WTA-Turnier in Peking Coco Gauff wehrt sich gegen rassistische Angriffe
Auslöser der Angriffe war eine Szene im ersten Satz im Spiel gegen die 16-jährige Chinesin. Gauff forderte nach einem Punktverlust mit erhobener Hand die Wiederholung, weil die LED-Banden sie geblendet hatten. Die Überprüfung der Situation bestätigte den Standpunkt Gauffs, die kurz darauf den Satz und später auch das Match gewann.
Statements von Gauff in den sozialen Medien
Gauff wehrte sich daraufhin gegen den Vorwurf, sie habe sich einen Vorteil erschlichen. Sie habe den Regeln entsprechend gehandelt und es am Ende sei die Entscheidung der Schiedsrichterin gewesen, schrieb die zweimalige Grand-Slam-Turniergewinnerin bei Instagram. Die Situation sei bedauerlich, aber es sei seltsam, Hass dafür zu ernten, wenn man die Regeln befolgt.
"Hallo zusammen, ihr könnt mich nicht mögen oder anderer Meinung darüber sein, was passiert ist, ohne dabei rassistisch zu sein. Die Menge an rassistischen Kommentaren und Direktnachrichten, die ich in den letzten Stunden erhalten habe, ist wahnsinnig. Und noch einmal: Ich bin weder ein Betrüger noch ein Dieb", schrieb die 22-Jährige zudem auf X.
Gauff engagiert im Kampf gegen Rassismus
Die in Atlanta aufgewachsene Gauff hatte schon in früheren Jahren öffentlich Rassismus kritisiert und diesbezüglich auf Missstände gerade in ihrer Heimat USA hingewiesen.
Boris Becker repostete Gauffs Kommentar und richtete aufbauende Worte an die Weltranglisten-Vierte. "Kümmere dich nicht um die Kommentare dieser ignoranten, dummen Leute und schau sie dir nicht an", schrieb der dreimalige Wimbledongewinner.
Störende LED-Banden sind übrigens kein neues Thema in Peking. Im Viertelfinale gegen Novak Djokovic beschwerte sich Alexander Zverev über eine Beeinträchgigung und bekam ebenfalls Recht