Zwei Tote nach Vibrionen-Infektionen in Deutschland
Stand: 29.07.2026 07:14 Uhr Zwei Menschen sind in diesem Jahr nach einer Vibrionen-Infektion gestorben. Eine der verstorbenen Personen hielt sich zuvor an der Ostsee in Vorpommern-Greifswald auf. In MV wurden bislang drei Fälle registriert. Nachdem am Dienstag der Tod eines Menschen nach einer Vibrionen-Infektion bekannt geworden war, hat das Robert Koch-Institut (RKI) nun einen weiteren Todesfall bestätigt. Damit sind in diesem Jahr bereits zwei Menschen an den Folgen einer Vibrionen-Infektion gestorben. Bei dem am Dienstag bekannt gewordenen Todesfall hatte sich die verstorbene Person nach Behördenangaben zuvor im Landkreis Vorpommern-Greifswald an der Ostsee aufgehalten. Nach Angaben des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) handelt es sich um den ersten von der Behörde registrierten Todesfall infolge einer Vibrionen-Infektion seit 2023. Mitte Juni wurde die Infektion festgestellt. Knapp drei Wochen später erlag die Person der Erkrankung, vermutlich nach einem Wund- oder Hautkontakt mit Meer- oder Brackwasser. Lagus meldet drei Fälle in Mecklenburg-Vorpommern Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (Lagus) wurden bis einschließlich der 29. Kalenderwoche drei Vibrionen-Infektionen in MV registriert. Ob sich diese Zahlen mit denen vom RKI überschneiden, ist unklar. Für die vergangenen fünf Jahre verzeichnet das Lagus insgesamt 28 Vibrionen-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern. Vier Menschen starben in diesem Zeitraum an den Folgen einer solchen Infektion. Infektionenszahlen steigen früh in diesem Jahr Bislang hat das RKI 17 Infektionsfälle in Deutschland registriert. Dabei handelt es sich um zehn Männer und sieben Frauen im Alter zwischen drei und 95 Jahren. Nach Angaben des RKI beginnt die Vibrionen-Saison damit in diesem Jahr ungewöhnlich früh. In den drei Vorjahren starben jeweils ein bis zwei Menschen an den Folgen einer Vibrionen-Infektion. Vibrionen vermehren sich in warmen Wasser Die Bakterien kommen natürlicherweise in Süß-, Brack- und Salzwasser vor. Steigen die Wassertemperaturen auf mehr als 20 Grad, können sie sich vor allem in Nord- und Ostsee stark vermehren. Entsprechend nimmt im Sommer auch das Infektionsrisiko zu. Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben vor allem ältere Menschen sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder offenen Wunden.