Zahl ziviler Todesopfer steigt dramatisch.
Startseite Politik Ukraine-Krieg aktuell: Tödlichster Monat seit 2022 – Zahl ziviler Todesopfer steigt dramatisch Von: Jens Kiffmeier, Simon Schröder, Felix Busjaeger, Christian Stör Uns auf Google folgen Aktuelle News-Lage im Ukraine-Krieg im Ticker: 634 Zivilpersonen im Juli getötet. Kiew attackiert Basis von Russlands Schwarzmeerflotte. Update, 9:50 Uhr: Der Ukraine-Krieg fordert einen dramatisch wachsenden zivilen Blutzoll: Allein in den ersten sieben Monaten des Jahres sind laut dem Conflict Intelligence Team (CIT) mindestens 2491 Zivilpersonen durch gegenseitige Angriffe Russlands und der Ukraine ums Leben gekommen. Der Juli war dabei mit 634 Toten der schlimmste Einzelmonat seit Herbst 2022. Das entspricht mehr als 20 Todesopfern täglich. Damit übertrifft der Juli den bisherigen Höchstwert des Jahres deutlich: Im Juni hatte CIT noch 451 Todesopfer gezählt. Rund 30 Prozent der im Juli Getöteten kamen in Russland oder in von Russland besetzten ukrainischen Gebieten ums Leben. Zusätzlich wurden laut CIT mindestens 4590 Menschen verletzt. Auch die Vereinten Nationen bestätigten, dass der Juli der verlustreichste Monat für Zivilpersonen in der Ukraine seit März 2022 war. Transparenzhinweis Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Nordkorea gerät erneut in den Fokus Update, 8:40 Uhr: Erneut gerät Nordkorea im Ukraine-Krieg in den Fokus. Nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zuletzt gesagt hatte, dass bis zu 50.000 nordkoreanische Soldaten in Russland erwartet werden, hat Nordkorea nun offenbar eine ballistische Rakete in Richtung Japan abgefeuert. Die japanische Regierung kritisierte den Vorfall als „Bedrohung für Frieden und Sicherheit“. Der Raketenstart erfolgte nur wenige Tage vor dem geplanten Beginn eines Militärmanövers der USA und Südkoreas. Bei den Übungen sollen die Soldaten nach Auskunft eines Manöver-Sprechers auf einen möglichen Kampf gegen kampferprobte nordkoreanische Truppen vorbereitet werden. Er verwies dabei auf den Einsatz nordkoreanischer Soldaten im Ukraine-Krieg. Ukraine-Krieg aktuell: Russland fängt 502 ukrainische Drohnen ab Update, 8:00 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 502 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Betroffen gewesen seien mehrere russische Regionen. Wie viele der gegnerischen Drohnen entdeckt wurden oder ihr Ziel getroffen haben, teilte Russland nicht mit. Solche Militärangaben sind nicht unabhängig überprüfbar, die genannte Zahl lässt aber auf einen intensiven Angriff schließen. Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Explosionen erschüttern russische Hafenstadt Noworossijsk Update, 12. August, 6.30 Uhr: Die Ukraine hat in der Nacht die russische Schwarzmeer-Hafenstadt Noworossijsk sowie die von Russland besetzte Halbinsel Krim mit Drohnen angegriffen. Laut russischen Staatsmedien trafen Drohnentrümmer dabei sechs Wohngebäude, ein Geschäftsgebäude sowie eine Baustelle in Noworossijsk. Auf der Krim wurden nach Angaben des Telegram-Kanals Crimean Wind mehrere Explosionen in der Nähe des Wärmekraftwerks Balaklawa bei Sewastopol gemeldet; ein Anwohner schilderte gegenüber dem Kanal: „Seit Mitternacht gibt es mehrere Explosionen, Maschinengewehrfeuer und Drohnen über uns.“ Ukraine-Krieg aktuell: Putin schmiedet laut Selenskyj Pläne für große Mobilisierung Update, 22:13 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kremlchef Wladimir Putin erneut vorgeworfen, eine groß angelegte Mobilisierung zu planen. Die massenhafte Rekrutierung von Soldaten werde für den Herbst vorbereitet, gleich nach der Parlamentswahl im September, sagte Selenskyj in einer abendlichen Videobotschaft und berief sich auf Geheimdienstinformationen und russische Dokumente. Bis zum Jahresende gehe es um mehrere Hunderttausend Russen und noch einmal ungefähr so viele für das nächste Jahr, behauptete er. Putin wolle den Anschein erwecken, dass die Russen den Krieg gegen sein Land angeblich unterstützen. Vorschläge für Kriegsende Update, 21:04 Uhr: Die Ukraine hat den USA Friedensvorschläge für den Ukraine-Krieg übergeben. „Wir haben der amerikanischen Seite unsere Vorschläge übermittelt“, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Washington solle helfen, die ukrainische Verteidigung – insbesondere durch Flugabwehr – zu stärken und Druck auf Moskau auszuüben. Ziel sei es, Russland dazu zu bringen, sich auf ein Kriegsende vorzubereiten, anstatt den Konflikt zu verlängern. Ukraine-Krieg aktuell: Deutschland liefert Kiew Hilfspaket für den Katastrophenschutz Update, 20:00 Uhr: Der in Russland zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilte ehemalige US-Soldat Robert Gilman ist wieder frei. „Nach meinen Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin hat Russland zugestimmt, ihn freizulassen – und zwar vor allem aus humanitären Gründen“, erklärte US-Präsident Donald Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Moskau habe im Gegenzug für die Freilassung des früheren Marineinfanteristen keine Forderungen gestellt. „Es hat keinen Tausch gegeben“, betonte Trump. Die USA und Russland hatten in der Vergangenheit immer wieder Häftlinge ausgetauscht. Update, 18:46 Uhr: Deutschland hat dem ukrainischen Katastrophenschutz ein Hilfspaket im Wert von 5,7 Millionen Euro übergeben, das erstmals auch Robotersysteme umfasst. Das berichtet die Kyiv Post. Darunter befinden sich unter anderem die Modelle Alpha Robotics Wolf R1 sowie LUF 60 zum Löschen von Bränden und für Einsätze unter gefährlichen Bedingungen. Neben den Robotern umfasst das Paket Feuerwehrfahrzeuge, einen schweren Bergungsschlepper, Lkw sowie Busse und Schutzausrüstung für Einsatzkräfte. „Inmitten von Russlands brutalem Krieg sind die Herausforderungen für den ukrainischen Katastrophenschutz noch schwieriger geworden. Ukrainische Rettungskräfte zeigen außerordentliche Pflichterfüllung und Heldenmut“, sagte Katrin Buchholz, Geschäftsträgerin der deutschen Botschaft in Kiew, wie die Kyiv Post zitiert. Ukraine-Krieg aktuell: Russland entwickelt Starlink-Äquivalent – Kiew warnt vor Folgen Update, 17:59 Uhr: Russland entwickelt mit dem Satellitennetzwerk „Rasswet“ eine eigene Alternative zu Starlink, die russischen Streitkräften künftig die Echtzeit-Steuerung von Drohnen über der Ukraine ermöglichen könnte. Das stellt Kiew im Ukraine-Krieg vor ein gravierendes Ungleichgewicht, denn Kiew kann Starlink seinerseits nicht zur Drohnensteuerung über russischem Territorium nutzen, weil der Dienst dort nicht verfügbar ist. Das berichtet die Kyiv Post. Serhii „Flash“ Beskrestnow, Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj für Verteidigungstechnologie, fordert deshalb Konsequenzen: „Das Netzwerk der Satelliten ‚Rasswet‘ beim Feind wird ein Problem für uns sein. Die Kommunikation an den feindlichen Fronten wird sich verbessern – das ist klar“, schrieb Beskrestnow auf Facebook. Der Berater mahnte, die Ukraine müsse die Entwicklung von Systemen zur elektronischen Kriegsführung priorisieren, die das russische Netzwerk stören könnten. Ukraine greift Ölraffinerie in russischer Stadt Orsk an Update, 16:46 Uhr: Das ukrainische Militär hat im Ukraine-Krieg eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Orsk angegriffen. Nach eigenen Angaben war die Raffinerie Orsknefteorgsintez das Ziel des Angriffs. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Laut einer Mitteilung des ukrainischen Militärs auf Telegram wurde ein Brand festgestellt, das Ausmaß der Schäden werde noch ermittelt. Die betroffene Anlage verfügt über eine Verarbeitungskapazität von sechs Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr und produziert unter anderem Benzin, Diesel sowie Flugbenzin. Ukraine-Krieg aktuell: Sechs Menschen in Saporischschja getötet Update, 15:30 Uhr: Bei russischen Raketen- und Bombenangriffen sind in der südostukrainischen Stadt Saporischschja laut Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens sechs Menschen getötet worden. „Ein brutaler Angriff, der darauf abzielte, der zivilen Infrastruktur maximalen Schaden zuzufügen“, schrieb der Staatschef bei Telegram. Bei den nächtlichen Angriffen seien weitere 19 Menschen verletzt worden. Das russische Militär habe auch eine nordkoreanische ballistische Rakete eingesetzt. Selenskyj zufolge gab es auch russische Angriffe auf Umspannwerke in den Städten Cherson und Charkiw. Es sei zu Stromausfällen gekommen. Ukraine-Krieg aktuell: Kiew greift Wildberries-Lager in Woronesch an Update, 14:19 Uhr: Die Ukraine hat Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in Woronesch mit Drohnen angegriffen und in Brand gesetzt. Das bestätigte Robert „Magyar“ Brovdi, Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, auf Telegram. Ein „ukrainischer, freiheitsliebender Vogel“ habe ein Paket mit „kinetischem Sand“ zugestellt, weswegen die Lagerhalle in Flammen aufgegangen sei, zitierte ihn die Ukrainska Pravda. Im Ukraine-Krieg hatte er bereits zuvor erklärt, Angriffe auf Wildberries-Standorte sollten die russische Zivilbevölkerung die Folgen des Krieges spüren lassen. Lage im Ukraine-Krieg: Russland zielt aktuell wieder verstärkt auf die Energieinfrastruktur Update, 13:00 Uhr: Russland plant offenbar einen Großangriff auf Kiews Energieinfrastruktur. Das berichtet das Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebericht. Demnach bereitet die russische Führung laut Geheimdienstinformationen eine entsprechende Angriffskampagne vor. Damit sollen die ukrainischen Bemühungen zur Stärkung der Energieversorgung sabotiert werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am 5. August lokale Behörden zur Umsetzung von Resilienzplänen aufgerufen und drei zentrale Prioritäten für den Winter genannt: Schutz kritischer Infrastruktur, ausreichende Schutzräume sowie den Ausbau der Raketenabwehr. Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Großbrände nach ukrainischen Angriffen in Russland Update, 11:30 Uhr: Bei neuen massiven Drohnenangriffen im russischen Hinterland hat die Ukraine mindestens eine Ölraffinerie und Lagerhallen des landesweit größten Online-Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Im Gebiet Woronesch brannten Zehntausende Quadratmeter Lagerfläche, wie Gouverneur Alexander Gussew mitteilte. Die Anlagen des Logistikzentrums seien evakuiert worden, teilte Wildberries am Morgen mit. Auch eine Ölraffinerie in Orsk im Gebiet Orenburg an der Grenze zu Kasachstan soll nach Meldungen in den sozialen Netzwerken nach einem Drohnenangriff in Brand geraten sein. Gouverneur Jewgeni Solnezew bestätigte nur, dass ein Feuer in einem Industrieobjekt nach der Attacke ausgebrochen sei. Er sagte nicht, dass es sich um eine Raffinerie gehandelt habe. Einen weiteren Brand in einer Ölraffinerie meldete die russische Staatsagentur Tass aus Komsomolsk am Amur – im äußersten Osten des Landes. Verluste für Russland Update, 10:00 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1190 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,45 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 44 Artilleriesysteme und 1578 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg. Soldaten: 1.460.340 (+1190 zum Vortag) Panzer: 12.259 (+4) Artilleriesysteme: 47.713 (+44) Mehrfach-Raketenwerfer: 2020 (+1) Luftabwehrsysteme: 1560 (+2) Drohnen: 454.572 (+1578) Marschflugkörper: 5007 (=) Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs. Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Rosneft-Raffinerie steht in Flammen Update, 8:45 Uhr: In der russischen Stadt Komsomolsk-am-Amur steht die Rosneft-Raffinerie in Flammen. Die Ursache ist laut der russischen Nachrichtenagentur TASS unklar. Anwohner meldeten dichte Rauchsäulen nahe der Anlage. Die Raffinerie verarbeitet rund acht Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr und gehört zu den wichtigsten Treibstofflieferanten im russischen Fernen Osten. Laut dem Pressedienst des Unternehmens wurde niemand verletzt. Erst in der Nacht zuvor hatten ukrainische Streitkräfte die Taneko-Raffinerie in Tatarstan angegriffen und dort ebenfalls einen Brand ausgelöst. Aktuelle Lage im Uraine-Krieg: Wildberries-Lager in Flammen Update, 8:00 Uhr: In Russland steht erneut ein Wildberries-Lager in Flammen. Nach ukrainischen Drohnenangriffen im Dorf Nowaja Usman in der Oblast Woronesch wurde ein Logistikzentrum nach einer Reihe von Explosionen von Flammen erfasst. Gouverneur Alexander Gusew hatte zuvor Luftalarm wegen drohender Drohnenangriffe ausgerufen. Der Online-Riese Wildberries, dessen Bankensparte im Juli von der EU wegen finanzieller Beiträge zum russischen Staatshaushalt mit Sanktionen belegt wurde, bietet auf seiner Plattform unter anderem Drohnenkomponenten und Schutzwesten an. Ukraine-Krieg aktuell: Russland startet erneut Luftangriffe auf ukrainische Städte.