Zimmermann macht Tina Ruland ein „herzliches Angebot“
Die FDP-Politikerin und Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat auf die Kritik mehrerer Schauspielerinnen an der deutschen Politik reagiert. In einem Beitrag auf X wandte sie sich an Caroline Beil, Tina Ruland und Simone Thomalla, die auf einer Emmy-Veranstaltung in Berlin scharfe Kritik an Politikern und sogenannten „Altparteien“ geübt hatten. „Dass Kai Wegner absolut keine Glanzleistung abgeliefert hat, darüber sind wir uns einig“, schrieb Strack-Zimmermann. Den Vorwurf, „an allem sind einzig und allein die Altparteien schuld“, wies sie jedoch zurück. „Das ist kein Klartext, das ist das Wörterbuch der AfD, präsentiert auf dem roten Teppich“, schrieb die FDP-Politikerin. Auslöser waren Aussagen der Schauspielerinnen beim sogenannten Red-Carpet-Talk einer Emmy-Party im Berliner Stadtteil Grunewald. Caroline Beil hatte den Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner als CDU-Spitzenkandidat für die nächste Berliner Abgeordnetenhauswahl begrüßt. „Richtig so. Ein Mensch, der lügt und Tennis spielt, während 45.000 Haushalte ohne Strom sind, sollte auch schleunigst zurücktreten“, sagte Beil. „Solche Pfeifen braucht keiner, sorry.“ Zudem kritisierte sie die Politik insgesamt und warf Politikern vor, sich nicht um die Sorgen der Bürger zu kümmern. Noch weiter ging Tina Ruland. Die aktuelle politische Lage bezeichnete sie als „extremst beängstigend“ und erklärte mit Blick auf den Erfolg der AfD: „Daran sind nicht die Bürger schuld, daran ist auch nicht die AfD schuld, daran sind einzig und allein die Altparteien schuld, die schlechte Politik machen.“ Wenn Menschen sich von den etablierten Parteien nicht mehr vertreten fühlten, sei es „völlig normal, irgendwann etwas anderes zu wählen“. Auch Simone Thomalla äußerte Zweifel an der politischen Debattenkultur in Deutschland. „Wir sind in einer Demokratie, wo man letzten Endes nirgendwo mehr sagen kann, was man denkt.“ Sie kritisierte außerdem die Debatten um ein AfD-Verbotsverfahren. Stattdessen solle man sich stärker mit den Gründen auseinanderzusetzen, die Menschen zur Wahl der AfD bewegten.