DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:04:56 Nikkei -0,80 % 62.189,65 Pkt 07:45:03 Gold +0,57 % 4.030,90 USD 21:54:50 Silber +0,12 % 54,02 USD 21:53:55 Brent -1,34 % 110,20 USD 21:50:53 WTI -1,88 % 101,33 USD 21:54:53 Bitcoin -0,28 % 79.802,10 USD 22:04:55 EUR/USD -0,37 % 1,11790 USD 22:04:46 EUR/GBP +0,02 % 0,83730 GBP 22:04:52 EUR/CHF +0,48 % 0,92440 CHF 22:04:46 EUR/JPY +0,16 % 175,880 JPY 22:05:00

Zukunftsdenken: Mentales Zeitreisen aktiviert Belohnungssystem

Gesundheit

Der Psychologe Ekrem Dere von der Ruhr-Universität Bochum hat eine Theorie veröffentlicht, die zeigt: Wer bewusst über künftige Ereignisse nachdenkt, reduziert Stress und plant besser. Voraussetzung: Der Fokus bleibt konstruktiv.

Die Erkenntnisse erschienen 2026 im Fachjournal Psychological Review. Demnach stabilisiert die mentale Vorwegnahme von Szenarien die Psyche – solange die Gedanken nicht ins Negative kippen.

15.000 Menschen aus 77 Ländern

Wie wirken kurzfristige Gewinne gegen langfristige Ziele? Die Universität Bonn untersucht das in einer großangelegten Online-Studie. 15.000 Teilnehmer aus 77 Ländern bewerten Geldbelohnungen in Abhängigkeit vom Auszahlungszeitpunkt.

Die Erhebung läuft noch bis zum 18. August 2026. Die Forscher erhoffen sich Erkenntnisse zur intertemporalen Entscheidungsgewichtung – und wie sie wirtschaftliche und persönliche Planung beeinflusst.

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Die Schattenseite des Zukunftsdenkens

Wenn Nachdenken in Grübeln umschlägt, wird es gefährlich. Eine Metastudie der Universität Wien, veröffentlicht 2026 in Nature Human Behaviour, zeigt die Folgen: 30 Prozent der 138.446 befragten Nachwuchswissenschaftler leiden unter depressiven Symptomen, ebenso viele unter Angstzuständen.

Die Ursachen sind systemisch: befristete Verträge, Publikationsdruck, unsichere Karrierewege. Die Studie dokumentiert auch eine Häufung von Essstörungen, Alkoholmissbrauch und Suizidgedanken.

Stressimpfung statt Vermeidung

Der Hirnforscher Volker Busch von der Uniklinik Regensburg empfiehlt einen anderen Ansatz: „Stressimpfung". Statt Belastungen auszuweichen, sollen Menschen einen kompetenten Umgang mit ihnen lernen. Zentral sei Selbstmitgefühl – ein freundlicher Umgang mit sich selbst neutralisiere die negativen Folgen von Stress.

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Auch die Umgebung hilft. Eine 2025 in Forests veröffentlichte Studie mit 66 Erwachsenen belegt: Schon 20 Minuten im Wald senken den Cortisolspiegel und verbessern die Stimmung. In der Stadt blieb dieser Effekt aus.

Selbst nach Enttäuschungen wie dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay raten Psychologen zu konstruktivem Zukunftsdenken. Das lasse sich psychotherapeutisch trainieren – und erhöhe die Resilienz gegen Rückschläge.

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