DAX -0,56 % 25.983,04 Pkt 18:00:00 MDAX -0,39 % 31.715,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,35 % 6.422,06 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,08 % 52.769,52 Pkt 21:58:16 S&P 500 -0,66 % 7.641,07 Pkt 21:58:13 Nasdaq -0,88 % 26.059,49 Pkt 21:58:16 Nikkei +1,36 % 66.216,79 Pkt 08:45:03 Gold +2,06 % 4.582,10 USD 21:48:04 Silber +3,71 % 68,18 USD 21:47:50 Brent +2,11 % 93,55 USD 21:48:05 WTI +0,93 % 86,63 USD 21:48:11 Bitcoin +4,86 % 72.629,61 USD 21:58:08 EUR/USD +0,88 % 1,16810 USD 21:57:53 EUR/GBP +0,19 % 0,85680 GBP 21:58:17 EUR/CHF -0,57 % 0,93480 CHF 21:58:16 EUR/JPY +0,61 % 185,818 JPY 21:58:17

Wolf droht Abschuss: Besucher sollen Gebiet meiden

Nation

Der Hornisgrinde-Wolf im Nordschwarzwald ist zum wiederholten Male angezählt. Anfang des Jahres hatte die Abschussgenehmigung für einen Sturm der Entrüstung und einen juristischen Streit gesorgt. Der Wolf blieb zunächst am Leben, sorgt aber weiter im Nationalpark Schwarzwald für Probleme. Die Behörden geben dem Tier noch eine letzte Chance. Dann droht der Abschuss. Die Ranger im Nationalpark appellieren an die Bevölkerung, sich an die Regeln zu halten. Nationalparkranger: "Meiden Sie das Wolfsgebiet" Im Stadtkreis Baden-Baden und im Landkreis Rastatt sind einzelne Sichtungen des Hornisgrinde-Wolfs gemeldet worden, sagt Urs Reif, Abteilungsleiter Flächenmanagement des Nationalparks Schwarzwald. An dem auffälligen Verhalten des Tiers habe sich auch nach der Paarungszeit nichts verändert. Hornisgrinde Nationalpark Schwarzwald plant Vergrämungsversuche Wolf auf der Hornisgrinde wieder in der Nähe von Spaziergängern Der Hornisgrinde-Wolf ist auch nach der Paarungszeit von Besuchern gesichtet worden. Der Nationalpark Schwarzwald plant nun Vergrämungsversuche. Die Ministerin droht mit Abschuss. Der Hornisgrinde-Wolf hat keine Scheu vor Menschen. Solange sich Besucher des Gebiets nicht an die Regeln halten, wird sich daran auch nichts ändern, betont der Nationalparkranger. Warnschilder an Knotenpunkten weisen auf die Verhaltensregeln seit Anfang des Jahres hin. Bußgelder von bis zu 1.500 Euro können bei Fehlverhalten ausgesprochen werden. Wenn gezieltes Anlocken des Wolfs im Raum steht, könnte das sogar als Umweltstraftat gewertet werden. Hornisgrinde-Wolf: Letzte Vergrämungsversuche im Herbst geplant Der Nationalpark Schwarzwald hatte angekündigt, dass man einen letzten Versuch starten wolle, den Wolf umzutrainieren und von Menschen abzuschrecken. Diese Maßnahmen sollen im Herbst starten. Zuständig dafür ist die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA). Welche Maßnahmen zum Einsatz kommen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Verschiedene Wolfsunterstützer haben inzwischen weitere Proteste gegen einen erneut drohenden Abschussbeschluss angekündigt. Auch wenn die Ranger des Nationalparks erstmal nichts direkt mit den Maßnahmen zu tun haben, sind sie, laut Urs Reif, doch die Ansprechpartner vor Ort für die Menschen. Deswegen sei der offene und konstruktive Austausch auch wichtig. Trotzdem müssten sich seiner Meinung nach die zahlreichen Wolfsunterstützer untereinander besser vernetzen. Man könne nicht mit allen einzeln sprechen. Mit Teilen der damals klagenden Naturschutzinitiative stehe man im engen Austausch, so Reif weiter. BW-Agrarministerin droht mit Abschuss Wenn der Hornisgrinde-Wolf sich weiter Menschen nähert, werde das Tier abgeschossen, so Agrarministerin Marion Gentges (CDU) vergangene Woche. Sollten die Vergrämungsversuche fehlschlagen, dann stehe am Ende der Abschuss. Es gebe keinen exakten Plan, was in so und so vielen Tagen passiere, so die Ministerin weiter. Wie lange diese Maßnahmen durchgeführt werden sollen und wann es zu der potenziellen Entscheidung eines Abschusses kommt, ließ Gentges offen. Der Hornisgrinde-Wolf kommt Spaziergängern und insbesondere Hundehaltern seit mehr als drei Jahren zum Teil zu nahe und folgt ihnen oft im Abstand von unter 30 Metern. Mehrere Versuche, dem Wolf die Scheu vor dem Menschen wieder anzutrainieren, schlugen in der Vergangenheit fehl. Das baden-württembergische Umweltministerium hatte Anfang des Jahres eine Abschussgenehmigung erteilt. Diese ist seit Mitte März, mit dem Ende der Paarungszeit, ausgesetzt.

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