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Xbox-Beben: „Alles Lügen“ - Final-Fantasy- und Clair-Obscur-Star rechnet gnadenlos mit Microsoft ab

Technologie

In dieser Woche verkündete die neue Xbox-Chefin Asha Sharma den größten Umbau in der Geschichte von Microsofts Gaming-Sparte. Das Ergebnis: 3.200 entlassene Mitarbeiter – rund 20 Prozent der gesamten Belegschaft – und die Trennung von fünf namhaften Studios, darunter auch Ninja Theory („Senua“), Double Fine („Psychonauts“) sowie Arkane Lyon („Marvel’s Blade“). Doch während die Führungsriege rund um Sharma versucht, die Restrukturierung als notwendigen Schritt für ein „gesünderes Geschäft“ schönzureden, platzt einer bekannten Stimme der Branche jetzt der Kragen: Schauspieler Ben Starr, der jetzt gnadenlos mit Microsoft abrechnet, da man Entwickler und Fans über Jahre hinweg schlichtweg belogen habe. „Es stimmt einfach nicht“: Microsofts falsche Versprechen der Studio-Einkaufstour So blickte Starr, der vor allem als englische Originalstimme von Verso in „Clair Obscur: Expedition 33“ oder Clive Rosfield in „Final Fantasy 16“ bekannt ist, in der aktuellen Ausgabe des Pause-for-Thought-Podcasts (via GameRant) zunächst auf die große Einkaufstour von Microsoft in den Jahren 2018 und 2019 zurück. Damals übernahm der Xbox-Hersteller Studios wie Ninja Theory, Undead Labs („State of Decay 3“) und Compulsion Games („South of Midnight“). Studios, von denen man sich jetzt wieder trennt. Doch ursprünglich versprach man den Teams, unter dem finanziellen Schutzschirm von Microsoft sicher zu sein und ohne Druck an ihren kreativen Visionen arbeiten zu können. Eine Lüge, wie Starr festhält: „Es mag damals nicht wie eine Lüge gewirkt haben, aber heute weiß man, dass es eine Lüge ist, dass Konsolidierung eine gute Sache ist.“ Auch die damaligen Xbox-Präsentationen seien rückblickend von purer „Hybris“ geprägt gewesen. Denn Microsofts Versprechen, den Entwicklern finanzielle Sicherheit zu bieten, sei krachend gescheitert: „‚Konsolidierung ist eine gute Sache. Konsolidierung ist Schutz‘ – es stimmt einfach nicht.“ Microsoft ist „bereit zu lügen“ Besonders scharf kritisiert Starr ein Ereignis, das erst wenige Wochen zurückliegt: den Xbox Games Showcase im Juni 2026. Dort präsentierte Microsoft mit „Senua“ den dritten Teil der Reihe von Ninja Theory. Und obendrein gab man das Versprechen, das Spiel pünktlich zum Release in den Xbox Game Pass zu bringen. Doch hinter den Kulissen sah die Realität offenbar ganz anders aus: Berichten zufolge hatte Microsoft zu diesem Zeitpunkt längst beschlossen, das Projekt gar nicht mehr selbst zu finanzieren. Berichten zufolge diente die Ankündigung lediglich als reiner Köder, um das Studio Ninja Theory für potenzielle Käufer attraktiver zu machen. Ein Vorgehen, das für Starr an Dreistigkeit kaum zu überbieten sei. „War es so schwer für euch, das [die Senua-Enthüllung] herauszunehmen? Was ihr damit aus Kommunikationssicht gesagt habt, ist: Wir sind bereit zu lügen. Wie sehr soll ich euch also vertrauen, wenn ihr jemals wieder vor die Mikrofone tretet?“ Schönrednerei – ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen Wie der Schauspieler weiter ausführte, sei das Vertrauen in die offizielle Kommunikation von Xbox damit nachhaltig und irreparabel zerstört. Zudem machte er deutlich, dass es sich hierbei auch nicht um das Fehlverhalten einzelner Personen handelt, sondern um ein tief sitzendes, strukturelles „Marketing-Problem“. So hat Starr auch für die Art und Weise, wie Microsoft den Abgang von Studios wie Compulsion Games und Double Fine verpackt, nur Verachtung übrig. Denn Microsoft verkaufte eine schlechte Nachricht als „gute Nachricht“ und betonte, dass die Studios nun wieder unabhängig seien, ihre Markenrechte behalten und sogar finanzielle Starthilfe für neue Projekte erhalten würden. Doch Starr, der selbst viele Betroffene aus der Industrie persönlich kennt, verurteilt diesen PR-Spin aufs Schärfste: „Es ist erstaunlich, wie sie versuchen, das schönzureden. Sie [die Mitarbeiter] verlieren ihre Jobs und wissen nicht warum.“ Wie es letztlich genau mit den von Microsoft abgestoßenen Studios weitergeht, bleibt abzuwarten. Während Compulsion und Double Fine fortan wieder komplett unabhängig agieren, hält man die neuen Käufer von Ninja Theory und Undead Labs derzeit noch unter Verschluss. Und auch zur Zukunft von Arkane Lyon stehen aufgrund des strengen französischen Arbeitsrechts aktuell noch finale Details aus.

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