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Wolfsburger Fußballerinnen nach Kantersieg mit einem Bein im Achtelfinale

Sport

Im Rückspiel am kommenden Mittwoch (18.30 Uhr) im Stadion Graz-Liebenau müssten schon sehr viele Dinge gegen das Team von Coach Stephan Lerch laufen, sollte der Einzug in die Runde der letzten 16 noch verpasst werden. Zu überlegen agierten die "Wölfinnen" über weite Phasen der Begegnung vor eigener Kulisse das Geschehen. Zu überfordert war der aktuelle Tabellenführer der österreichischen Bundesliga insbesondere in der ersten Hälfte.

Ella Peddemors (10.), Lara Prasnikar (13.), Smilla Vallotto (30.), Svenja Huth (37.), Katharina Piljic (83.) und Lena Lattwein (86.) waren für Wolfsburg erfolgreich, Brigitta Pulins traf für die Gäste (53.).

"Wir hatten von Anfang an viel Kontrolle über das Spiel, viel Dominanz und konnten uns über das gesamte Spiel über auch immer wieder gute Torchancen erarbeiten", lobte Lerch sein Team im NDR Interview. "Das ist jetzt eine gute Ausgangslage", befand der Coach.

VfL gegen überforderte Grazerinnen drückend überlegen

Die 1.307 Zuschauer im Stadion im Allerpark sahen von Beginn an Einbahnstraßen-Fußball in Richtung des Grazer Gehäuses. Der VfL hatte im ersten Abschnitt gefühlt 95 Prozent Ballbesitz und hätte zur Pause bei konsequenterer Chancenverwertung höher als mit 4:0 führen können. Vielleicht sogar müssen.

Denn die Österreicherinnen waren nicht nur fußballerisch klar unterlegen, sondern agierten im ersten Durchgang erstaunlicherweise nahezu körperlos. Nur ganz selten standen die Grazerinnen - wie von Coach Lerch vor dem Anpfiff befürchtet - den VfL-Spielerinnen tatsächlich auf den Füßen.

So hieß es für Wolfsburg: Toreschießen leicht gemacht. Peddemors mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 25 Metern, Prasnikar nach Vorlage von Peddemors mit der Fußspitze, Vallotto mit einem wuchtigen Schuss und Huth nach einem Fehler in der Grazer Verteidigung aus der Nahdistanz sorgten mit ihren Treffern für die 4:0-Pausenführung.

VfL-"Jokerinnen" stechen

Lerch wechselte zur zweite Hälfte Sarai Linder, Peddemors und Camilla Küver aus, um seinen Leistungsträgerinnen eine kleine Verschnaufpause zu gönnen. Ob es nun an den personellen Änderungen beim VfL oder einer etwas herzhafteren Herangehensweise der Gäste lag, Fakt war: Graz hielt nach der Pause besser mit. Mehr noch: Nach einem Eckstoß war Top-Stürmerin Pulins zur Stelle und verkürzte auf 1:4 (53.).

Auf die Statik des Spiels hatte der Anschlusstreffer allerdings keine nennenswerten Auswirkungen. Der VfL blieb klar tonangebend, ließ nun im letzten Drittel des Feldes aber die nötige Entschlossenheit und Konzentration vermissen.

Erst in der Schlussphase agierten die "Wölfinnen" wieder zielstrebiger. Die eingewechselten Piljic (Schuss von der Strafraumkante) und Lattwein, die nach Vorlage von Huth locker einschob, versöhnten die Fans mit ihren Toren für eine ansonsten etwas langatmige zweite Hälfte.

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