DAX +0,70 % 26.323,88 Pkt 18:00:00 MDAX -0,55 % 32.251,14 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,18 % 6.535,62 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,17 % 53.975,98 Pkt 22:40:36 S&P 500 +0,56 % 7.753,11 Pkt 22:38:36 Nasdaq +0,98 % 26.605,36 Pkt 23:15:59 Nikkei +2,08 % 66.970,22 Pkt 08:45:03 Gold +1,78 % 4.439,50 USD 07:40:02 Silber -0,17 % 65,00 USD 07:40:00 Brent +0,14 % 87,84 USD 07:40:05 WTI +0,17 % 82,27 USD 07:40:07 Bitcoin +0,09 % 63.967,09 USD 07:49:56 EUR/USD -0,10 % 1,15450 USD 07:49:24 EUR/GBP -0,29 % 0,85410 GBP 07:50:01 EUR/CHF +0,14 % 0,93520 CHF 07:50:09 EUR/JPY +0,68 % 183,716 JPY 07:50:10

Zehn Jahre „No Man's Sky“: Vom Skandalstart zum kostenlosen Dauerprojekt

Allgemein

Inhaltsverzeichnis Weiterlesen nach der Anzeige Zehn Jahre nach einem Release, der als Musterbeispiel für Overhyping und Underdelivering in die Gaming-Geschichte einging, ist „No Man’s Sky“ rehabilitiert und ein Gegenentwurf zur üblichen Verkaufslogik mit In-App-Käufen. Es gibt kein Season-Pass-Modell, keine kostenpflichtigen Inhalte, kein Abonnement. Zum Jubiläum blickt Hello Games auf diese Entwicklung zurück – von „Beyond“ bis zum angekündigten „Cosmos“-Update. Insgesamt hat das Studio in den zehn Jahren über 40 größere Updates für das Spiel veröffentlicht. Empfohlener redaktioneller Inhalt Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen. Vom Fehlstart zum Dauerexperiment Als „No Man’s Sky“ im August 2016 erschien, war die Fallhöhe beträchtlich. Hello Games hatte über Jahre ein prozedural erzeugtes Universum mit nahezu unendlicher Ausdehnung versprochen – zum Release fehlten jedoch zentrale Funktionen, die in Trailern und Interviews suggeriert worden waren. Die Planetenwelten wirkten trotz ihrer rechnerischen Vielfalt auf Dauer zu ähnlich, der versprochene Multiplayer existierte schlicht nicht. Die britische Advertising Standards Authority leitete eine Untersuchung wegen möglicher Irreführung ein, kam Ende 2016 aber zu dem Schluss, dass die Werbung nicht irreführend war. Auf Change.org sammelten sich Petitionen, die Rückerstattungen, Entschuldigungen und rechtliche Schritte forderten. Hello Games igelte sich fast drei Monate lang ein. Im November 2016 folgte dann das „Foundation“-Update mit Basisbau, neuen Spielmodi, Farming-Mechaniken und beladbarem Raumfrachter. Das folgende Update „Pathfinder“ brachte Fahrzeuge, „Atlas Rises“ eine rudimentäre Multiplayer-Grundlage und eine überarbeitete Handlung. Das Versprechen echter gemeinsamer Erkundung blieb indes noch uneingelöst. NEXT und Beyond: Der eigentliche Neustart Das änderte sich 2018 mit dem NEXT-Update, das den lang vermissten vollwertigen Multiplayer-Modus nachlieferte. Spieler konnten nun gemeinsam Kolonien errichten und gegen andere antreten; gleichzeitig erschien das Spiel erstmals für die Xbox One. Grafik, Charakteranpassung und Steuerung wurden grundlegend überarbeitet. Kurz darauf folgte ein Update, das Multiplayer und epische Raumschlachten in nennenswertem Umfang etablierte: Gruppen konnten das Universum nun gemeinsam erkunden oder kooperative Missionen absolvieren. Die Stimmung in der Community begann sich merklich zu drehen. Weiterlesen nach der Anzeige 2019 legte Beyond noch einmal nach. Das Update brachte vollständige VR-Unterstützung sowie einen deutlich ausgebauten Multiplayer für bis zu 32 Spieler auf dem PC (Konsolen: 8). Technisch vollzog Hello Games dabei den Wechsel von OpenGL auf Vulkan. „Beyond“ fiel so umfangreich aus, dass es in der Community als „No Man’s Sky 2.0“ gehandelt wurde. Danach kamen lebende Raumschiffe, Mech-Anzüge, Begleiter, Expeditionen und Unterwasserwelten. Die kontinuierlichen Updates lösten spätestens 2024 eine paradoxe Reaktion aus: Teile der Community begannen öffentlich zu fordern, Hello Games solle aufhören, kostenlose Updates zu veröffentlichen – und stattdessen endlich Geld dafür nehmen. Manche plädierten sogar für Mikrotransaktionen, um das Studio wenigstens finanziell unterstützen zu können. Hello-Games-Mitgründer Sean Murray signalisierte indes, dass die Entwickler nicht vorhätten, damit aufzuhören. Worlds Part 1 und 2: Die Engine wächst mit Einen technisch besonders sichtbaren Einschnitt markierte das Update „Worlds Part 1“, mit dem Hello Games die Grafikgrundlagen nach acht Jahren grundlegend erneuerte. Mit neuen Planetenvarianten, volumetrischen Wolken sowie überarbeiteten Wasser- und Wettereffekten entfernte sich „No Man’s Sky“ sichtbar von seiner ursprünglichen technischen Basis. Im November 2024 erreichte „No Man’s Sky“ bei Steam mit über 245.000 Nutzerrezensionen die Einstufung „Sehr positiv“. Acht Jahre nach dem vergeigten Start war die Wende damit in den Bewertungen der Spielerbasis ablesbar. Mit „Worlds Part 2“ und Milliarden neuer Sonnensysteme trieb Hello Games den Ansatz Anfang 2025 weiter. Damit kamen Gasriesen, die bisherige Planeten um ein Vielfaches überragen, tiefe Unterwasserwelten, neue Biome und Terraintypen hinzu. Auch Engine-Verbesserungen aus dem in Entwicklung befindlichen Fantasy-Projekt „Light No Fire“ fließen seitdem direkt zurück in „No Man’s Sky“. „Voyagers“ und „Xeno Arena“: Technik- und Themenwechsel Dass Hello Games dabei auch technisch neue Wege geht, zeigt das „Voyagers“-Update mit KI-Upscaling für PlayStation VR2. Parallel kamen modular konstruierbare Korvetten hinzu, die Spieler gemeinsam als fliegende Basis betreiben können. Auch inhaltlich hat Hello Games kürzlich einen unerwarteten Schlenker gemacht: Das jüngste Update mit Pokémon-artigen Kreaturenduellen fügt mit Holodecks und rundenbasierten Kämpfen ein in sich geschlossenes Spielsystem hinzu, das mit dem ursprünglichen Weltraumerkundungskonzept wenig gemein hat. Seltene Aliens lassen sich sammeln, trainieren und genetisch modifizieren. Hello Games arbeitet derweil nicht mehr nur an weiteren Updates für „No Man’s Sky“, sondern auch an dem neuen Titel „Light no Fire“. Noch gibt es keinen festen Release-Termin für das Open-World-Adventure – vielleicht gibt sich Hello Games dieses Mal ja mehr Zeit.

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