Wunderkind in Klink: Eichhorn-Drama wird zur Chance für Nationalspieler
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Leverkusen – Zu Beginn der Woche begibt sich Kennet Eichhorn (17) in eine Klinik. Das Wunderkind des deutschen Fußballs wird wegen einer Stoffwechsel-Erkrankung behandelt und wird wochenlang ausfallen. An eine Belastung ist beim Zugang von Hertha BSC vorerst nicht zu denken, an Bundesliga-Einsätze schon gar nicht. Deshalb denkt der Werksverein in seiner Kaderplanung um. Direkte Auswirkung hat das auf die zentralen Mittelfeldspieler. Und darunter besonders auf Robert Andrich (31), Equi Fernandez (24) und Aleix Garcia (29). Alle drei standen eigentlich nicht in der Wunschelf. Zwei Spieler des Trios wollte Bayer gerne abgeben. Das ändert sich. Ab jetzt steht erst mal nur noch einer dieser Stars zum Verkauf. Neue Chance für deutschen Nationalspieler Das eröffnet besonders Andrich eine neue Möglichkeit. Der Kapitän der vergangenen Saison hat bereits eine Anfrage von Eintracht Frankfurt abgewiesen, weil er sich in Leverkusen durchsetzen will. Vergangene Saison war er noch als Abwehrchef eine feste Größe. Wegen der System-Umstellung von Dreier- auf Viererkette in der Verteidigung gibt es diese Rolle nicht mehr. Leverkusen benötigt zwei klassische Innenverteidiger und zwei Außenverteidiger. „Wegen der System-Umstellung ergibt sich für Robert die Konkurrenz-Situation im Mittelfeld“, sagt Sportchef Simon Rolfes (44). „Die nimmt er an. Robert ist ein ehrgeiziger Typ.“ Ein Anführer dazu. Rolfes: „Wir schätzen Robert sehr wegen der Art und Weise, mit der er rangeht.“ In den ersten Wochen der Vorbereitung konnte er überzeugen. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Nationalspieler jetzt die Eichhorn-Lücke schließt. Allerdings kommt auch Fernandez infrage. Der Argentinier präsentierte sich in der vergangenen Rückrunde unter Ex-Trainer Kasper Hjulmand (54) lustlos und aufmüpfig. Sein Abgang war beschlossen. Unter Carles Martinez (42) blüht er in den ersten Wochen auf. Er ist sehr defensivstark. Aber er hat den größeren Markt als Andrich. Ein Verkauf würde weit über 20 Millionen Euro bringen.