Zu viel Betrug mit KI: Dänemarks Schüler müssen mündlich ran
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Kopenhagen – Selber schreiben? Für viele Schüler heute überbewertet! Künstliche Intelligenz nimmt Aufgaben ab, für die früher noch eine Menge Gehirnschmalz nötig war. Das dänische Bildungsministerium setzt deshalb nun auf einen neuen Ansatz: Schriftliche Hausarbeiten müssen die Schüler künftig mündlich „verteidigen“, berichtet der „Guardian“. Auf diese Weise sollen Lehrer erkennen können, wer sich tatsächlich mit einem Thema auseinandergesetzt hat. Tatsächlich soll es jetzt ganz schnell gehen: Wie Bildungsminister Magnus Heunicke (51) ankündigte, treten die neuen Regeln bereits mit dem Schulstart nach den Sommerferien in Kraft. Zunächst betrifft die Maßnahme nur die ältesten Schüler. Heunicke begründete den Schritt so: „Leider haben wir ein Problem mit KI-Betrug an den Oberstufen-Gymnasien.“ Es müsse deshalb sofort gehandelt werden. Überwachungs-Software auf Schulrechnern Nicht die einzige Maßnahme, die sich das Ministerium ausgedacht hat! Auch bei Prüfungen werden die Kontrollen verschärft. Schulen sind künftig verpflichtet, spezielle Software auf den eingesetzten Rechnern zu installieren. Ziel sei es, zu kontrollieren, welche Werkzeuge die Schüler nutzen, um ihre Aufgaben zu erledigen. Datenschützer dürften die Überwachungsmöglichkeiten kritisch beobachten. Bestimmte KI-Tools werden mit den neuen Regeln gleich ganz gesperrt. Auch für Lehrer ändert sich einiges: Weg von Hausaufgaben, hin zu mehr schriftlichen Tests vor Ort. Laut Ministerium könne so besser nachvollzogen werden, wer eine Aufgabe wie gelöst hat. Für die kommenden Wochen kündigte der Minister zudem Gespräche mit Lehrern, Schülern und Rektoren an. Seine Botschaft: Es müsse verhindert werden, dass KI „die Kompetenzen, die Fachlichkeit und vor allem die Fähigkeit zum eigenständigen Denken“ untergrabe. Nachbarland suspendiert bei KI-Betrug