Zwei Fahrer bestraft: Formel 1 ändert Startaufstellung am Abend
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Die Freude währte nur kurz. Am Freitagnachmittag fuhr Williams-Pilot Carlos Sainz (32) im Qualifying für den Großen Preis von Aserbaidschan in Baku (Samstag, 13 Uhr, Sky live und Liveticker bei BILD.de) auf Platz 9. Zum ersten Mal, dass es in dieser Formel-1-Saison ein Williams beim Start in die Top 10 schafft. Dachten alle.
Aber um 19.07 Uhr Ortszeit (17.07 Uhr deutscher Zeit) war es vorbei mit dem Jubel. Um diese Uhrzeit veröffentlichten die Renn-Kommissare des Weltverbands Fia ihre Entscheidung, den Spanier in der Startaufstellung am Samstag um fünf Plätze nach hinten zu versetzen. Grund: Sainz hatte bei gelber Flagge sein Tempo nicht gedrosselt.
In der Urteilsbegründung heißt es: „Im vorliegenden Fall war sich SaInz der gelben Flagge bewusst, hatte eine ausdrückliche Warnung vom Team erhalten und die gelben Signale waren deutlich sichtbar. Aber die Telemetrie-Daten beweisen, dass er im Marshalling-Sektor 4 nicht die erforderliche Reaktion zeigte. Die Sportkommissare stellen daher fest, dass Sainz es versäumt hat, unter der einfachen gelben Flagge im Marshalling-Sektor 4 die Geschwindigkeit ausreichend zu reduzieren. Die Standardstrafe gemäß den Richtlinien für dieses Vergehen während des Qualifyings ist eine Rückversetzung um 5 Startplätze (Grid Penalty).“
Aber Sainz ist nicht der einzige Fahrer, der wegen eines Vergehens in der Qualifikation bestraft wird. Auch Sergio Perez (36/Cadillac) zogen die Renn-Kommissare nach hinten – er verliert drei Startplätze, weil er Oscar Piastri (25) im McLaren behindert hatte.
Formel 1: Am Abend bestraft die Formel 1 Sainz und Perez
In der Urteilsbegründung heißt es: „Perez befand sich auf einer Vorbereitungsrunde zwischen den Kurven 19 und 20, als sich Piastri auf einer schnellen Runde näherte. Perez hatte zwei Funkwarnungen erhalten, dass sich Piastri näherte. Zum maßgeblichen Zeitpunkt fuhr Piastri mit ca. 300 km/h, während Perez mit ca. 248 km/h unterwegs war.
Die spezifischen Anweisungen des Renndirektors schreiben vor, dass ein Fahrer auf einer Vorbereitungsrunde in diesem Streckenabschnitt auf der rechten Seite bleiben muss. Perez wärmte seine Reifen auf und anstatt eine berechenbare Linie auf der rechten Seite beizubehalten, brachte ihn sein Reifenaufwärm-Manöver in die Fahrlinie des herannahenden Piastri. Der musste daraufhin vom Gas gehen.
Die Sportkommissare prüften, ob der Vorfall gefährlich war, kamen aber nach Überprüfung der Beweise und der Anhörung beider Fahrer zu dem Schluss, dass dies nicht der Fall war. Perez hatte jedoch zwei Warnungen vor dem herannahenden Piastri erhalten und seine Vorbereitungsrunde nicht in Übereinstimmung mit den spezifischen Anweisungen zum Verkehrsmanagement absolviert. Die Tatsache, dass Piastri vom Gas gehen musste, reichte aus, um festzustellen, dass er unnötig behindert wurde. Die Sportkommissare stellen daher fest, dass Perez Piastri unnötig behindert hat, und wenden die Standardstrafe für eine Behinderung (Impeding) während des Qualifyings an.“
Hinter dem Mexikaner starten nur die beiden Aston-Martin-Piloten Fernando Alonso (45) und Lance Stroll (27). Beide werden für die Nutzung zusätzlicher Power-Unit-Elemente bestraft.
Endgültige Startaufstellung Großer Preis von Aserbaidschan