fallen - Insolvenzen drohen
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Der jahrelange Camping-Boom ist vorbei: Der Markt für Reisemobile und Wohnwagen bricht drastisch ein. Händler haben ihre Höfe voll mit teuren, unverkauften Fahrzeugen – und zahlen dafür Zinsen. Die Folgen sind bereits sichtbar.
Das Überangebot frisst das Geld der Händler auf. Branchenkenner erwarten deshalb eine wachsende Pleitewelle. Grund: Die Hersteller produzierten mehr, als der Markt nachfragte. Laut Branchenverband CIVD lassen sich Fahrzeuge, die länger als zwei Jahre unverkauft stehen, nur noch mit drastischen Preisnachlässen absetzen. Dazu kommen kostspielige Nachbesserungen nach der langen Standzeit.
Drastischer Einbruch im Spätsommer
Besonders im dritten Quartal 2026 rutschten die Verkäufe ab. Die Neuzulassungen bei Reisemobilen brachen um 22,2 Prozent auf 14.037 Stück ein. Der Markt für Wohnwagen verfehlte das Vorjahresergebnis im dritten Quartal um 11,1 Prozent mit nur 4.240 Neuzulassungen. Schon über die Sommermonate sanken die Zahlen stetig, ehe sich die Talfahrt im September nochmals verschärfte.
Von Januar bis einschließlich September 2026 erfasste der Verband insgesamt 57.890 Neuanmeldungen bei Reisemobilen – ein Minus von 7,2 Prozent. Bei Wohnwagen gab es mit 15.396 Zulassungen einen Rückgang um 4,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.
Laut CIVD hält die rückläufige Entwicklung bereits seit Sommer 2025 an.
Krise – oder gesunde Bereinigung?
Die Branche selbst spricht lieber von einer „gesunden Bereinigung" nach Jahren des Booms. Ganz falsch liegt sie damit nicht: Corona hatte die Nachfrage künstlich aufgebläht – wer damals kaufte, kauft jetzt eben nicht mehr. Das eigentliche Problem: Die Hersteller produzierten munter weiter, als die Nachfrage längst wieder sank. Das rächt sich jetzt.
Für Käufer: Jetzt ist die beste Zeit seit Jahren