Wunstorf: Ermittler alarmiert! Doch Hinweise auf Sprengstoff an Drohne
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Wunstorf (Niedersachsen) – Neue brisante Erkenntnisse im Drohnen-Fall von Wunstorf! Nach Recherchen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ gehen Ermittler inzwischen davon aus, dass auch die nahe des Bundeswehr-Fliegerhorsts Wunstorf gefundene Drohne mit Sprengstoff bestückt gewesen sein könnte. Sicherheitskreisen zufolge wurde wenige Meter vom Wrack entfernt verdächtiges Material entdeckt. Die kriminaltechnischen Untersuchungen sind allerdings noch nicht abgeschlossen.
Der Fund beschäftigt inzwischen den Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt. Geprüft wird insbesondere, ob es Verbindungen zum mutmaßlichen Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle Anfang August gibt.
Die in Niedersachsen entdeckte Drohne soll auffällige Gemeinsamkeiten mit den in Leipzig eingesetzten Fluggeräten haben. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich nicht um ein handelsübliches Modell. Mindestens ein Bauteil wurde offenbar mittels 3D-Druck gefertigt. Auch die Leipziger Drohnen waren nach Ermittlerangaben speziell konstruiert worden.
Lag die Drohne seit zwei Jahren dort?
Eine besorgniserregende weitere Erkenntnis der Fahnder: Nach der Analyse der Trümmer gehen sie davon aus, dass die Drohne möglicherweise bereits seit längerer Zeit in der Nähe des Bundeswehr-Standorts lag, womöglich sogar zwei Jahre. Der Fund war nach Informationen des NDR zuletzt sogar Thema in der nachrichtendienstlichen Lagebesprechung im Kanzleramt, bei der sich die Spitzen der deutschen Sicherheitsbehörden regelmäßig austauschen.
Sollte sich der Sprengstoff-Verdacht bestätigen, hätte der Fall erhebliche politische Brisanz. Denn Wunstorf gehört zu den wichtigsten Standorten der Luftwaffe. Dort ist die A400M-Transportflotte der Bundeswehr stationiert. Der Fliegerhorst gilt als zentrale Drehscheibe für weltweite Material- und Truppentransporte.
Die möglichen Parallelen zum Leipziger Fall: Auch dort war Anfang August eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Die Bundesregierung macht Russland für den mutmaßlichen Anschlagsversuch verantwortlich. Moskau weist die Vorwürfe zurück.