DAX +0,44 % 26.435,68 Pkt 15:45:52 MDAX -0,27 % 32.318,57 Pkt 15:45:52 Euro Stoxx 50 +0,55 % 6.571,82 Pkt 15:45:45 Dow Jones +0,28 % 54.188,47 Pkt 16:00:49 S&P 500 +0,06 % 7.762,48 Pkt 16:00:52 Nasdaq -0,44 % 26.572,42 Pkt 16:00:43 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +2,08 % 4.452,50 USD 15:50:51 Silber +0,08 % 65,16 USD 15:50:51 Brent -0,96 % 86,88 USD 15:50:34 WTI -0,94 % 81,36 USD 15:50:51 Bitcoin +0,33 % 64.124,53 USD 16:00:48 EUR/USD -0,09 % 1,15460 USD 16:00:24 EUR/GBP -0,19 % 0,85500 GBP 16:00:53 EUR/CHF +0,16 % 0,93540 CHF 16:00:53 EUR/JPY +0,73 % 183,797 JPY 16:00:51

YouTube Partnerprogramm: Content-Creator brauchen ab 2027 mehr Klicks

Wirtschaft

YouTube hat für das kommende Jahr umfassende Änderungen am YouTube Partner Program (YPP) angekündigt, die insbesondere für Betreiber von Shorts-Kanälen und neue Bewerber deutlich höhere Anforderungen vorsehen. Gleichzeitig schafft die weltweite Ausweitung von Premium Lite eine zusätzliche Einnahmequelle für Creator. 10 Millionen Aufrufe in 90 Tagen In einem Blog-Beitrag begründet YouTube die geplanten Änderungen mit dem Ziel, das Partnerprogramm langfristig als führendes Monetarisierungs­modell der Creator Economy zu positionieren und vor allem aktive Content-Ersteller stärker für ihre Arbeit zu belohnen. Das YPP wurde 2018 ins Leben gerufen und zählt inzwischen mehr als drei Millionen Teilnehmer Besonders ins Auge fallen dabei die gravierenden Änderungen bei YouTube Shorts. Ab dem 1. Februar 2027 müssen Creator den Plänen der Plattform zufolge innerhalb der vergangenen 90 Tage mindestens 10 Millionen qualifizierte Shorts-Aufrufe erreichen, um an Werbe- und Abonnementerlösen aus Shorts beteiligt zu werden. Für Kanalbetreiber, die bereits erhebliche Einnahmen mit den Kurzvideos erzielen, soll sich laut YouTube hingegen kaum etwas ändern. Fällt ein Kanal allerdings unter diese Schwelle, verliert er nicht automatisch seine YPP-Mitgliedschaft. Einnahmen aus klassischen längeren Videos können weiterhin erzielt werden, lediglich die Umsatzbeteiligung für Shorts wird ausgesetzt. Sobald innerhalb eines Zeitraums von 90 Tagen wieder 10 Millionen qualifizierte Shorts-Aufrufe erreicht werden, soll die Shorts-Umsatzbeteiligung automatisch erneut aktiviert werden. Neue Vorgaben auch für Qualifikation für das YPP Ebenso steigen die Anforderungen für neue Creator, die sich für die Beteiligung an Werbe- und Premium-Einnahmen des YPP qualifizieren möchten. Dafür sollen künftig entweder mindestens 8.000 qualifizierte Wiedergabestunden innerhalb der vergangenen 365 Tage oder 20 Millionen qualifizierte Shorts-Aufrufe innerhalb der vergangenen 90 Tage erforderlich sein. Kanalbetreiber, die bereits dem YPP angehören, sind von diesen neuen Einstiegshürden ausdrücklich nicht betroffen. Unverändert bleiben auch die Zugangsvoraussetzungen für Fan-Funding-Funktionen und YouTube-Shopping-Produkte. YouTube will damit für eine stärkere Trennung zwischen der grundsätzlichen Teilnahme an bestimmten Monetarisierungs­angeboten und der Beteiligung an klassischen Werbe-, Premium- beziehungsweise Shorts-Einnahmen sorgen. Wachstum von YouTube als Grund Als Hintergrund für die geplanten Änderungen verweist die Videoplattform vor allem auf ihr starkes Wachstum. Mittlerweile soll YouTube eigenen Angaben zufolge täglich mehr als 200 Milliarden Shorts-Aufrufe verzeichnen, gleichzeitig werden jeden Tag mehr als eine Milliarde Stunden YouTube-Inhalte auf Fernsehern angesehen. Ausweitung von YouTube Lite soll neue Einnahmen generieren Eine weitere zentrale Neuerung betrifft YouTube Lite. Das günstigere Abonnement soll nun auf sämtliche Länder ausgeweitet werden, in denen auch YouTube Premium angeboten wird. Premium Lite kostet 7,99 Euro und ermöglicht bei den meisten Inhalten eine unterbrechungsfreie Wiedergabe sowie Offline- und Hintergrundwiedergabe. Für die Premium- und Premium-Lite-Abonnements will YouTube den Plänen zufolge jeweils eigene Einnahmepools einrichten, durch die Erweiterung sollen sich zudem zusätzliche Verdienst­möglichkeiten für Kanalbetreiber eröffnen. So sollen bei regulärem YouTube Premium 30 Prozent der Netto-Abonnement­umsätze in den entsprechenden Pool fließen, bei Premium Lite sollen es 60 Prozent sein. Berücksichtigt werden sollen dabei auch Kosten für Betrieb und Vermarktung sowie Zahlungen an Musikpartner. Die Verteilung innerhalb der Pools richtet sich nach Wiedergabezeit und Aufrufen durch Abonnenten. Creator sollen dabei bei klassischen längeren Videos einen Umsatzanteil von 55 Prozent und bei Shorts von 45 Prozent erhalten. YouTube weist zudem darauf hin, dass Partner im Durchschnitt höhere Einnahmen verzeichnen, wenn ein Zuschauer Premium verwendet, als wenn derselbe Zuschauer werbefinanzierte Inhalte konsumiert.

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