Zu Gast in New York: USA verbieten UN-Delegation aus Iran das Luxus-Shopping
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Washington/Berlin – Der Shopping-Bummel auf der noblen Fifth Avenue fällt für sie in diesem Jahr aus: Eine Delegation aus dem Iran darf zwar mitten im Krieg mit den USA zur UN-Generalversammlung nach New York reisen. Einkaufstüten und Koffer bleiben aber leer, der Delegation wurde der Kauf von Luxusgütern und anderen Waren untersagt.
Nach Angaben des US-Außenministeriums darf eine „Kerndelegation des iranischen Regimes“ an der „hochrangigen Woche der UN-Generalversammlung“ teilnehmen. Allerdings werde die Delegation Reisebeschränkungen unterliegen. Zudem sei ihr nach den geltenden US-Vorgaben der Shopping-Bummel durch Edel-Boutiquen, der Kauf von Luxusgütern und anderen exklusiven Waren strikt verboten.
Kein Luxus ohne Genehmigung
Schon seit 2025 dürfen die iranische UN-Mission und ihre Mitglieder sowie iranische Regierungsvertreter, die für UN-Zwecke in die USA reisen, bestimmte Luxusgüter nur mit Genehmigung des US-Außenministeriums kaufen. Dazu zählen etwa Lederwaren, Uhren, Schmuck, Schuhe, Kosmetik, Parfüm oder Elektronik im Wert von mehr als 1 000 Dollar pro Gegenstand. Eine vorherige Genehmigung ist auch für Mitgliedschaften und Einkäufe bei Großhandelsketten wie Costco, Sam’s Club oder BJ’s erforderlich.
Die Delegation falle außerdem kleiner aus als im letzten Jahr, hieß es. Zu ihrer genauen Größe und den konkreten Reisebeschränkungen äußerte sich das Ministerium nicht. Die USA sind laut UN-Angaben als Gastgeberland der Vereinten Nationen grundsätzlich dazu verpflichtet, Delegationen den Zugang zu ermöglichen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas etwa hat die US-Regierung Berichten zufolge erneut die Einreise verweigert.
Iran-Krieg dauert schon halbes Jahr
In New York beginnt am kommenden Dienstag die UN-Generaldebatte, zu der Vertreter aus rund 140 Staaten erwartet werden. Neben US-Präsident Donald Trump werden auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (76), Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (48) oder etwa der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa (43) in New York erwartet.