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Xbox-Beben: Wandert Halo etwa zu Activision? „Verrücktes Gerücht“ aufgetaucht

Technologie

Nach etwa 100 Tagen im Amt hat die neue Xbox-Chefin Asha Sharma den Neustart ausgerufen: Aufgrund schwacher Gewinnmargen und explodierender Hardware-Kosten befürchten Insider ein regelrechtes „Blutbad“, während Berichten zufolge bis zu fünf namhafte Studios – darunter Ninja Theory oder auch Arkane Lyon – auf der Abschussliste stehen sollen.

Auch die mutmaßlichen Gründe für den Kahlschlag sickerten bereits durch: Angeblich plant Xbox das abgezogene Budget umzuschichten, um „branchenprägende Marken“ zu stärken – etwa das „Halo“-Franchise. Und wie tiefgreifend und vor allem ungewöhnlich der Rettungsplan für den Master Chief ausfallen könnte, enthüllte jetzt ein bekannter Insider.

Activision als Retter des Master Chiefs?

So war es jetzt Windows-Central-Journalist Jez Corden, der in Microsoft-Kreisen als bestens vernetzt gilt und im Rahmen des Power-Up-Gaming-Podcasts (via TheGamer) erklärte, dass der Xbox-Hersteller wohl prüfe, die Markenführung von „Halo“ komplett umzukrempeln – und zwar nach dem Vorbild oder sogar unter der Leitung von Activision.

Corden betonte allerdings, dass man die Info mit Vorsicht genießen sollte, machte damit aber deutlich, wie kompromisslos die Denkweise in der Xbox-Chefetage unter Sharma inzwischen wohl zu sein scheint: „Ich habe ein verrücktes Gerücht gehört, dass sie Halo unter Activision stellen könnten, was ich – nur um das klarzustellen – im Moment nicht unbedingt selbst glaube.“

Dennoch sei es die Richtung, in die Microsoft blickt. Es gehe schlicht darum, die traditionsreiche Marke endlich wieder profitabel und verlässlich zu machen – etwas, das das bisherige Entwicklerstudio Halo Studios (ehemals 343 Industries) in den Augen der neuen Führungsriege rund um Sharma über Jahre hinweg nicht konstant geschafft hat.

Corden führte weiter aus: „Das ist genau die Art von Dingen, die sie sich gerade anschauen: ‚Wie strukturieren wir Halo so, dass es endlich das Potenzial abliefern kann, das es eigentlich hat?‘ Denn bis jetzt würde ich behaupten, dass das so gut wie gar nicht der Fall war. Sie schauen sich die Arbeitsweise von Activision sehr genau an, ebenso wie die von Blizzard, weil Halo wie ein Blizzard-Franchise funktionieren könnte.“

Microsoft will Halo wieder „auf Vordermann zu bringen“

Doch so „verrückt“ das Gerücht auch klingen mag – letztlich würde es sich ohnehin nur um eine rein interne Verschiebung handeln. Schließlich gehört Activision Blizzard seit der rund 75 Milliarden Dollar schweren Übernahme im Jahr 2022 ohnehin zu Microsoft.

Denkbar wäre etwa ein Modell, bei dem die Halo Studios nur noch als Verwalter der Marke agieren, während die Teams von Activision, die hauptsächlich die „Call of Duty“-Maschinerie am Laufen halten, die eigentliche Entwicklung übernehmen.

Dass sich wohl definitiv rund um den Master Chief etwas tun werde, machte Corden auch schon vor ein paar Tagen deutlich. So erklärte der Branchenkenner, dass sich die Halo Studios bereits in Verhandlungen mit Microsoft befinden – aber nicht wegen einer möglichen Schließung. Stattdessen gehe es darum, „Halo“ wieder „auf Vordermann zu bringen“.

Aussagen, die auch vom bekannten „Halo“-Content-Creator und Xbox-Insider Rebs Gaming gestützt wurden: „Ein Teil des Grundes für die Xbox-Entlassungen und Studioschließungen ist es, Halo und anderen ikonischen Marken mehr Budget und Unterstützung zukommen zu lassen.“

Klarheit, wie es bei den Xbox Game Studios – und damit auch für „Halo“ – weitergeht, dürfte derweil im Laufe des heutigen Tages herrschen. Berichten zufolge soll der Vorhang für Sharmas radikalen Sparkurs heute auch ganz offiziell fallen, sodass wohl in Kürze mit entsprechenden Ankündigungen zu möglichen Entlassungen der Studio-Schließungen zu rechnen ist.

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