Xbox-CEO Asha Sharma: Neuer Posten - zur Beraterin der US-Notenbank für „Produktivität und Arbeitsplätze“ ernannt
Die Federal Reserve, die Zentralbank der Vereinigten Staaten, hat fünf neue Arbeitsgruppen ins Leben gerufen. Sie sollen dabei helfen, die Geldpolitik weiterzuentwickeln. Am Donnerstag stellte die Notenbank die Leitung und die Ziele dieser Task Forces vor. Xbox-CEO Asha Sharma ist dabei eine von drei Beraterinnen und Beratern der Gruppe „Productivity and Jobs“. Diese Arbeitsgruppe soll unter anderem untersuchen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen neue Allzwecktechnologien haben, darunter die künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse sollen in die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve einfließen. Nach Angaben der Notenbank arbeiten die Task Forces unabhängig und mit dem Auftrag, den Fakten zu folgen, offenes Feedback zu geben und belastbare Erkenntnisse für den geldpolitischen Ausschuss zu liefern. Wer neben Sharma in der Task Force sitzt Sharma ist die einzige aktive CEO, die in einer der fünf Arbeitsgruppen sitzt. An ihrer Seite in der Gruppe „Produktivität und Beschäftigung“ arbeiten Marc Andreessen, Mitgründer und General Partner von Andreessen Horowitz, sowie Charles I. Jones, Wirtschaftsprofessor in Stanford, der derzeit beurlaubt bei Anthropic tätig ist. Eine weitere Gruppe zum Thema Daten wird von Doug McMillon beraten, dem früheren CEO von Walmart. Wie die Berufungen genau zustande kamen, ist nicht bekannt. Notenbank-Chef Kevin Warsh äußerte sich wie folgt: „Das Bekenntnis der Federal Reserve zu Preisstabilität und maximaler Beschäftigung ist unerschütterlich. Ebenso wie unsere Entschlossenheit, unser Mandat mit Strenge zu verfolgen.“ Die US-Wirtschaft habe sich über die vergangene Generation stark verändert, so Warsh, und das gelte gerade jetzt in besonderem Maße. Er zeigte sich zudem geehrt, dass „die besten Köpfe aus verschiedenen Disziplinen“ mit der Notenbank zusammenarbeiten. Bevor Asha Sharma Anfang des Jahres die Nachfolge von Phil Spencer als Xbox-Chefin antrat, leitete sie als Präsidentin die Produktsparte CoreAI bei Microsoft. Davor arbeitete sie bei Facebook als VP Product & Engineering und verantwortete dort die Direktnachrichtendienste von Messenger und Instagram. Berufung fällt mit Stellenstreichungen bei Xbox zusammen Die Ernennung erfolgt in derselben Woche, in der Sharma in der Xbox-Sparte einen großen Umbau einleitete. Am Montag verloren zunächst 1.600 Beschäftigte ihren Job. Bis zum Ende des Geschäftsjahres von Microsoft soll die Zahl auf 3.200 steigen. Behördliche WARN-Meldungen gaben in dieser Woche erste Details preis, darunter hunderte Kündigungen beim „The Elder Scrolls Online“-Entwickler ZeniMax Online und rund 100 Stellen beim „Doom“-Studio id Software. Vier Xbox-Studios haben Microsoft bislang verlassen, bei einem fünften laufen die Gespräche. Der Zusammenhang ist deshalb bemerkenswert, weil die Folgen von KI für Tech-Jobs spürbar werden und Microsoft stark auf künstliche Intelligenz setzt. In ihrer „Reset“-Mitteilung und bei der Ankündigung der Entlassungen erwähnte Sharma KI allerdings nicht ausdrücklich. Ihr Plan für Xbox setzt stattdessen auf höhere Gewinne durch einen Fokus auf die größten Marken wie „Halo“, „Minecraft“, „Candy Crush“, „Fallout“ und „The Elder Scrolls“.