„Zug der Liebe“ in Berlin wegen CSD-Terror abgesagt
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin – Der CSD-Terror hat Konsequenzen für die Ende August geplante Techno-Parade „Zug der Liebe“: Das Event wurde abgesagt. „Die jüngsten Ereignisse rund um den CSD haben die Lage drastisch verändert“, teilten die Veranstalter mit. Neben logistischen Problemen und offenen Fragen zur Lautstärkeregelung mit der Versammlungsbehörde habe vor allem ein anderer Faktor den Ausschlag zur Absage gegeben: die „spürbare Veränderung des gesellschaftlichen Klimas“, so der Veranstalter weiter. Massive Auflagen verhindern Event Eine Parade in diesem Jahr würde massive Auflagen mit sich bringen – unter anderem Wegfahrsperren, Personenkontrollen und ein großes Polizeiaufgebot. Das passe laut Veranstalter nicht zum „Geiste des Events“. „Der ‚Zug der Liebe’ stand immer für einen unbeschwerten, angstfreien Raum des Protestes. Eine Demonstration unter dem aktuellen, allgemeinen Angstgefühl und derart restriktiver Rahmenbedingungen widerspricht der Grundidee der Veranstaltung fundamental.“ Mit den verbliebenen Trucks wollen die Organisatoren die zeitgleich geplante Demonstration zum Erhalt des RAW-Geländes unterstützen. Das RAW-Gelände ist Berlins berühmte Party- und Kulturmeile auf dem Areal eines ehemaligen Bahnwerks in Friedrichshain. „Anstatt leise zu verschwinden, bündeln wir unsere Kräfte für eine direkte Unterstützung der bedrohten Berliner Kulturlandschaft“, teilten die Veranstalter mit. Der „Zug der Liebe“ hätte eigentlich am 29. August stattfinden sollen. Im vergangenen Jahr zogen rund 10.000 Teilnehmer durch die Berliner Innenstadt, um ein Zeichen für Toleranz, Vielfalt und Solidarität zu setzen. „Rave the Planet“ findet statt