XXL-Batteriespeicher geht in Alfeld ans Netz
Stand: 23.10.2026 16:28 Uhr
In Alfeld (Landkreis Hildesheim) ist der größte Einzelspeicher Deutschlands eingeweiht worden. Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) sieht in Energiespeichern die Möglichkeit, den Strompreis zu senken.
Der Speicher hat eine Leistung von 137 Megawatt und 282 Megawattstunden Speicherkapazität. Da Wind- oder Sonnenenergie nicht immer gleichmäßig produzierbar ist, muss der Strom, der durch erneuerbare Energien erzeugt wird, gespeichert werden. Dieser Batteriespeicher ist an das Netz angeschlossen. Dort wird dann Strom eingespeist, wenn sehr viel produziert wird und der Strom günstig ist. Abgegeben wird er, wenn wenig Strom im Netz ist. Das senke auch die Strompreise in Deutschland, sagte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) bei der Einweihung. Zusätzlich würden Speicher dazu dienen, kurzfristige Schwankungen und Lastspitzen im Netz auszugleichen und dessen Stabilität zu verbessern.
Speicher kann Stadt Göttingen mit einer Stunde Strom versorgen
Die Leistung des Speichers in Alfeld entspricht der Einspeisung von rund 25 großen Windenergie-Anlagen der Fünf-Megawatt-Klasse, wie das niedersächsische Umweltministerium mitteilte. Die Stadt Göttingen könne mit dem Einzelspeicher - der aus 72 Batteriecontainern besteht - eine Stunde mit Strom versorgt werden, heißt es von Netzbetreiber Avacaon. In der Stadt Göttingen leben circa 125.000 Menschen.
Weitere Batteriespeicher in Niedersachsen geplant
In Niedersachsen gibt es laut Markstammregister insgesamt 18 Großspeicher mit einer Speicherkapazität größer als zehn Megawattstunden. Auf den Speicher in Alfeld sollen noch größere Batteriespeicher folgen. In Lingen soll laut dem Energiekonzern RWE in zwei Jahren mit 800 Megawattstunden Speicherkapazität ein knapp dreimal so großer Speicher in Betrieb gehen. Weitere sind beispielsweise in Mehringen und in Wilhelmshaven geplant.