DAX +0,45 % 25.820,72 Pkt 16:20:56 MDAX -0,04 % 30.411,89 Pkt 16:20:57 Euro Stoxx 50 -1,10 % 6.138,64 Pkt 16:20:45 Dow Jones -0,89 % 52.007,54 Pkt 16:35:56 S&P 500 -1,80 % 7.604,42 Pkt 16:35:52 Nasdaq -3,76 % 25.551,84 Pkt 16:35:51 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold -2,78 % 3.919,50 USD 16:25:48 Silber -5,30 % 49,43 USD 16:25:54 Brent -1,33 % 113,35 USD 16:25:51 WTI +1,67 % 103,70 USD 16:25:55 Bitcoin -0,58 % 77.322,33 USD 16:35:56 EUR/USD +0,06 % 1,11630 USD 16:35:45 EUR/GBP -0,44 % 0,83320 GBP 16:35:56 EUR/CHF -0,47 % 0,91930 CHF 16:35:56 EUR/JPY -0,37 % 175,410 JPY 16:35:56

Wut im Sächsischen Landtag: Kretschmer kämpft nach GSK-Schock um Dresdner Pharmawerk

Wirtschaft

GSK-Mitarbeiter auf der Besuchertribüne verfolgten eine heftige Aussprache.

Die Staatsregierung nutzte ihr Sonderrecht aktuelle Themen vor der Landtagssitzung aufs Tablett zu heben. Kretschmer zeigte sich dabei entsetzt darüber, wie GSK mit seinen Mitarbeitern umgeht.

Die Beschäftigten hätten nichtsahnend auf dem Hof ihres Betriebes von den Plänen erfahren. Ihn ärgert, dass das Unternehmen sich nicht bemüht, neue Produkte für das Werk zu kreieren und dessen Auslastung zu verbessern.

Der MP kündigte an, auf dem politischen Parkett in Berlin und Brüssel für den Fortbestand des Werkes zu kämpfen. "Denn meiner Meinung nach kann unser Land nicht darauf verzichten. Wir sollten aus der vergangenen Pandemie gelernt haben, als wir in einer absoluten Notsituation gewesen sind."

Man werde solche Einrichtungen bei der nächsten Pandemie, bei den nächsten Krisen brauchen, betonte Kretschmer.

Nach ihm trat Jan-Oliver Zwerg (61, AfD) ans Mikro. Er warf der CDU Mitverantwortung für die Entscheidung des Pharma-Konzerns vor.

Zwerg: "GSK hat eine politische Entscheidung getroffen" - gegen den Standort Deutschland. Anschließend zählte das BSW die Regierung an - wegen Ideenlosigkeit in der Wirtschaftskrise.

Susanne Schaper (48, Linke) drehte die Windrichtung der Debatte. Sie warf der AfD vor, Impfangst zu schüren und Skepsis vor wissenschaftlichen Erkenntnissen. Schaper: "Sie sollten in Demut die Klappe halten."

Der Betriebsratsvorsitzende von GSK Dresden, Peter Mißbach, verfolgte mit zehn Mitstreitern die Debatte und traf sich im Anschluss mit Sozialministerin Petra Köpping (67, SPD).

Er fordert von der Staatsregierung, dass sie "mit allen Mittel" für den Erhalt des Standortes kämpft. Zudem machte er klar, dass Deutschland und der EU ihre Pharma-Unabhängigkeit "etwas wert sein müssen".

Produkte made in Germany sind als billige Ramschware nicht zu haben.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren