Wunder aus Italien: Fiat schockt mit bizarrem Elektro
Dass es sich bei dem radikalen Elektro-Fahrzeug nicht nur um eine reine Design-Studie handelt, verrät nun das französische Fachmagazin L'Argus. Einem aktuellen Bericht zufolge verfolgt der Fiat-Konzern den harten Plan, den Viersitzer Anfang 2028 tatsächlich auf den Markt zu bringen. Die durchgesickerten Spezifikationen werten das E-Konzept massiv auf: So soll der elektrische Multiplina eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h erreichen und damit sogar für Überlandfahrten tauglich sein. Da das Leichtkraftfahrzeug unter die L7e-Regularien fällt, könnten Jugendliche den kleinen Stromer bereits ab 16 Jahren mit dem A1-Führerschein steuern. Der absolute Haken für Google Discover und preisbewusste Kunden liegt jedoch beim anvisierten Preis: Laut den französischen Insidern soll der Stadt-Stromer für rund 10.000 Euro beziehungsweise 10.000 € starten. Das würde den Markt für bezahlbare Elektromobilität aufmischen und etablierte Pkw-Modelle stark unter Druck setzen.
Als Inspiration für den extremen Stadt-Stromer diente den Italienern ein historisches Vorbild aus dem eigenen Haus. Bereits im Jahr 1956 stellte die Marke mit dem Fiat 600 Multipla ein Automodell vor, das auf 3,50 Metern Länge Platz für 6 Personen bot. Der neue Fiat Multiplina greift diese DNA auf und transformiert die Philosophie in das moderne Zeitalter der E-Mobilität. Die eigenwillige Formgebung mit der weit nach vorne platzierten Windschutzscheibe, der markanten Fronthaube sowie den hinteren Luftauslässen zitiert die Stilelemente des Klassikers. Die Zweifarblackierung unterstreicht den puren Fokus auf maximalen Innenraum. Die Entwickler positionieren das Elektro-Leichtkraftfahrzeug gezielt für alltägliche Routen wie den Arbeitsweg, den Schultransport oder die Fahrt zum Einkaufen.
Der technische Ansatz der Ingenieure folgt einem strikten Effizienz-Gedanken, um Ressourcen zu sparen. Durch das kleine Format und die intelligente Konstruktion benötigt die Fertigung von dem E-Fahrzeug weniger Materialien. Das drückt das Leergewicht nach unten und beweist laut Fiat, dass nachhaltige Mobilität auf Einfachheit basieren kann, ohne die Insassen bei der Platzausnutzung völlig einzuschränken. Auch wenn der Autobauer die Serienproduktion und die genauen Akku-Spezifikationen offiziell noch nicht bestätigt hat, zeigt das Konzept eine mögliche Zukunft der urbanen Fortbewegung. Wenn sich die kolportierten 10.000 Euro und die 90 km/h bewahrheiten, liefert Fiat mit dem 4-sitzigen Elektro-Leichtkraftfahrzeug einen radikalen Gegenentwurf zu der andauernden Preis-Spirale auf dem Automarkt.