Zehn Prozent aller Erwachsenen unerkannt nierenkrank: „Betroffene fühlen sich häufig völlig gesund“
Nierenversagen ist eine der häufigsten Todesursachen, die Zahl der Betroffenen steigt. Doch Patienten sind ahnungslos, und viele Hausärzte erkennen eine Nierenkrankheit erst spät. Dabei wäre die Früherkennung leicht. Von Walter Willems Stand: heute, 13:59 Uhr Sie nutzen Google? Sie können sich Artikel des Tagesspiegels in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr erfahren oder direkt aktivieren. Nierenkrankheiten können schlimme Folgen haben – beginnen zunächst aber tückisch: Denn wenn das Organ, das das Blut reinigen und Harn produzieren soll, allmählich seine Funktion einbüßt, spüren Betroffene davon lange Zeit nichts. Meist zeigen sich Symptome wie etwa Übelkeit, Appetitmangel oder Herz-Kreislauf-Probleme erst dann, wenn das Organ schon stark geschädigt ist. So kann mitunter eine lebenslange Dialyse oder eine neue Niere erforderlich werden: Bundesweit sind 100.000 Menschen auf eine regelmäßige Blutwäsche angewiesen, weitere 20.000 leben mit einer Spenderniere.