ZDF-"Politbarometer": Mehrheit lehnt AfD-geführte Regierung im Osten ab
Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern lehnt eine klare Mehrheit der Deutschen eine AfD-geführte Landesregierung ab. Wie aus dem neuen ZDF-Politbarometer der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht, finden es knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten schlecht, wenn die AfD nach den Wahlen einen Ministerpräsidenten stellen würde. Im Westen lehnen 66 Prozent eine AfD-geführte Landesregierung ab, im Osten sind es 53 Prozent. Bundesweit fänden 23 Prozent einen AfD-Ministerpräsidenten hingegen gut, elf Prozent wäre es egal. Eine Mehrheit der Befragten (60 Prozent) geht der Umfrage zufolge zudem davon aus, dass es in dem jeweiligen Land zu einer schlechteren Politik führen würde, wenn die AfD dort regieren würde. 17 Prozent erwarten demnach eine bessere Politik, ebenfalls 17 Prozent rechnen mit keinem großen Unterschied. Merz verliert an Rückhalt in der Bevölkerung Bundeskanzler Friedrich Merz verliert dem ZDF-Politbarometer zufolge weiter an Rückhalt in der Bevölkerung. Der CDU-Vorsitzende kommt bei der Frage »Was halten Sie von?« auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf auf einen Wert von minus 1,9. Laut ZDF ist das der schlechteste Wert, den Merz jemals im Politbarometer erhalten hat. Ende Juli war der Kanzler bei der Befragung noch mit minus 1,5 bewertet worden. Laut Umfrage gibt es auch große Zweifel an dem Rückhalt von Merz in den eigenen Reihen. 80 Prozent der Befragten, darunter 67 Prozent der Unionsanhänger meinen, dass die CDU nicht voll hinter ihrem Parteivorsitzenden steht. Die »Beliebtheitsliste« führt Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit einem Wert von 1,3 an. SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil befindet sich mit unverändert minus 0,6 im Negativbereich. Schlusslicht der Top-Ten-Liste ist AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,5.