DAX +0,44 % 25.818,21 Pkt 18:00:00 MDAX +0,15 % 30.472,32 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -1,22 % 6.131,31 Pkt 18:00:00 Dow Jones -1,34 % 51.770,31 Pkt 21:47:53 S&P 500 -2,12 % 7.580,07 Pkt 21:47:43 Nasdaq -4,19 % 25.437,00 Pkt 22:15:59 Nikkei -2,12 % 63.290,11 Pkt 07:45:03 Gold +0,14 % 3.904,20 USD 00:12:08 Silber +0,87 % 49,53 USD 00:12:06 Brent -5,14 % 111,59 USD 00:12:07 WTI -1,73 % 102,32 USD 00:12:11 Bitcoin +0,68 % 77.962,86 USD 00:22:12 EUR/USD +0,06 % 1,11630 USD 00:21:25 EUR/GBP -0,41 % 0,83350 GBP 00:22:17 EUR/CHF -0,36 % 0,92030 CHF 00:22:15 EUR/JPY -0,08 % 175,917 JPY 00:22:16

ZDF-Sommerinterview: Alice Weidel will aus Euro aussteigen und deutsche Grenzen schließen

Nation

Die AfD will sich im Fall einer Regierungsbeteiligung auf Bundesebene für den Ausstieg Deutschlands aus dem Euro und dem Schengenabkommen einsetzen. Das sagte Parteichefin Alice Weidel im ZDF-Sommerinterview. Zugleich griff sie die CDU scharf an. Wegen ihrer Abgrenzung zur AfD, der sogenannten Brandmauer, werde die CDU »keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen«, sagte Weidel.

Die Forderung, aus dem Eurosystem auszusteigen, begründete Weidel mit der Behauptung, dass der Euro eine »instabile Währung« und eine »Weichwährung« sei. Deutschland sei es vor der Einführung der Gemeinschaftswährung »deutlich besser« gegangen. Die AfD sehe eine »breite Verarmung arbeitender Bevölkerungsschichten«.

Auch bei der Migration kündigte Weidel einen deutlich härteren Kurs an. Die AfD werde die deutschen Grenzen »zumachen« und dafür sorgen, dass Deutschland aus dem Schengenabkommen aussteige. »Dieser Vertrag wird aufgekündigt«, sagte sie. Die offenen Grenzen gefährdeten aus ihrer Sicht die innere Sicherheit. Schengen sieht grundsätzlich den Wegfall von Kontrollen an den Binnengrenzen der teilnehmenden Staaten vor. Deutschland führt allerdings bereits wieder Kontrollen an seinen Grenzen durch.

Alice Weidel zeigt sich siegessicher in Sachsen-Anhalt

Weidel kritisierte zudem die europäische Asylpolitik. Es gebe zu viel illegale Zuwanderung, und Deutschland habe »keine Rechtssicherheit mehr«. Deutschland müsse mehr Menschen abschieben und weniger Ausländer einbürgern. Alle 1,3 Millionen in Deutschland lebenden Syrer würden »zurückgeführt in ihre Heimat«, sagte Weidel.

Weidel bekräftigte zudem die Forderung ihrer Partei, das Verbrennerverbot abzuschaffen. Ihre wirtschaftspolitischen Positionen fasste sie mit den Worten »keine Eingriffe in den Markt und keine Verbotspolitik« zusammen. Den Klimawandel habe es schon immer gegeben, sagte Weidel. Maßnahmen gegen den menschengemachten Klimawandel seien aus ihrer Sicht nicht nötig.

Weidel setzt auf »Markt- und Technologieoffenheit«

Auf die Frage, wie die deutsche Industrie angesichts der wachsenden Nachfrage nach Elektroautos in China wettbewerbsfähig bleiben könne, sagte Weidel, sie wolle niemandem vorschreiben, welches Auto er fahren solle. Stattdessen setze sie auf »Markt- und Technologieoffenheit«.

Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zeigte sich Weidel siegessicher. »Wir werden in den ersten Bundesländern regieren«, sagte sie im ZDF. »Und wir werden auch im Bund regieren.« Die AfD werde den Menschen zeigen, »was wir können«.

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