Zwölf Mal Koffer packen: Schröder zieht weiter nach Charlotte
Dennis Schröder hat schon wieder einen neuen Arbeitgeber. Der Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft wird von den Cleveland Cavaliers zu den Charlotte Hornets getradet. Für den 32-Jährigen ist es die zwölfte Station in der NBA, und das in seiner 14. Saison. Nur noch ein Team bis zum Rekord Vor Charlotte hat der Welt- und Europameister bereits für die Atlanta Hawks, Oklahoma City Thunder, Los Angeles Lakers, Boston Celtics, Houston Rockets, Toronto Raptors, Brooklyn Nets, Golden State Warriors, Detroit Pistons, Sacramento Kings und die Cavaliers gespielt. Das Trikot der Lakers streifte er dabei gleich zweimal über (2020/21 und 2022/23). Damit fehlt Schröder nur noch eine weitere Franchise zum Rekord von Ish Smith, der zwischen 2010 und 2023 für 13 verschiedene Teams auflief. Länger als zwei Jahre blieb der Braunschweiger bislang nur in Atlanta, wo ihn die Hawks 2013 an Position 17 gedraftet hatten. Cleveland schafft sich Luft Der Wechsel hatte sich seit Monaten abgezeichnet. Die Cavaliers brauchen finanziellen Spielraum, um bei künftigen Trades und Kaderverstärkungen flexibler agieren zu können. Im Gegenzug wechselt Tre Mann nach Cleveland, dazu erhalten die "Cavs" einen Geldbetrag. Dass Verstärkungen nötig sind, hatte die vergangene Saison gezeigt: In den Finals der Eastern Conference schickten die New York Knicks, die später den Titel holten, Cleveland ohne einen einzigen Sieg nach Hause (0:4). Schröder war dabei kaum ein Faktor. In Spiel drei stand er nur zehn Minuten auf dem Feld, Spiel vier verpasste er wegen einer Erkrankung. Zahlen und Vertrag In 30 Hauptrundenspielen für die Cavaliers kam Schröder auf 8,2 Punkte und 4,3 Assists bei einer Feldwurfquote von 40,1 Prozent. In den Playoffs sanken die Werte auf 5,5 Punkte und 38,1 Prozent. Schröder hat derweil noch zwei Jahre einen Vertrag: 14,8 Millionen Dollar in der Saison 2026/27, anschließend 15,5 Millionen, ehe er wieder Free Agent werden kann. Diese Konditionen übernehmen die Hornets. Alte Bekannte in North Carolina Fremdeln dürfte Schröder in Charlotte kaum. Mit Präsident Jeff Peterson und Head Coach Charles Lee arbeitete er schon zu Beginn seiner NBA-Karriere in Atlanta zusammen. Dazu stehen mit Hannes Steinbach (20) und Christian Anderson Jr. (20) zwei weitere deutsche Nationalspieler im Kader. Sportlich wartet Arbeit: Die Hornets verpassten mit 44 Siegen und 38 Niederlagen zuletzt die Playoffs. Der Titel fehlt weiter Insgesamt kommt Schröder auf 912 Regular-Season-Partien mit durchschnittlich 13,7 Punkten, 2,9 Rebounds und 4,9 Assists. Der große Wurf fehlt ihm auch vor seiner 14. Spielzeit: eine NBA-Meisterschaft. Aktuell hält sich Schröder in Deutschland auf, erst am Mittwoch wurde er zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt Braunschweig ernannt. Die neue NBA-Saison beginnt am 20. Oktober.