Wohnungsleerstand in Japan: Und plötzlich steht jede siebte Immobilie leer
Welt
Harumichi Maruya hat sein Auto am Wegesrand geparkt. Er lässt die Tür ins Schloss fallen und nimmt einen langen, tiefen Atemzug. »Die Luft ist hier doch viel frischer als in Tokio!«, sagt er mit weicher Stimme. Dann greift er in seinen Rucksack und nimmt einen bunten Flyer heraus, auf dem »Wir regeln alles!« geschrieben steht und kleine Häuser im Comicstil abgebildet sind. »Hiermit wollen wir Okutama wiederbeleben!«, sagt Maruya und wirft ihn in den Briefkasten eines verlassenen Hauses, das so aussieht, als wäre es schon sehr lange unbewohnt. Von der Tür blättert Farbe ab, die Hecke ist verwildert. In den von Spinnweben benetzten Fenstern brennt kein Licht.