„wp2shell“: Kritische WordPress-Lücke erlaubt Codeeinschleusung über API
Sicherheitsforscher haben zwei Sicherheitslücken in WordPress gefunden, die sich zu einem Exploit verketten lassen und dann das Einschleusen von Schadcode ermöglichen. Administratoren des beliebten Blog-Systems sollten zügig updaten oder ein Mini-Plugin als Notfallflicken einspielen. Weiterlesen nach der Anzeige Eine kritische SQL-Injection-Lücke (CVE-2026-60137) hat einen CVSS-Wert von 9,1/10 und kann durch Angreifer aus der Ferne ausgenutzt werden. Die Lücke betrifft den author__not_in-Parameter von WP_Query, der nicht korrekt validiert wird. Die zweite der beiden Sicherheitslücken haben die Forscher von Searchlight Cyber entdeckt – und dem Trend gehorchend direkt mit einem Spitznamen versehen: „WP2Shell“. Die Sicherheitslücke mit der CVE-Kennung CVE-2026-63030 ist für sich genommen „nur“ mit einem hohen Risiko bedacht (CVSS 7.5/10) und basiert auf einem Fehler im REST-API des freien CMS. Nur wenige Details sind bekannt, doch der API-Endpunkt /wp-json/batch/v1 scheint der Schuldige zu sein. Die Finder haben unter wp2shell.com eine Prüfmöglichkeit für Blogbetreiber veröffentlicht. Sie erlaubt eine erste Einschätzung und enthält einen praktischen Flicken: Ein wenige Zeilen PHP-Code umfassendes WordPress-Plugin, das die schadhafte API-Route mit einer Authentifizierung versieht. Wer sein WordPress nicht sofort auf den neuesten Stand bringen kann – die empfohlene Vorgehensweise –, sollte zu diesem Behelf greifen. Unheilvolle Verkettung – updaten! Problematisch ist die Verkettung beider Lücken – sie führt zu einer Möglichkeit, Code ohne vorherige Anmeldung in verwundbare WordPress-Installationen einzuschleusen. Derlei Sicherheitslücken sind leicht automatisierbar und können etwa zu Großangriffen führen: Derzeit sind etwa 500 Millionen Installationen von WordPress im Internet zu finden. Das WordPress-Team hat bereits reagiert und neue Versionen publiziert: Weiterlesen nach der Anzeige WordPress 7.0.2, 6.9.5, 6.8.6 sowie 7.1 beta 2 Versionen vor WordPress 6.8 sind nicht betroffen. Admins sollten die Aktualisierung schnellstmöglich einspielen – es ist zu erwarten, dass Angreifer die Sicherheitsflicken mit KI-Hilfe analysieren und noch am Wochenende erste Exploitversuche starten. Das freie CMS WordPress erfreut sich vor allem durch sein reichhaltiges Angebot an Vorlagen und Plugins großer Beliebtheit. Letztere sind häufiges Einfallstor für Sicherheitslücken, ein Fehler im Kern der Software ist mittlerweile seltener geworden.