Zwei Schwerverletzte: Waldbesucher bei Unwetter am Möhnesee von Baum getroffen
Soester Anzeiger Lokales Möhnesee Zwei Schwerverletzte: Waldbesucher bei Unwetter am Möhnesee von Baum getroffen Von: Joel Hunold, Daniel Schröder Uns auf Google folgen Beim Unwetter wurden am Möhnesee zwei Männer verletzt. Sie wurden im Wald von einem umstürzenden Baum getroffen. Es war nicht der einzige Einsatz. Delecke – Bei einem kurzen, aber schweren Unwetter sind am Donnerstag in einem Waldstück an der Taucherbucht am Möhnesee zwei Männer schwer verletzt worden. Sie wurden laut Angaben der Polizei von einem umstürzenden Baum getroffen. Um kurz nach 15 Uhr zog am Donnerstagnachmittag ein Unwetter über Teile des Kreises Soest. Schwere Sturmböen ließen Bäume umstürzen, wenig später kam starker Regen hinzu. Andrea und Andreas Banspach aus Werl genossen gerade den Tag am See, als es sich zuzog: „Plötzlich wurde es stürmisch, das hat man schon auf dem Wasser gesehen. Es gab richtig hohe Wellen. Dann ging es auf einmal ab. Und dann hörten wir es aus dem Wald laut knacken“, schildern die beiden. „Wir wollten warten, dass es wieder schöner wird. Und auf einmal kamen die vielen Einsatzfahrzeuge.“ Augenzeugen von Notfallseelsorgern betreut Der erste Alarm, der die Polizei erreichte, klang dramatisch: „Ein Baum sollte auf eine Kindergruppe gestürzt sein“, berichtete eine Sprecherin der Polizeileitstelle. Am Ende waren es zwei 18 und 19 Jahre alte Männer, die getroffen wurden. Sie kamen nach ersten Angaben der Polizei mit schweren Verletzungen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Weitere Personen – Augenzeugen, Ersthelfer und Angehörige – standen laut Feuerwehrangaben unter dem Eindruck des Erlebten und wurden von drei Notfallseelsorgern betreut. Vor dem Abtransport der Verletzten war ein aufwendiger Rettungseinsatz nötig, berichtete Möhnesees Feuerwehr-Chef Christian Böddeker: „Die Rettung der Personen gestaltete sich wegen des sehr unwegsamen Geländes kompliziert. Allein, um einen Patienten zu tragen, brauchten wir zehn Personen.“ Böddeker erklärte, dass der Rettungsdienst am Unglücksort mit der Erstversorgung der Patienten begonnen hatte und von der Feuerwehr unterstützt wurde. Die Feuerwehr, die mit 35 Kräften vor Ort war, hatte sich auf verschiedene Rettungswege vorbereitet: „Wir haben vorsorglich Rettungsboote in Stellung gebracht“, so Böddeker. Am Ende wurden die Verletzten jedoch aus dem Wald gebracht und per Rettungswagen in die Klinik gefahren. Weiterer Verletzter Laut Angaben der Soester Rettungsleitstelle gab es am Donnerstagnachmittag 16 unwetterbedingte Einsätze für die Feuerwehren im Kreis Soest. Meist mussten umgestürzte Bäume zersägt und von der Straße geräumt werden. Stellenweise mussten Zugstrecken gesperrt werden, weil Bäume auf den Gleisen lagen. In Lippetal-Oestinghausen gab es einen weiteren Verletzten: Ihm war auf einer Baustelle im Neubaugebiet Schmale Mersch eine größere Kiste auf den Fuß gefallen, die der Wind umgekippt hatte. Feuerwehrsprecher Marc Schlunz erklärte, dass der Mann von Kräften der Feuerwehren Lippetal und Soest aus dem ersten Obergeschoss des Neubaus gerettet wurde. Er kam zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus.