Zum Kinostart von "Die Odyssee": Die Top 5 der Christopher-Nolan-Filme überraschen
Filme und Serien "Inception" ist nicht dabei: Die Top 5 der besten Christopher-Nolan-Filme überraschen Ab dem 16. Juli flimmert Christopher Nolans neueste Epos "Die Odyssee" über die Kinoleinwände. Der Meister-Filmemacher hat sich schon lange einen Namen auf dem Hollywood-Olymp gemacht. Wir haben uns seine am besten bewerteten Filme angeschaut – und das Ranking überrascht. Christopher Nolan ist einer der berühmtesten Regisseure unserer Zeit. Der 55-Jährige ist bekannt dafür, seine Filme so analog wie möglich zu gestalten und verzichtet in diesem Zusammenhang so gut es geht auf CGI. Für sein neuestes Werk "Die Odyssee" setzte er jeden einzelnen Schnitt selbst mit der Hand per Schere und auch der Filter wurde analog über den Film gelegt, anstatt mithilfe eines Computer-Programms. Allein durch den handwerklichen Aspekt ging Nolan in die Geschichte ein – mal davon abgesehen, dass er das IMAX-Kino revolutionierte. Nach dem riesigen Erfolg mit "Oppenheimer" soll "Die Odyssee" sein nächster Kassenschlager werden. Das nehmen wir zum Anlass, uns die besten Christopher-Nolan-Filme laut Rotten-Tomatoes-Bewertung anzuschauen – und das Ranking dürfte einige überraschen. Platz 5: "Insomnia – Schlaflos" Wenn man an Christopher Nolan denkt, fallen einem vermutlich zuerst Filme wie "Interstellar" oder "Inception" ein. Doch genau diese beiden Blockbuster sind nicht in der Top-5-Liste der am besten bewerteten Christopher-Nolan-Filme vertreten. Auf Platz fünf hat es sich stattdessen ein Crime-Thriller aus dem Jahr 2002 gemütlich gemacht. "Insomnia – Schlaflos" markierte Christopher Nolans Durchbruch in Hollywood. Dafür holte sich der Regisseur große Namen ins Boot. Al Pacino und Robin Williams tragen den Film, der für seine psychologische Tiefe und das Katz-und-Maus-Spiel gelobt wird. Dabei dreht sich die Handlung um Schuldgefühle, Erpressung und Schlaflosigkeit aufgrund der endlosen Mitternachtssonne in Alaska, die Al Pacinos Charakter in einen wahnhaften Zustand treiben. "Insomnia – Schlaflos" ist eine Neuverfilmung des norwegischen Thrillers "Todesschlaf" aus dem Jahr 1997. Nolans Drehbuch wurde tatsächlich erst von Warner Bros. abgelehnt und an Drehbuchautorin Hillary Seitz weitergegeben. Regiekollege Steven Soderbergh setzte sich aber bei Warner Bros. für Nolan ein, wodurch dieser im Endeffekt den Zuschlag für die Regie am Projekt erhielt. Platz 4: "Dunkirk" Christopher Nolan ist der König der Superlative. Mit "Dunkirk" seinem bisher einzigen Kriegsfilm, brachte er einen Blockbuster ins Kino, der jetzt einer der kommerziell erfolgreichsten historischen Kriegsfilme aller Zeiten ist. Der Film erzählt von der "Operation Dynamo", der bis dahin größten militärischen Rettungsaktion der Weltgeschichte. Mit einem Produktionsbudget von "nur" 100 Millionen US-Dollar nahm Nolan laut "Box Office Mojo" im Jahr 2017 stolze 527,5 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein. Sowohl Kritiker:innen als auch Zuschauer:innen feierten das visuelle und akustische Meisterwerk. Insbesondere die Erzählstruktur, die sich in drei verschiedenen Zeitsträngen (zu Land, zu Wasser, zu Luft) abspielt, wird in hohen Tönen gelobt. Und das spiegelte sich auch in der Oscar-Saison wider: "Dunkirk" wurde für insgesamt acht Oscars nominiert und gewann den begehrten Goldjungen in den Kategorien Bester Schnitt, Bester Ton und Bester Tonschnitt. Auch hier ließ sich Nolan bei der Besetzung mal wieder nicht lumpen: Von Cillian Murphy über Tom Hardy bis hin zu Harry Styles wurde hier alles aufgefahren, was Hollywood zu bieten hat. Platz 3: "Oppenheimer" Christopher Nolans bislang jübgster Geniestreich war "Oppenheimer". Der Film basiert (genauso wie "Dunkirk") auf einer wahren Begebenheit und erzählt in einer nicht linearen Form die Geschichte von Robert Oppenheimer (Cillian Murphy), wissenschaftlicher Leister des Manhattan-Projekts zur Entwicklung der ersten Nuklearwaffe. Der Film schlug im wahrsten Sinne des Wortes ein wie eine Bombe. "Oppenheimer" ist auf Platz drei der kommerziell erfolgreichsten Nolan-Filme und nahm circa laut "Box Office Mojo" 976 Millionen US-Dollar ein. Der dreistündige Blockbuster räumte 2024 insgesamt sieben Auszeichnungen bei der Oscar-Verleihung 2024 ab, darunter den Hauptpreis als Bester Film. Nolan wurde mit dem Goldjungen in der Kategorie Beste Regie geehrt, während Cillian Murphy den Oscar für den Besten Hauptdarsteller und Robert Downey Jr. für den Besten Nebendarsteller gewann. Und auch die Kritiker-Stimmen waren von "Oppenheimer" begeistert. Hervorgehoben wird insbesondere "Murphys bravouröse Leistung" und die "atemberaubenden visuellen Effekte". Teile des Films wurden von Nolan sogar in IMAX-Schwarzweiß-Analogfilm aufgenommen. Dieser Film wurde auf Wunsch von Nolan von Kodak speziell für diesen Streifen entwickelt. Platz 2: "Memento" Noch zwei Jahre vor "Insomnia" revolutionierte Christopher Nolan mit "Memento" im Jahr 2000 das Kino. Sein zweiter Langfilm erzählt von einem Mann, der den Mörder seiner Frau sucht. Das Vorhaben wird ihm allerdings durch eine seltene Form von Gedächtnisverlust erschwert. Das Besondere: Der Filmemacher erzählt die Spurensuche rückwärts. Bei vielen Kritiker:innen galt "Memento" als einer der besten Filme des Jahres – und auch an der Kinokasse war der Indie-Thriller enorm erfolgreich. Bei einem Mini-Budget von neun Millionen US-Dollar nahm Nolans Streifen laut "Box Office Mojo" fast 40 Millionen US-Dollar ein. Spätestens nach diesem Erfolg galt Christopher Nolan in Hollywood als ein Ausnahmeregisseur – und das trotz der anfänglichen Skepsis der Filmstudios, die "Memento" für zu komplex hielten. Platz 1: "The Dark Knight" Trommelwirbel für Platz 1 der am besten bewerteten Nolan-Filme – und Vorhang auf für "The Dark Knight". Kein Film aus dem Repertoire des Regisseurs ist dem Publikum so sehr in Erinnerung geblieben wie der zweite Teil der Batman-Trilogie. Nolans "The Dark Knight" spielte laut "Box Office Mojo" weltweit über 1,02 Milliarden US-Dollar ein und war damit der erste Superhelden-Film, der diese Milliardenmarke im Jahr 2008 knackte. Bei einem Produktionsbudget von 185 Millionen US-Dollar ist der Blockbuster einer der kommerziell und künstlerisch erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Heute gilt "The Dark Knight" als ein wahrer Meilenstein des Superhelden-Genres – und das ist unter anderem der Oscar-prämierten Performance von Heath Ledger als Joker zu verdanken. Der Darsteller ging für seine ikonische Darstellung als Batmans Widersacher an die Grenzen seiner körperlichen und psychischen Gesundheit. Den Ruhm für seine Darstellung sollte Ledger allerdings nicht mehr mitbekommen.