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Zukünftige Radhaubitze für die U.S. Army - K9 schlägt Archer, Caesar, Sigma und RCH 155

Wirtschaft

Die U.S. Army hat die US-Tochter des südkoreanischen Rüstungskonzerns Hanwha Aerospace mit der Entwicklung und Lieferung von sechs Prototypen einer zukünftigen Radhaubitze beauftragt. Wie aus einer in der Nacht veröffentlichten Mitteilung der U.S. Army hervorgeht, wurde ein entsprechender Vertrag mit Hanwha Defense USA im Wert von rund 100 Millionen US-Dollar unterzeichnet. Zudem wurde eine Option für die Lieferung von bis zu zwölf weiteren Radhaubitzen vereinbart, die den Auftragswert bei Auslösung auf fast 263 Millionen US-Dollar anheben würde. Die Vertragsdauer für Entwicklung, Lieferung und Erprobung der Prototypen wurde mit vier Jahren angegeben. Die U.S. Army beabsichtigt, im Rahmen des Vorhabens „Mobile Tactical Cannon“ eigenen Angaben zufolge Radhaubitzen zu beschaffen, um damit in ausgewählten Verbänden gezogene Artilleriesysteme vom Typ M777 zu ersetzen. Die neuen Artilleriesysteme sollen über eine erhöhte Wirkung, Mobilität sowie Zuverlässigkeit verfügen und so die Überlebensfähigkeit auf dem modernen, hochgradig transparenten Gefechtsfeld steigern. Das US-Heer beabsichtigt, die Prototypen der neuen Radhaubitze im Rahmen einer Reihe von operativen Versuchen einzusetzen, um deren Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit unter realistischen Kampfbedingungen zu bewerten. Die aus der Erprobung gewonnenen Daten und Erkenntnisse sollen nach Angaben der Army direkt in die Entscheidung der Heeresführung über die Einführung des Systems für den regulären Einsatz einfließen. Die Auswahl der Hanwha-Radhaubitze ist der Army zufolge das Ergebnis „einer intensiven Markterkundung und einer umfassenden Einbindung der Branche, einschließlich zahlreicher Vorführveranstaltungen verschiedener Anbieter in den Vereinigten Staaten und im Ausland“. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, bestätigte die Marktsichtung, „dass mehrere Anbieter ausgereifte, mobile taktische Kanonenplattformen anbieten können, was einen regen Wettbewerb gewährleistet und es der Army ermöglicht, bewährte Fähigkeiten zügig zu bewerten“. Wie hartpunkt berichtete, führten die US-Streitkräfte seit Ende 2024 eine Marktsichtung durch, in der neben der Hanwha-Radhaubitze auch die Artilleriesysteme Archer (BAE Systems), Caesar (KNDS Frankreich), Sigma (Elbit Systems) und RCH 155 (Rheinmetall) in Betracht gezogen wurden. Einer Mitteilung von Hanwha Defense USA zufolge handelt es sich bei dem ausgewählten Radhaubitzenentwurf aus Südkorea um eine radgestützte Variante der bewährten Panzerhaubitze K9 mit der Bezeichnung K9 MH (Mobile Howitzer). Bei dem Artilleriesystem handelt es sich um den auf einer 8×8-Lkw-Plattform integrierten, vollautomatischen Geschützturm der Variante K9 A2. Waldemar Geiger

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