„Zwischen Tüll und Tränen”-Star Uwe Herrmann: „Bin bereit für neue Liebe”
Es liegen schwierige Monate hinter dem „Brautmoden-Papst“ Uwe Herrmann (63). Der aus der VOX-Show „Zwischen Tüll und Tränen“ bekannte Braut-Ausstatter aus Dresden erhielt vor knapp fünf Monaten die Diagnose Krebs. Nach zwei mehrstündigen Operationen, in denen der Tumor und mehrere Lymphknoten entfernt wurden, wurde er aus der Klinik als „faktisch krebsfrei“ entlassen. Zur Sicherheit stehen jetzt aber noch Bestrahlungen und eventuell auch noch eine Immuntherapie an, wie er im Gespräch mit BUNTE.de erzählt hat. In der VOX-Doku-Show hat Uwe Herrmann in den vergangenen rund zehn Jahren bereits Hunderte von Frauen bei der Auswahl ihres Brautkleides begleitet. Fans schätzen ihn für seinen Charme und seine witzigen, aber immer respektvollen Kommentare. Privat geht Uwe Herrmann aktuell als Single durchs Leben. Im Januar, wenige Wochen vor seiner Krebsdiagnose, gab er die Trennung von seiner Partnerin Susann nach rund zwei gemeinsamen Jahren bekannt. Brautausstatter Uwe Herrmann: „Ich bin bereit für eine neue Liebe“ Das Single-Leben soll aber kein Dauerzustand bei dem Brautausstatter sein. „Ich bin bereit für eine neue Liebe“, sagte Uwe Herrmann jetzt im Interview mit BUNTE.de. „Es ist nicht so, dass ich sage, ich suche nicht. Aber es sollte eine geistige Übereinstimmung geben. Dass wenn man sich austauscht, dass beide Partner sich verstehen – dass ich sie verstehe und umgekehrt. Es darf geistig nicht langweilig werden.“ ANZEIGE ANZEIGE Und noch etwas wünscht Herrmann sich von seiner neuen Partnerin: „Es sollte eine Frau sein, die selbstbestimmt ist. Bei mir ist es auch beim Thema Haushalt so: Wir teilen die Aufgaben auf einer Liste auf, jeder schreibt auf, was er oder sie gerne macht, und die unangenehmen Dinge werden geteilt oder an Hilfen übergeben.“ Nach Krebs-Schock wünscht sich der „Zwischen Tüll und Tränen“-Star eine neue Beziehung Auf die Frage, ob seine Krebsdiagnose den Wunsch nach einer neuen Beziehung noch mal verstärkt hat, antwortet er: „Ja, definitiv. Der Zeitpunkt, als Susann und ich uns getrennt haben, lag völlig unglücklich. Ich war, als ich die Krebsdiagnose bekam, allein. Meine Mutti ist gestorben, dann kam die Trennung von Susann.“ Nur vier Monate, bevor Uwe Herrmann erfuhr, dass er einen bösartigen Tumor hatte, war seine Mutter an Magen- und Darmkrebs gestorben. Bei dem Brautmoden-Experten wurde im Februar ein sogenanntes Merkelzellkarzinom diagnostiziert. Dabei handelt es sich um eine seltene, besonders aggressive Form von Hautkrebs, die sich schnell ausbreitet und Metastasen bildet. Auch bei dem VOX-Star wurde nach einer ersten Operation in einem Lymphknoten eine Mikrometastase entdeckt. Nach einer zweiten OP folgte die gute Nachricht, dass keine weiteren festgestellt wurden. Mit der nun anstehenden Bestrahlung wollten die Ärzte sichergehen, „dass sich keine Mikrometastase irgendwo festgesetzt hat“, hatte der 63-Jährige BUNTE.de erklärt. „Brautmoden-Papst“ gab im Januar Trennung von Ex-Freundin bekannt Über seine Trennung von seiner letzten Partnerin sagt Herrmann, dass diese einvernehmlich erfolgt sei und definitiv nichts mit dem Altersunterschied von 26 Jahren zu tun gehabt habe. Vielmehr hätten ihre „unterschiedlichen Lebensmodelle“ sie auseinandergebracht. Der Designer und Besitzer des Dresdner Brautmodengeschäfts „Weißes Gewölbe“ beschreibt sich selbst als „Duracell-Häschen“, der oft auch mitten in der Nacht aufsteht und arbeitet und zeichnet. HINTERGRUND „Wehtun ist schöner als Sterben“ „Zwischen Tüll und Tränen“: Uwe Herrmann muss nach Krebs-OP zur Bestrahlung 00:29 Video Was Uwe Herrmann sich von seiner Partnerin wünscht Herrmann war bereits einmal verheiratet. Aus dieser geschiedenen Ehe stammt sein Sohn Philipp, der heute mit ihm gemeinsam sein Geschäft führt. Ist eine erneute Heirat für ihn denkbar? „Ich denke über Hochzeit erst nach, wenn ich das Gefühl habe, dass wir verzahnt sind. Eine Beziehung ist wie ein Zahnrad, das gut geölt und geschmiert ist. Aber ausgeschlossen ist das nicht“, sagt er zu BUNTE.de. Käme es für den Experten in Frage, das Brautkleid seiner Zukünftigen mit auszusuchen, sofern das ihr Wunsch wäre? „Die Frau, die ich bekomme, wird selbstbestimmt sein. Das ist eine Voraussetzung, die nicht verrückbar ist. Sie wird entscheiden, was sie machen möchte. Es wird ja nicht mein Brautkleid, sondern ihres. Sobald es mein Brautkleid wird, ist es die falsche Frau.“ Neue Heirat für Uwe Herrmann nicht ausgeschlossen Überhaupt sieht Herrmann das Brautkleid vor allem als „Transportmittel, um der Verwandtschaft und den Freunden zu zeigen: Wir haben uns füreinander entschieden“. Zu viel Bedeutung sollte man ihm aber nicht beimessen. Es sei sicher nicht der Schlüssel, damit eine Ehe erfolgreich verlaufe. „Ich kenne sehr viele Menschen, die sehr viel Wert auf ihre Hochzeit legen. Wenn sie genauso viel Wert auf ihre Beziehung legen würden, gäbe es nicht so viele Scheidungen“, so der Braut-Ausstatter.