Zwischen König Charles und Prinz William brodelte es wohl
Zwischen König Charles III. (77) und seinem Sohn Prinz William (44) soll es zeitweise kräftig gebrodelt haben. Royalbiograf Robert Jobson schildert in seinem Buch "The Windsor Legacy: A Royal Dynasty of Secrets, Scandal, and Survival" einen überraschenden Konflikt aus dem Jahr 2014. Express berichtet darüber. Es heißt, dass William damals angeblich 1.200 Gegenstände aus Elfenbein, die zur Royal Collection gehören, vernichten lassen wollte. Der Prinz soll dies als unmissverständliches Signal im Kampf gegen den illegalen Elfenbeinhandel gesehen haben. Sein Vater sah das offenbar völlig anders: Charles stellte sich gegen den Vorstoß und soll den Plan als "naiv" bezeichnet haben. Der heutige Monarch war dem Biografen zufolge überzeugt, dass man sich klar gegen den Handel engagieren könne, ohne dafür historische Gegenstände zu zerstören. Aus einer gut gemeinten Kampagne wurde so ein handfester Zwist zwischen Vater und Sohn.
Laut dem Biografen blieb William bei seinem Vorhaben hartnäckig – und zwar gegenüber gleich mehreren Parteien. "William, unbeugsam, ist nicht nur mit den Höflingen seines Vaters aneinandergeraten, sondern zeitweise auch mit Charles selbst", heißt es in "The Windsor Legacy: A Royal Dynasty of Secrets, Scandal, and Survival". Besonders deutlich soll der König seine Meinung zum Plan seines Sohnes formuliert haben. "Charles lehnte den Schritt als 'naiv' ab und argumentierte, dass man sich für die Sache einsetzen könne, ohne Geschichte auszulöschen", zitiert Marie Claire aus dem Werk. Für den Biografen war die Auseinandersetzung weit mehr als ein Streit über ein paar Sammlerstücke – sie habe grundsätzliche Unterschiede zwischen den beiden Royals sichtbar gemacht. "Die Episode unterstrich ihre unterschiedlichen Ansichten über Erbe, Symbolik und moderne Ethik", so der Autor über den Zusammenstoß zwischen dem Prinzen von Wales und dem heutigen Staatsoberhaupt.