Yukhym Konoplia: Wie schlimm ist die Verletzung? Polanski gibt Update
Für Yukhym Konoplia war der zweite Einsatz im Trikot Borussia Mönchengladbachs schon nach zwölf Minuten beendet. Nach einem harten Einsteigen des Esseners Franci Bouebaris blieb der Ukrainer liegen, recht schnell kam das Signal der herbeigeeilten Kollegen, dass es beim Außenverteidiger nicht weitergehen würde. Konoplia humpelte nach einer ersten Behandlung vom Spielfeld und hielt sich das rechte Knie. „Direkt nach dem Spiel ist es schwer mit einer Diagnose, aber wenn man weiß, was das für ein harter Hund ist und wenn er sagt, es geht nicht mehr weiter, dann wird es auch nicht mehr weitergehen“, sagte Borussias Trainer Eugen Polanski. Er hoffe, dass es nicht so schlimm ist. „Er merkt sein Innenband – das muss nichts Großes heißen, aber es ist natürlich erst mal keine gute Nachricht“, fügte der Coach hinzu. Am späten Samstagabend meldete sich Konoplia auf seinem Instagram-Kanal: „Gebt dem Spieler keine Schuld. Ich bin sicher, er hat es nicht absichtlich getan. Ich hoffe, die Verletzung ist nicht schwerwiegend und ich werde hart arbeiten, um noch stärker zurückzukommen“, schrieb er. Für Konoplia kam Dillon Berko aus der U23 in die Partie, da Joe Scally, der sich mit dem Ukrainer um den Stammplatz rechts hinten duellieren dürfte, nach seiner WM-Teilnahme noch nicht ins Training eingestiegen ist. Auch links hinten musste Polanski wieder improvisieren: Zwar stand Lukas Ullrich wieder zur Verfügung, nachdem er vor einer Woche benommen hatte ausgewechselt werden müssen. Doch dafür fehlte in David Herold der zweite Linksverteidiger. „Er hat seit Mittwoch Oberschenkelprobleme. Wenn es hart auf hart gekommen wäre, hätten wir ihn auch einsetzen können. So war es eine Vorsichtsmaßnahme, damit er am Dienstag wieder ins Training einsteigen kann“, sagte Polanski, der stattdessen den jungen Edin Biber wieder hinten links aushelfen ließ. Neben Herold war ein weiterer Profi im Vergleich zum 6:0 beim Wuppertaler SV nicht mit von der Partie: Nathan Ngoumou, der vor einer Woche sein Comeback nach mehr als 15 Monaten Verletzungspause gefeiert hatte, fehlte auf dem Spielberichtsbogen. Dies soll allerdings nichts mit einem bevorstehenden Wechsel zu tun haben. „Es ist einfach so, dass ich so viele Spieler habe und die Minuten verteilen will und muss, um irgendwo einen Rhythmus reinzubekommen“, erklärte Polanski. Es sei mit Ngoumou, der den Klub in diesem Sommer ein Jahr vor dem Vertragsende verlassen kann, abgesprochen gewesen, dass es in Wuppertal mit dem Comeback klappt. „Wenn wir jetzt zum Glück keine großartigen Verletzungen haben, dann trifft es immer irgendwelche Leute, die die Position teilweise dreifach besetzen und nicht doppelt“, fügte Polanski hinzu. In Wuppertal hatte Ngoumou, von Haus aus Offensivspieler, hinten rechts verteidigt. Angesichts der Verletzung Konoplias hätte der Trainer ihn letztlich sicherlich gut gebrauchen können in Essen.