DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

Wohnungsbau in Deutschland fällt auf 15-Jahrestief

Nation

Der Wohnungsbau in Deutschland kommt nach Einschätzung des ifo Instituts nur langsam aus der Krise. Nach einer neuen Prognose werden im Jahr 2026 voraussichtlich nur noch 185.000 Wohnungen fertiggestellt. Das wären rund 22.000 weniger als 2025 und deutlich weniger als noch vor wenigen Jahren. Bereits 2025 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts nur rund 207.000 Wohnungen fertig geworden - der niedrigste Wert seit 2012. Trotz des anhaltenden Wohnungsmangels zeichnet sich damit zunächst keine Trendwende ab. Krieg und Baukosten belasten Branche Ifo-Branchenexperte Ludwig Dorffmeister sieht mehrere Gründe für die schwache Entwicklung. Zwar hätten sich die Aussichten für den Wohnungsbau bis Anfang des Jahres etwas verbessert. "Der Iran-Krieg und die anziehende Bauinflation dürften den Projektentwicklern und Häuslebauern das Leben aber wieder erschweren", so Dorffmeister. Erst ab 2027 rechnen die Experten wieder mit einem leichten Anstieg der Fertigstellungen auf 195.000 Wohnungen. Für 2028 erwartet das ifo Institut rund 210.000 neue Wohnungen. Damit würde das Niveau von 2025 zwar wieder leicht übertroffen, es läge aber weiterhin deutlich unter dem Stand von 2024. Lange Planungszeiten bremsen Erholung Nach Einschätzung des ifo Instituts verläuft die Erholung auch deshalb so langsam, weil zwischen Baugenehmigung und Fertigstellung inzwischen deutlich mehr Zeit vergeht. "Zu den Gründen für die sehr langsame Erholung zählt auch die lange Zeitspanne zwischen Genehmigung und Fertigstellung, die sich seit Beginn dieses Jahrzehnts um etwa ein halbes Jahr auf 27 Monate vergrößert hat", sagte Dorffmeister. Experten gehen davon aus, dass in Deutschland rund 1,4 Millionen Wohnungen fehlen. Besonders angespannt ist die Lage in vielen Großstädten. Die Bundesregierung will den Wohnungsbau unter anderem mit dem sogenannten Bauturbo beschleunigen. Kommunen sollen dadurch schneller nachverdichten sowie Gebäude einfacher aufstocken, erweitern oder umnutzen können. Zudem sind zusätzliche Mittel für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen. Baustandards sollen vereinfacht werden. Europa entwickelt sich unterschiedlich Für Europa insgesamt erwarten die Bauexperten dagegen eine moderate Erholung. Nach der Prognose der Forschergruppe Euroconstruct steigt die Zahl der fertiggestellten Wohnungen bis 2028 auf rund 1,57 Millionen Einheiten. "In Ländern wie Spanien, Frankreich und Großbritannien dürften in den kommenden Jahren deutlich mehr Wohnungen fertig werden, während es für Deutschland und Italien allenfalls leicht nach oben geht", sagte Dorffmeister. Auch die europäische Bauwirtschaft insgesamt dürfte laut Euroconstruct zwischen 2026 und 2028 jährlich um rund zwei Prozent wachsen. Vor allem der Wohnungsbau soll nach mehreren Jahren des Rückgangs wieder zum Wachstum beitragen.

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