DAX +0,41 % 26.440,31 Pkt 18:00:00 MDAX +0,40 % 32.464,39 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 -0,09 % 6.539,59 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,07 % 53.732,41 Pkt 22:41:05 S&P 500 +0,48 % 7.785,76 Pkt 22:39:27 Nasdaq +0,53 % 26.729,16 Pkt 23:15:59 Nikkei +0,68 % 69.180,05 Pkt 07:56:20 Gold +0,37 % 4.453,50 USD 08:01:21 Silber +1,45 % 66,05 USD 08:01:22 Brent -0,28 % 88,27 USD 08:01:20 WTI -0,81 % 81,73 USD 08:01:20 Bitcoin +1,13 % 63.540,17 USD 08:11:16 EUR/USD +0,47 % 1,15890 USD 08:10:54 EUR/GBP -0,01 % 0,85480 GBP 08:11:23 EUR/CHF +0,12 % 0,94010 CHF 08:11:22 EUR/JPY +0,22 % 184,291 JPY 08:11:23

Zeugen zeichnen belastendes Bild der Angeklagten

Allgemein

Startseite Verbraucher Prozess um getöteten Fabian: Zeugen zeichnen besorgniserregendes Bild der Angeklagten Von: Sandra Sporer, Julian Mayr Uns auf Google folgen Neue Zeugenaussagen belasten Gina H. schwer. Auch der Vater des getöteten Jungen gerät erneut in den Fokus. Rostock – Update vom 1. Juli, 20 Uhr: Der letzte Zeuge an diesem Verhandlungstag ist Marian J., ein Bekannter der Angeklagten. Nach einem Bericht des Stern sagte er aus, dass er an einer Beziehung mit Gina H. interessiert war. Sie habe ihn jedoch lediglich „ausgenutzt“ und unter anderem Geld von ihm verlangt – was er allerdings verweigert habe. Marian J. schilderte die Angeklagte im Weiteren als „anstrengend, von null auf 100 in einer Millisekunde, aufbrausend“ – auch im Umgang mit ihrem Sohn und Matthias R. Zudem soll Gina H. ihr Pferd Tiffy bei einem Turnier geohrfeigt haben. Wie bereits die zuvor gehörten Zeugen zeichnete auch dieser Zeuge damit kein positives Bild von der Angeklagten und ihrem Verhalten. Im Anschluss an seine Aussage beendete der Richter den 16. Verhandlungstag. Die Fortsetzung der Verhandlung mit dem 17. Verhandlungstag ist für Donnerstag (2. Juli) vorgesehen. Update vom 1. Juli, 19:00 Uhr: Drei weitere Zeugen sollen heute noch im Fall Fabian befragt werden. Der erste von ihnen ist Jörg M. (70), der seit etwa acht Jahren mit Gina H. befreundet ist. Laut ihm leide die Angeklagte an einem „unterdurchschnittlichen Selbstwertgefühl“ und einem „unterdurchschnittlichen Empathieempfinden“, zitiert der Stern. Außerdem reagiere sie meist über, was den Umgang mit ihr schwer mache, berichtet Jörg M. weiter, der laut eigener Aussage ihre Fähigkeiten als Reiterin sowie ihr Wissen über Pferde schätzte. Der Zeuge unterstützte die Angeklagte allerdings auch finanziell. Er ließ ihr regelmäßig vierstellige Summen zukommen. Auf den Grund dafür angesprochen erklärte er: „Ich wollte sie aus ihrer Selbstisolation führen.“ Nach Miete und Fixkosten blieben Gina H. monatlich gerade einmal 700 Euro, von denen sie sich, ihr Kind und ihre fünf Pferde versorgen musste. Die Frage, ob er sich eine Beziehung mit der Angeklagten ausmalte, verneinte der 70-Jährige entschieden. Jörg M. hatte auch nach dem Leichenfund Kontakt mit Gina H. Am 14. Oktober habe sie ihm „völlig aufgelöst“ erzählt, dass sie Fabians Leiche gefunden und die Polizei gerufen hatte, berichtet der Zeuge. Dass sie zuvor schon zweimal nahe der Leichenfundstelle gewesen war, erwähnte sie ihm gegenüber nicht. Als Nächstes steht die Vernehmung von Silke G., der Friseurin von Gina H. an. In Sprachnachrichten zwischen der Friseurin und der Angeklagten warf Gina H. Fabians Mutter vor, ihn zu vernachlässigen. „Ich kann dir nur so viel sagen: Er war gestern den ganzen Tag alleine mit Bauchschmerzen zu Hause. Das macht sie immer so“, äußerte sich Gina H. etwa in einer Nachricht am 11. Oktober. In einer weiteren Nachricht, die vor dem Fund von Fabians Leiche versandt wurde, sagte sie: „Fabian war wirklich fett.“ Die Vergangenheitsform erregte hierbei besondere Aufmerksamkeit. Scheinbar auch bei der Zeugin. Als Silke G. am 17. Oktober erfuhr, dass die Angeklagte die Leiche von Fabian entdeckt hatte, habe sie ein „schlechtes Bauchgefühl“ gehabt und eine befreundete Polizistin eingeschaltet. Originalmeldung: Am Mittwoch (1. Juli) setzte das Landgericht Rostock den Prozess um den gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian fort. Während Matthias R., der Vater des getöteten Jungen, erneut als Zuschauer im Saal saß, lieferten die geladenen Zeuginnen und Zeugen brisante Einblicke in das Wesen der Angeklagten Gina H. Bereits im Januar hatte die heute 30-Jährige gegenüber einer Gerichtshelferin freiwillig über ihr Leben, ihre sozialen Kontakte und ihre finanzielle Situation gesprochen. Rund eine halbe Stunde dauerte das Gespräch. Vor Gericht berichtete die Zeugin nun von ihren Eindrücken: Die Angeklagte habe zeitweise „emotional wie abgeschnitten“ gewirkt. Gerichtshelferin sagt als Zeugin im Prozess aus: Gina H. wirkte „emotional wie abgeschnitten“ Auf die Frage nach den Vorwürfen gegen sie habe Gina H. geantwortet, man werfe ihr etwas vor, das sie nicht begangen habe. Laut der Gerichtshelferin habe sie, als das Gespräch auf Fabian kam, wenig Trauer oder Betroffenheit gezeigt. Es habe gewirkt, „als würde sie aus einer heilen Familienwelt der Vergangenheit berichten“, so die Gerichtshelferin laut Bild. Deutlich anders verhielt es sich, wenn die Angeklagte über ihre fünf Pferde sprach. Hier habe sie besorgt und authentisch gewirkt, berichtete die Zeugin. „Der Kontakt zu den Tieren war intensiver als zu Menschen“, fasste sie ihre Beobachtung zusammen. Diese Einschätzung bestätigte kurz darauf die Tierärztin der Angeklagten. Die 37-Jährige schilderte, wie Gina H. auf den Tod ihres Reitpferdes „Tiffy“ reagiert hatte: „Sie war vollkommen aufgelöst, war nicht ansprechbar.“ Auch bei einer Verletzung eines Fohlens im Sommer 2025 sei die Angeklagte außer sich gewesen. Dann zog die Veterinärin einen Vergleich, der im Gerichtssaal für Stille sorgte: „So eine Reaktion habe ich bei Fabian überhaupt nicht erlebt. Das war komplett anders.“ Tierärztin berichtet von ungewöhnlichem Verhalten am Tag des Verschwindens Die Tierärztin sprach auch über den 10. Oktober 2025 – jenen Tag, an dem Fabian verschwand und laut Anklage mit sechs Messerstichen getötet wurde. Gina H. hatte sie wegen eines kranken Pferdes kontaktiert. Bei der Durchsicht ihrer Whatsapp-Kommunikation mit der Polizei fiel der Tierärztin eine Besonderheit auf: Normalerweise antwortete die Angeklagte stets binnen weniger Minuten. Am 10. Oktober habe sie jedoch zwischen 11:32 Uhr und 12:46 Uhr über 60 Minuten für eine Antwort gebraucht. Zudem habe die Beschreibung des Tieres nicht zum tatsächlichen Zustand gepasst. Irritiert zeigte sich die Zeugin auch über ein späteres Gespräch, in dem es um den vermissten Jungen ging. „Ich fand es deshalb so verwunderlich, weil sie so wenig besorgt wirkte.“ Als die Ärztin erfuhr, dass Gina H. die Leiche gefunden hatte, fragte sie direkt: Was machte sie in Klein Upahl? Die Angeklagte behauptete, gar nicht dort gewesen zu sein. Zeuge im Prozess um den getöteten Fabian lenkt Aufmerksamkeit wieder auf den Vater Als dritter Zeuge rückte ein Freund von Matthias R. dessen Wandlung in den Fokus. Am Abend des 14. Oktober 2025, dem Tag des Leichenfunds, habe der Vater dem Zeugen zufolge einen konkreten Verdacht geäußert: „Gina hat etwas mit dem Mord zu tun“, berichtet Bild aus der Zeugenaussage.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren