Youngster Krattenmacher
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Deutschland
FC Bayern München
Brisante Millionen-Klausel bei Ex-Bayern-Youngster enthüllt
Von: Henning Bräuninger
Ein früheres Bayern-Talent glänzt sogar gegen die Münchner. Nun wird ein Vertragsdetail bekannt, das dem Rekordmeister in die Karten spielt.
Elversberg – Der FC Bayern München hat sich wohl beim Verkauf von Maurice Krattenmacher eine besondere Absicherung gesichert. Wie der Bild-Reporter Christian Falk im Podcast „Bayern Insider“ berichtet, besitzt der deutsche Rekordmeister scheinbar eine sogenannte Vorzugs-Rückkaufklausel für den 21‑Jährigen. Diese gilt ausschließlich für die Münchner und liegt bei 7,5 Millionen Euro. Alle anderen Klubs müssten für eine Verpflichtung des Linksaußen neun Millionen Euro zahlen.
Der FC Bayern hatte Krattenmacher im Sommer für zwei Millionen Euro an Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg abgegeben. Der Offensivspieler unterzeichnete bei den Saarländern einen Vertrag bis 2030. Für den FC Bayern hat Krattenmacher noch kein Profispiel absolviert, war aber zuvor an Hertha BSC in die 2. Bundesliga verliehen worden, wo er sich für höhere Aufgaben empfahl.
Krattenmacher konnte nach Bayern-Abgang bei Elversberg bisher überzeugen
Krattenmacher hat seinen Wechsel bislang eindrucksvoll gerechtfertigt. In den ersten vier Bundesliga-Spielen erzielte der 21-Jährige bereits drei Tore – allesamt als Joker von der Bank. Besonders in Erinnerung blieb sein Treffer beim 4:3-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach, bei dem er als Matchwinner glänzte. Jedoch noch spektakulärer war sein Tor gegen seinen Ex-Klub, den FC Bayern.
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Am 3. Spieltag erzielte er sehenswert das zwischenzeitliche 1:1 per Traum-Schlenzer von der Strafraumkante, ehe die Münchner das Spiel durch den Treffer von Harry Kane noch mit 2:1 gewannen. „Ich lege ihn mir vor und habe den Ball dann ganz gut getroffen“, kommentierte Krattenmacher seinen Treffer nach der Partie.
Die Bundesliga würdigte seinen Saisonstart mit der Auszeichnung zum Rookie des Monats September. Auch sein Marktwert reagierte auf die starken Leistungen. Im letzten Bundesliga-Update der Seite transfermarkt.de stieg dieser von drei auf fünf Millionen Euro an. Die SV Elversberg selbst sammelte in den ersten vier Spielen sieben Punkte und gehört mit ihrem siebten Tabellenrang zu den positiven Überraschungen der noch jungen Saison.
Die niedrige Ausstiegsklausel für den nichtbayrischen Rest der Welt von neun Millionen Euro dürfte zahlreiche Klubs aufhorchen lassen. Sollte Krattenmacher so weiterspielen, wäre ein Abgang bereits im kommenden Sommer denkbar. Mit einer Ablöse von neun Millionen Euro würde er zum Rekord-Abgang der Vereinsgeschichte Elversbergs avancieren. Diesen hält derzeit Younes Ebnoutalib mit acht Millionen Euro.
Macht Bayern es bei Krattenmacher wie bei Aseko?
Dank der Vorzugsklausel hätte der FC Bayern jedoch das erste Zugriffsrecht – und das zu günstigeren Konditionen als die Konkurrenz. Ein mögliches Szenario: Bayern holt Krattenmacher zurück und verkauft ihn anschließend für eine höhere Summe weiter. Dieses Vorgehen wandte der Rekordmeister in diesem Sommer bereits bei Noel Aseko an, der für zwölf Millionen Euro zu Eintracht Frankfurt wechselte.
Krattenmacher selbst äußerte sich Mitte September zurückhaltend zu einer möglichen Rückkehr an die Säbener Straße. „Natürlich ist es von jedem jungen Spieler ein Traum, beim FC Bayern zu spielen. Aber ich bin eher jemand, der gerade in diesem Alter Spielzeit haben will. Ich glaube, da muss man manchmal Umwege gehen. Vermeintlich einen Schritt zurück, um dann zwei Schritte nach vorne zu machen“, sagte der gebürtige Münchner.