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Xbox: Chefin Asha Sharma verkündet massiven Stellenabbau - und beschwört glorreiche Zukunft

Technologie

»Unserem Geschäft geht es zurzeit nicht gut«: Das ist eine der zentralen Botschaften einer Nachricht, die die Xbox-Chefin Asha Sharma am Montag an ihre Teams verschickte . »Wir arbeiten mit Margen, die drei- bis zehnmal niedriger sind als bei vergleichbaren Plattform- und Publishing-Unternehmen«, klagt Sharma. Sie leitet Microsofts Gamingsparte seit Februar 2026. Xbox-Projekte wie die Spieleflatrate Game Pass und die Multiplattformstrategie bei Spiele-Veröffentlichungen hätten dem Unternehmen weniger Wachstum als erwartet beschert. Da die Branche nun vor der schwersten Hardware-Krise ihrer Geschichte stehe – Sharma meint hier wohl Entwicklungen wie die massiv angestiegenen RAM-Preise – sei es nötig, Xbox neu auszurichten. Die Rede ist von der »bedeutendsten Umstrukturierung« der Xbox-Firmenhistorie. Praktisch ist das, was Sharma unter der Überschrift »Resetting Xbox« verkündet, der Versuch einer Gesundschrumpfung. Im Laufe des Geschäftsjahres 2027 will ihr Unternehmen demnach 3200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter loswerden, 1600 Stellen sollen bereits jetzt wegfallen. »CNBC« zufolge betrifft der geplante Jobabbau etwa ein Fünftel aller Xbox-Stellen. Microsofts Spielesparte trennt sich laut Sharmas Ankündigung zudem von vier Studios: Ninja Theory (bekannt etwa für »Senua’s Saga: Hellblade II«), Undead Labs (»State of Decay 2«), Compulsion Games (»We Happy Few«) sowie Double Fine Productions (»Keeper«). Alle vier sollen prinzipiell weiter existieren: Compulsion Games und Double Fine Productions werden Indie-Studios, die beiden anderen Entwickler bekommen neue Eigentümer. Bei Arkane Studios (»Deathloop«) scheint derweil noch unklar zu sein, ob das Studio bei Xbox bleibt oder sich neu aufstellen muss. Durch Schmerz zum Erfolg? In ihrem Rundschreiben kündigt Sharma für die Zukunft eine flachere Organisationsstruktur an. Aus teils bis zu 14 Management-Ebenen sollen künftig drei bis fünf werden. Neu führt Xbox zudem die Position des Chief Operating Officers (COO) ein. Als erste COO des Unternehmens wird Helen Chiang für Bereiche wie Inhalte, Hardware, Plattform und Dienste künftig die Gesamtverantwortung über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung übernehmen. Sie wird direkt an Asha Sharma berichten. »Ich weiß, dass dies schmerzhaft ist«, schreibt die Xbox-Chefin zu den Umstrukturierungen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auf die sich die Veränderungen auswirkten, seien durch Übernahmen zu Xbox gekommen, »während andere hier eingestellt wurden oder sich bewusst für uns entschieden haben, weil sie diese Branche und Xbox lieben«. Trotz solcher Sätze scheut Sharma in ihrer Nachricht keine großen Versprechen. »Bei diesen Veränderungen geht es um eine größere Zukunft für Xbox, nicht um eine kleinere«, schreibt sie: »Das nächste Jahrzehnt des Gamings wird größer, globaler und kreativer sein als alles, was wir bisher gesehen haben.« Xbox werde investieren »wie nie zuvor«, aber dies gezielter, disziplinierter und klarer als bisher. Man darf gespannt sein, was das für das Spiele- und Digitalservice-Portfolio des Unternehmens bedeuten wird. Um seine Xbox-Marke zu stärken, hatte Microsoft in den vergangenen Jahren verschiedene Entwicklerstudios übernommen und zu Xbox-Studios gemacht. Die Anzahl wirklich großer Spielehits, die die hauseigenen Entwicklerteams hervorbrachten, blieb jedoch überschaubar. Microsofts teuerster Zukauf war die Übernahme von Activision Blizzard, die im Jahr 2023 abgeschlossen wurde. Sie kostete den US-Konzern knapp 69 Milliarden Dollar.

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