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Zweite Bundesliga: Hannover 96 trennt sich von Trainer Christian Titz - Sandro Wagner gilt als möglicher Nachfolger

Sport

Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat sich von seinem Trainer Christian Titz getrennt. Das gab der Verein drei Tage nach dem 1:2 beim 1. FC Nürnberg bekannt. Der Aufstiegskandidat hatte von den ersten fünf Spielen der Zweitliga-Saison nur eines gewonnen. Es ist die erste Trainerentlassung der laufenden Spielzeit im Unterhaus.

Die Niedersachsen wollen zeitnah einen Nachfolger präsentieren. Als Favorit gilt Sandro Wagner. Wagner war Anfang Dezember beim Bundesligisten FC Augsburg beurlaubt worden. Zuvor war der frühere Profi, der unter anderem für den FC Bayern, die TSG Hoffenheim und Werder Bremen spielte, als Co-Trainer unter Julian Nagelsmann bei der deutschen Nationalmannschaft tätig gewesen.

„Es war unser gemeinsames Ziel, auf der vorherigen Saison aufzubauen – verbunden mit der berechtigten Hoffnung, dass wir einen gewissen Schwung mit in die neue Spielzeit nehmen können. Das hat sich leider nicht in der gewünschten Form eingestellt“, sagte Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt. „Diese Entscheidung gibt uns nun die Möglichkeit, uns noch einmal neu zu justieren – mit der klaren Zielsetzung, dass wir alle bei Hannover 96 mit voller Energie in eine gemeinsame Richtung laufen.“

Seit dem Bundesliga-Abstieg 2019 arbeiten die 96er mit großem finanziellem Aufwand an der ersehnten Erstliga-Rückkehr. Der 55 Jahre alte Titz wurde 2025 vom 1. FC Magdeburg verpflichtet und baute in seiner ersten Saison in Hannover eine komplett neue Mannschaft auf.

Dissonanzen mit Sportchef Boldt

Für Titz sprach zunächst der attraktive Fußball seines Teams und die statistisch beste Zweitliga-Saison der Niedersachsen. Trotzdem verspielte die Mannschaft an den letzten drei Spieltagen den greifbar nahen Aufstieg.

Im Sommer wurde Boldt als neuer Sport-Geschäftsführer vorgestellt. Zwischen ihm und Titz kam es von Beginn an zu Dissonanzen. Streitpunkte waren die Transferpolitik, die Kadergröße und auch die Rolle des neuen Torwarts Pascal Loretz. Boldt holte ihn aus der Schweiz, Titz nahm ihn nach nur einem Spiel aus der Mannschaft. Wegen des sportlichen Fehlstarts und dieser ständigen Differenzen war der Trainer nicht mehr zu halten.

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