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Zetterer erlebt Horror-Debüt für Leeds: 6 Gegentore in einer Halbzeit

Sport

Michael Zetterer hat bei seinem Debüt für Leeds United einen Abend zum Vergessen erlebt. Der Ende August für 5 Millionen Euro Ablöse von Eintracht Frankfurt verpflichtete Torhüter stand beim spektakulären 3:6 im EFL Cup gegen den FC Chelsea erstmals für die Peacocks zwischen den Pfosten – und geriet nach einer denkwürdigen zweiten Halbzeit bei Fans und lokalen Medien heftig in die Kritik.

Dabei hatte für Zetterer und Leeds zunächst alles nach einem perfekten Abend an der Stamford Bridge ausgesehen. Tarik Muharemovic brachte die Mannschaft von Trainer Daniel Farke nach 23 Minuten in Führung, kurz nach Wiederbeginn erhöhte Brenden Aaronson auf 2:0 (48.). Zu diesem Zeitpunkt hatte Zetterer einen weitgehend unauffälligen Einstand erlebt. Doch dann kippte die Partie komplett. Chelsea-Coach Xabi Alonso wechselte zur Pause unter anderem Cole Palmer, Morgan Rogers und Pedro Neto ein. Palmer verkürzte per Elfmeter (53.) und stellte nur zwei Minuten später auf 2:2, ehe Neto (60.) und Danny Welbeck (65.) binnen zwölf Minuten aus einem 0:2 ein 4:2 machten. Dominic Calvert-Lewin brachte Leeds noch einmal heran (75.), aber Valentín Barco (80.) und erneut Welbeck (90.+4) sorgten für den 6:3-Endstand.

Den Opta-Statistiken zufolge kamen acht Chelsea-Schüsse auf Zetterers Tor, von denen der 31-Jährige zwei parierte. Wenngleich dem 31-Jährigen keineswegs alle Gegentore anzulasten waren, sah sich der Keeper im Anschluss an die Partie auch Kritik ausgesetzt. So habe er bei einigen Treffern keine gute Figur gemacht, war der Tenor in der englischen Presse sowie in Fan-Foren. Vor allem beim Ausgleich durch Palmer habe der Deutsche unglücklich ausgesehen, hieß es. Der Abschluss aus rund 20 Metern schlug im Eck ein, während der Keeper nahezu regungslos blieb. Mit Blick auf das 3:2 durch Neto befanden die TV-Experten von „Sky Sports“, Zetterer hätte besser reagieren können. Welbecks Treffer zum 4:2 ging anschließend aus kurzer Distanz durch seine Beine. Beim 5:3 durch Barco kritisierten Medien zudem seine Rolle in der Entstehung.

Trainer Farke vermied nach dem Spiel Einzelkritiken und sprach von einem „verrückten Spiel“: „So etwas passiert eben, wenn man so viel rotiert, und das birgt natürlich ein gewisses Risiko. Aber ich denke, insgesamt hatten wir nach 60 Minuten das Spiel voll im Griff, erzielten das 2:0 und hatten alles unter Kontrolle. Und dann traf Chelsea, ohne eine einzige Chance zu haben.“

Zugleich bemängelte der Coach fehlende Konzentration und den Umgang mit kleinen Details. Farke hatte seine Startelf gegenüber dem vorherigen Ligaspiel auf acht Positionen verändert. Neben Zetterer feierte auch Melvin Bard sein Debüt für Leeds. „Einige Spieler brauchten heute ihre Chance, andere wiederum brauchten eine Pause, und deshalb haben wir das Risiko in Kauf genommen, heute nicht fehlerfrei zu sein. Wenn ich das Spiel insgesamt bewerte, hatten wir etwas mehr Ballbesitz als Chelsea, exakt die gleiche Anzahl erwarteter Tore und sogar mehr Schüsse. Ich denke, leistungsmäßig können wir sehr viel Positives daraus mitnehmen.“

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