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Xbox nicht zum Verkauf: Asha Sharma weist Gerüchte zurück, doch Skepsis bleibt

Technologie

Xbox durchläuft seit Monaten eine gewichtige Umbauphase. Tausende Mitarbeiter mussten gehen, Studios wechselten in eine andere Zugehörigkeit und Projekte wurden gestrichen. Vor diesem Hintergrund kam die Frage auf, ob Microsoft die Gaming-Sparte überhaupt langfristig behalten möchte.

Für eine Antwort sorgte die Xbox-Chefin Asha Sharma in einem Gespräch mit der New York Times. Auf die Frage, ob sie bei Xbox auf einen Verkauf hinarbeitet, antwortete sie: „Xbox steht nicht zum Verkauf. Wir werden alles tun, was nötig ist, um das Unternehmen auf Erfolgskurs zu bringen, und wir werden uns nach den richtigen Partnerschaften, dem richtigen Geschäftsmodell und allem anderen umsehen, was dafür erforderlich ist.“

Der New-York-Times-Autor Zachary Small verglich die Formulierung mit einem Ausweichmanöver beim Boxen („ducken und ausweichen“), wertete sie in der Kernaussage aber als ein „Nein“.

Umbau bei Xbox belastet die Belegschaft

Für die Belegschaft hat die Strategie hinter „alles, was nötig ist“ Folgen. Zahlreiche Stellen wurden gestrichen, weitere Kürzungen gelten als wahrscheinlich. Die Umstrukturierung gilt als die größte in der Geschichte der Sparte.

Dabei wechselten mehrere Studios und auch Franchises ihre Zugehörigkeit. Die „Halo“-Marke wurde unter Activision Blizzard eingegliedert, während Obsidian künftig unter dem Dach von Bethesda Game Studios angesiedelt ist.

Den Umstrukturierungen gingen milliardenschwere Investitionen voraus. Doch wie schon bei der Embracer Group fiel den Redmondern wohl eine Fehleinschätzung auf die Füße: Der Gaming-Boom der Covid-19-Jahre ebbte ab und hinzu kamen Auswirkungen des KI-Wettlaufs vieler Unternehmen. Sie trieben die Nachfrage nach Speicher- und Prozessorchips in die Höhe, was die Kosten für Konsolen in die Höhe trieb.

Hinzu kommt: Spieler wenden sich in Scharen Free-to-Play-Titeln zu, während die Entwicklungskosten für große AAA-Spiele regelrecht explodieren. Branchenvertreter sprechen gar von der schwersten Krise seit den 1980er-Jahren.

Welche Rolle spielt Xbox noch für Microsoft?

Innerhalb von Microsoft hat Xbox in den vergangenen zehn Jahren an Gewicht verloren. Die Sparte trägt laut New York Times nur noch etwa sechs Prozent zum Gesamtgewinn eines Konzerns bei, der sich vor allem auf Dateninfrastruktur und künstliche Intelligenz konzentriert.

Der Videospielforscher Jesper Juul von der Royal Danish Academy meinte gar: „Xbox war immer ein aspirativer Teil von Microsofts Portfolio. Jetzt stehen sie vor einer existenziellen Frage.“

Sharma hingegen pocht auf die Reichweite. Trotz des laufenden Umbaus zählt Xbox nach ihren Angaben weiterhin 500 Millionen Spieler pro Monat. Diese verteilen sich aber größtenteils auf Spiele, die mit Xbox als Kernmarke wenig zu tun haben. Zum Portfolio gehören etwa die Mobile-Größe King und „Minecraft“. Bei einem Teil handelt es sich auch um PlayStation-Besitzer, nachdem Microsoft Gaming seit 2024 eine Anti-Exklusivitätsschiene fuhr.

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