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Xiaomi kündigt Deutschland

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Xiaomi kündigt Deutschland-Start an – und zeigt luxuriöses XXL-SUV zum Schnäppchenpreis

Von: Sebastian Oppenheimer

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Mit Xiaomi hat nun der nächste chinesische Autohersteller seinen Deutschland-Marktstart angekündigt. Zugleich präsentieren sie ein XXL-SUV zum Schnäppchenpreis.

München – Lange segelten die chinesischen Autobauer hierzulande unter dem Radar – doch spätestens mit Einführung der E-Auto-Prämie in diesem Jahr hat sich das geändert. Nicht nur die Neuzulassungszahlen von Elektroautos sind deutlich gestiegen, sondern auch die Neuzulassungen von chinesischen Marken. Nun hat mit Xiaomi ein weiterer Autohersteller aus China seinen Marktstart in Deutschland konkret angekündigt – und zugleich ein SUV-Schnäppchen vorgestellt.

Keine Frage: Den meisten Deutschen ist Xiaomi längst ein Begriff – allerdings vor allem aus dem Consumer-Electronic-Bereich mit den Smartphones, Tablets und Smartwatches der Marke. Seit einigen Jahren baut das chinesische Unternehmen jedoch auch Elektroautos und hat unter anderem mit dem SU7 für Aufsehen gesorgt. Seit dem Marktstart im März 2024 hat Xiaomi laut eigenen Angaben in China bereits mehr als 700.000 Fahrzeuge ausgeliefert. Für das SUV-Modell YU7 gingen laut Unternehmensangaben innerhalb von 18 Stunden nach Marktstart über 240.000 Vorbestellungen ein. Auch technisch will Xiaomi mitmischen: Der SU7 Ultra mit Track Package stellte im April 2025 auf der Nürburgring-Nordschleife mit 7:04,957 Minuten einen Rekord in der Kategorie elektrische Oberklassefahrzeuge.

Xiaomi-Start in Deutschland: Acht Autohandelsgruppen wollen die Marke hierzulande verkaufen

Nun macht Xiaomi den nächsten Schritt: Ab 2027 wird der Hersteller seine E-Autos auch in Deutschland und Europa verkaufen. Auf der IFA Berlin 2026 unterzeichnete das Unternehmen Absichtserklärungen mit acht großen deutschen Autohandelsgruppen – darunter Emil Frey Deutschland, Ernst Dello, Hahn Automobile und LUEG Mobility. Damit legt der Konzern den Grundstein für ein Vertriebs- und Servicenetz in Deutschland und Europa. Ein europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum unterhält Xiaomi bereits in München.

Skynomad N70 und N90: Neue Xiaomi-SUVs im Range-Rover-Look

Dass der Hersteller große Pläne hat, zeigt sich auch in einer Fahrzeugpräsentation nur wenige Tage nach Verkündung des Europa-Marktstarts. In China zeigte Xiaomi zwei riesige Familien-SUVs: den Skynomad N70 und den Skynomad N90. Die beiden Fahrzeuge erinnern optisch stark an britische Nobel-SUVs der Marke Range Rover. Der N70 ist 4,96 Meter lang, der N90 misst als Sieben-Sitzer sogar 5,28 Meter. Technisch handelt es sich allerdings nicht um reine Elektroautos, sondern um sogenannte Range-Extender-Modelle (REEV): Ein zusätzlicher Verbrennungsmotor lädt bei Bedarf die Batterie nach, sodass laut Xiaomi Gesamtreichweiten von bis zu 1700 Kilometern möglich sein sollen – deutlich mehr, als es mit reinem Batterieantrieb machbar wäre.

An Komfort-Extras wird nicht gespart: Serienmäßig gibt es beheizte und belüftete Sitze, teilweise mit Massagefunktion, dazu einen eingebauten Kühlschrank für bis zu zehn Dosen Getränke und ein Bildschirm-Entertainmentsystem im Fond mit 21,4-Zoll-Diagonale. Beim Topmodell N90 Max Studio geht es noch weiter: Das Fahrzeug verfügt über ein ausfahrbares Dach mit zusätzlicher Loft-Ebene, eine Rückbank, die sich in 30 Sekunden in ein Doppelbett verwandelt, sowie eine Fußbodenheizung – Ausstattung, die man sonst eher aus dem Wohnmobil-Bereich kennt als aus einem SUV.

Preise für die Xiaomi-SUVs starten in China bei umgerechnet rund 25.000 Euro

Bei den Preisen wirken die XXL-SUVs dagegen wie ein Schnäppchen: Die Einstiegsversion N70 Pro kostet in China umgerechnet rund 25.000 Euro. Die Top-Version N90 Max Studio mit ausfahrbarem Dachaufbau und Loft-Ebene schlägt mit umgerechnet knapp 36.000 Euro zu Buche.

Wichtig dabei: Diese Preise gelten ausschließlich für den chinesischen Markt. Ob und wann das Modell nach Deutschland kommt, ist vollkommen offen. Ein Deutschland-Start ist bislang nur für die bereits bekannten SU7- und YU7-Modelle für 2027 angekündigt. Und selbst wenn die Skynomad-Modelle hierzulande angeboten würden: Wie bei anderen chinesischen E-Autos dürfte der Preis unter anderem durch Einfuhrzölle, Anpassungen an europäische Vorschriften und Homologationskosten deutlich höher liegen als im Heimatland.

Nicht alle chinesischen Hersteller schaffen in Deutschland den Durchbruch

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